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Siebel Si 202

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Siebel Si 202
Datei:Walter Mikron II a Siebel Si 202 Hummel D-EKDQ (1938).jpg
Si 202 V3 mit Walter-Mikron-Motor
Typ Schul- und Sportflugzeug
Entwurfsland
Hersteller Siebel Flugzeugwerke
Erstflug 26. April 1938
Produktionszeit

1938–1941

Stückzahl 38

Die Siebel Si 202 Hummel war ein ziviles Sport- und Schulflugzeug der Siebel Flugzeugwerke.

Geschichte und Konstruktion

Das Flugzeug wurde 1938 von Friedrich Fecher im Auftrag von Siebel entwickelt, um den Flugsport in Deutschland zu verbreiten. Das Flugzeug wurde deshalb als leicht zu fliegender, robuster, freitragender Tiefdecker in Holzbauweise konstruiert. Das Fahrwerk war als starres Normalfahrwerk ausgebildet. Der Erstflug der D-ESFH erfolgte am 26. April 1938 mit Wolfgang Ziese als Pilot. Durch die seinerzeit recht fortschrittliche Konstruktion und wegen der nebeneinanderliegenden Pilotensitze mit Doppelsteuerung in einer geschlossenen Kabine war das Flugzeug beliebt. Als Preis waren 6850 Reichsmark vorgesehen.<ref>Peter Supf (Schriftleitung): Luftspiegel. In: Deutsche Luftwacht, Ausgabe Luftwelt, Nr. 10/1938. Berlin, S. 357.</ref> Da die ersten Zündapp-Motoren auf sich warten ließen, wurden die V1, V2 und V4 mit Salmson-Motoren, die V3 mit einem Walter-Mikron-Reihenmotor ausgerüstet. Bis zum Kriegsausbruch wurden drei Varianten produziert, wobei bis zur Einstellung der Produktion im Mai 1941 anstelle der geplanten 200 Stück nur 38 gebaut wurden. Die Maschinen wurden hauptsächlich in den Schulen des NSFK eingesetzt.<ref>Fliegerrevue Juni 2010, S. 72–74, Junkers und Siebel</ref>

Versionen

  • Si 202 A: Basisversion mit unverkleidetem Salmson 7 Ad, einem luftgekühlten Siebenzylinder-Sternmotor mit 45 PS (33 kW).
  • Si 202 B: Wie A-Version, nur mit Zündapp Z 9-092 mit 50 PS (37 kW), Höhenrekord im Jahr 1939 mit 5982 m durch Wolfgang Ziese mit einem Passagier, 7043 m durch Ziese allein,<ref>Zwei Höhenweltrekorde mit der Siebel-„Hummel“. In: Der deutsche Sportflieger Nr. 2/1939. Edgar Herfurth, Leipzig, S. 39.</ref> diverse Flugzeug-Wettbewerbserfolge bis 1939.
  • Si 202 C: Weiterentwickelte verbesserte Variante mit vergrößerter Reichweite und einem Reihenmotor Hirth HM 515 mit 60 PS (44 kW).

Technische Daten

Vorlage:Tabellenstile

Kenngröße Si 202 B<ref name="GBSL, Siebel">Hans J. Ebert, Udo Mahn, Hans-Dieter Tack: Die Siebel-Flugzeugwerke Halle (1934–1946) (= Schriftenreihe zur Luftfahrtgeschichte. Band 9). 2. Auflage. 2011, S. 62.</ref> Si 202 C
Besatzung 1
Passagiere 1
Länge 6,40 m 6,5 m
Spannweite 10,50 m 10,60 m
Höhe 1,85 m
Flügelfläche 14,00 m²
Flügelstreckung 7,9 8,0
Flächenbelastung 39,25 kg/m²
Leermasse 290 kg 355 kg
Rüstmasse 320 kg
max. Startmasse 550 kg 620 kg
Triebwerk ein Zündapp Z 9-092, 50 PS (37 kW) ein Hirth HM 515, 60 PS (44 kW)
Höchstgeschwindigkeit 160 km/h 180 km/h
Reisegeschwindigkeit 140 km/h 150 km/h<ref name="GBSL, Siebel" />
Landegeschwindigkeit 72 km/h
Dienstgipfelhöhe 2300 m 3300 m
Reichweite 500 km 800 km
Startstrecke 250 m
Landestrecke 170 km

Siehe auch

Literatur

  • Hans J. Ebert, Udo Mahn, Hans-Dieter Tack: Die Siebel-Flugzeugwerke Halle (1934–1946) (= Schriftenreihe zur Luftfahrtgeschichte. Band 9). 2. Auflage. 2011, S. 59–62.
  • Heinz J. Nowarra: Die deutsche Luftrüstung 1933–1945. Band 4: Flugzeugtypen MIAG – Zeppelin, Flugkörper, Flugmotoren, Bordwaffen, Abwurfwaffen, Funkgeräte, Sonstiges Luftwaffengerät, Flakartillerie. Bernard & Graefe, Koblenz 1993, ISBN 3-7637-5468-7, S. 27–29.

Weblinks

Commons: Siebel Si 202 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Siebel Flugzeuge

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