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Gerhard Schedl

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Gerhard Schedl (* 5. August 1957 in Wien; † 30. November 2000 in Eppstein) war ein österreichischer Komponist und Lehrbeauftragter.<ref name="oeml">Uwe Harten, Monika Kornberger: Schedl, Gerhard. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 4, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2005, ISBN 3-7001-3046-5.</ref>

Leben

Datei:Grab Gerhard Schedl Wiener Zentralfriedhof 2020-01-30 5.jpg
Grabstätte von Gerhard Schedl

Gerhard Schedl bekam ab 1967 Violin- und Gitarrenunterricht und spielte in verschiedenen Bands, ehe er sich 1972 der Komposition zuwandte. Nach der Matura studierte er zwischen 1976 und 1980 einerseits Musikwissenschaft an der Universität Wien, ohne hier einen Abschluss zu machen, andererseits an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (damals noch Hochschule für Musik und darstellende Kunst) Komposition bei Erich Urbanner, Tonsatz und Kontrapunkt sowie im Nebenfach Dirigieren bei Otmar Suitner. Diesen Ausbildungsweg schloss er 1980 mit Diplom „mit Auszeichnung“ ab.<ref name="oeml" /> Im Jahr 1980 trat Schedl mit insgesamt drei Werken hervor, darunter die Kinderoper Der Schweinehirt nach einem Märchen von Hans Christian Andersen, für die er den 2. Preis beim Carl-Maria-von-Weber-Wettbewerb der Stadt Dresden erhielt. 1982 erhielt er daselbst den Zweiten Preis für die Kammeroper II. Kontrabass.

Ab 1981 hatte er einen Lehrauftrag am Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt am Main inne, ab 1982 zusätzlich an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Von 1987 bis 2000 leitete er gemeinsam mit Claus Kühnl die Frankfurter Kurse für Neue Musik.<ref>Daniel Hensel: Gerhard Schedl - Biogramm nachschlage.NET; abgerufen am 9. März 2021.</ref>

Für das Salzburger Landestheater erstellte Schedl drei Auftragswerke. Er war damit in den neunziger Jahren einer der bedeutendsten Komponisten Österreichs von Musiktheaterwerken.

Im Alter von 43 Jahren nahm sich Gerhard Schedl das Leben.<ref>„Private Gründe“: Komponist Gerhard Schedl erschoss sich im Wald. Spiegel Online, 4. Dezember 2000; abgerufen am 7. März 2021.</ref> Er ruht in einem ehrenhalber gewidmeten Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 40, Nummer 97).<ref>Ehrengrab von Gerhard Schedl auf dem Wiener Zentralfriedhof</ref>

Auszeichnungen

Gerhard Schedl Musiktheaterpreis

In Würdigung von Gerhard Schedls Leistungen schrieb die Neue Oper Wien 2009 erstmals den Gerhard Schedl Musiktheaterpreis für ein abendfüllendes Bühnenwerk aus.<ref>Gerhard Schedl Musiktheaterpreis. In: derstandard.at. 5. Mai 2009, abgerufen am 10. November 2025.</ref>

Werke

Eine ausführliche Liste der Werke Gerhard Schedls findet sich beim music information center austria (siehe Weblinks).

Schüler

Kompositionschüler der ersten Stunde waren

Die letzten Schüler Gerhard Schedls waren Daniel Hensel und Roman Pawollek. Hensel verfasste die erste Dissertation über das Werk Schedls. Beide setzen sich zusammen mit dem Musikwissenschaftler Christian Heindl für Aufführungen Schedls Musik ein, was in einer Kooperation des Wiener Vereins für zeitgenössische Musik il rilievo und der Alte Schmiede (Wien) sowie des Studios für Neue Musik Würzburg e. V. mündete.<ref>Programm des Konzertes Musiksalon 2014 (PDF; 448 kB).</ref><ref>Einträge zu Gerhard Schedl auf last.fm; abgerufen am 7. März 2021.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Programm des Kooperationskonzertes in Würzburg (Memento vom 22. Dezember 2014 im Internet Archive)</ref>

Literatur

  • Daniel Hensel: Von der Einheit in der Vielfalt oder der Lust am Subjektiven: Die Musik Gerhard Schedls, dargestellt an seiner Instrumentalmusik. Ibidem, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-8382-0278-5.

Weblinks

Commons: Gerhard Schedl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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