Asadullah Sarwari
Asadullah Sarwari (* 1930) ist ein früherer afghanischer Politiker, der wegen Kriegsverbrechen zum Tod verurteilt wurde.
Asadullah Sarwari gehörte zum Khalq-Flügel der sozialistischen Demokratischen Volkspartei Afghanistans. Am 1. April 1979 wurde er Chef der Geheimpolizei AGSA. Im Juni 1979 wurde er Mitglied der Anti-Amin-Gruppe. Am 12. September berichtete Premierminister Hafizullah Amin auf einer Ministerrats-Konferenz, dass Sarwari und drei andere seiner Leute einen Mordanschlag gegen ihn verübten hätten. Am 14. September säuberte Amin das Kabinett, Sarwari wurde durch den Neffen von Hafizullah Amin ersetzt. Am 27. Dezember 1979, mit dem Einmarsch der Roten Armee in Afghanistan, wurde Sarwari Mitglied des Politbüros, stellvertretender Vizepräsident, stellvertretender Premierminister und Minister für Verkehr. Sarwari war von 1980 bis 1986 als Botschafter in der Mongolei tätig. Sarwaris Nachfolger als Premierminister wurde Sultan Ali Keschtmand.
Laut Amnesty International wurde Sarwari, der seit 1992 in Afghanistan in Haft saß, am 23. Februar 2006 wegen Kriegsverbrechen und Folter, begangen während der Herrschaft der sowjetisch unterstützten Demokratischen Republik Afghanistan (1978–1992), zum Tod verurteilt.<ref name=Reutres0061222> Afghanistan: Communist era mass grave discovered highlights need for post-war justice. In: alertnet.org. 22. Dezember 2006, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 14. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „In January this year, a former Afghan intelligence chief, Assadullah Sarwary was sentenced to death for his alleged involvement in mass killings during the rule of Noor Mohammad Taraki.“</ref> Internationale Beobachter stuften den Prozess als mangelhaft ein, da wesentliche Rechtsnormen und Grundrechte missachtet worden sein sollen, so hatte Sarwari über weite Strecken des Prozesses keinen Rechtsbeistand.<ref>Afghanistan: Asadullah Sarwari (h), 65 ans. In: amnestyinternational.be. 21. März 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Februar 2007; abgerufen am 14. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
2008 reduzierte ein Berufungsgericht seine Strafe auf 19 Jahre Haft,<ref name="Kuna08">Court condemns communist-era spy chief to 19 years in jail. In: kuna.net. 22. Oktober 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. März 2016; abgerufen am 14. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> im Januar 2017 wurde er aus dem Gefängnis entlassen.<ref>Ehsan Qaane, Sari Kouvo: Assadullah Sarwari Freed from Prison: What chances of war crimes trials in Afghanistan? In: afghanistan-analysts.org. 6. Januar 2017, abgerufen am 14. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weblinks
- Griff Witte, Javed Hamdard: Afghan Convicted of War Crimes. In: washingtonpost.com. 26. Februar 2006 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sarwari, Asadullah |
| KURZBESCHREIBUNG | afghanischer Politiker, Chef der Geheimpolizei AGSA |
| GEBURTSDATUM | 1930 |
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