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Palmkohl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. März 2026 um 14:32 Uhr durch imported>Gestumblindi (Herkunft und Verbreitung: verstehe ich nicht. Was heisst das unbelegte "wo 2003 der industrielle Anbau untersucht wurde"? Wurde untersucht, ob man Palmkohl industriell anbauen soll? Gibt es einen bestehenden industriellen Anbau, über den Untersuchungen angestellt wurden? Dieses unklare Fragment einer nicht näher definierten "Untersuchung" vor 23 Jahren kann ohne Präzisierung und Beleg wohl entfallen).
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Palmkohl
Datei:PalmkohlPflanze.jpg

Palmkohl-Sorte ‚Nero di toscana‘

Systematik
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Tribus: Brassiceae
Gattung: Kohl (Brassica)
Art: Gemüsekohl (Brassica oleracea)
Varietät: Palmkohl
Wissenschaftlicher Name
Brassica oleracea var. palmifolia
DC.
Datei:Tuscankale.jpg
Sorte ‚Cavolo nero‘

Der Palmkohl (Brassica oleracea var. palmifolia DC.) ist eine Varietät des Gemüsekohls und gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).

Weitere Trivialnamen im deutschen Sprachraum sind: Italienischer Kohl, Toskanischer Kohl, Schwarzkohl. Eine als Zierpflanze verwendete Sorte ist ‚Negro Romano‘.

Herkunft und Verbreitung

Diese Kohl-Form wurde im 18. Jahrhundert in Italien entwickelt.<ref>Jack E. Staub, Ellen Buchert: 75 Exciting Vegetables for Your Garden. Gibbs-Smith, 2005, S. 120, ISBN 978-1-58685-250-4.</ref> Traditionell wird sie noch viel in Norditalien und dort besonders in der Toskana angebaut.

Beschreibung und Ökologie

Der Palmkohl ist eine zweijährige krautige Pflanze und kann Wuchshöhen von bis zu 3 Metern erreichen. In gemäßigten Gebieten ist er nicht frosthart. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Markstammkohl, dessen Trieb dicker ist und dessen Blätter nicht blasig sind, aber manchmal leicht gezähnte, gekrauste Ränder aufweisen. Die Anordnung der blasigen, leicht nach unten gerollten Laubblätter ist wechselständig und wirkt etwas palmartig. Die Laubblätter sind 60 bis 80 Zentimeter lang und 8 bis 10 Zentimeter breit, dunkelgrün bis schwarz-grün.<ref>Vilmorin-Andrieux & Cie, Les Plantes Potagères. Quatrième Édition, Paris 1925, S. 152–153.</ref>

Palmkohl blüht im zweiten Jahr von Mai bis August mit hellgelber Blütenfarbe, ist selbstfertil und wird beispielsweise durch Bienen bestäubt. Der Samen ist von Juli bis September reif.<ref name="PFAF">Brassica oleracea palmifolia bei Plants For A Future, abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref>

Schädlinge

Kohlfliege, Kleiner und Großer Kohlweißling, Weiße Fliege, Mehlige Kohlblattlaus, Kohlhernie, Alternaria.

Inhaltsstoffe

Je älter die Blätter sind, desto mehr Fasern (Trockensubstanz) enthalten sie. Besonders alte Blätter haben viele Fasern und sind für die industrielle Verarbeitung nicht geeignet. Der Nitratgehalt steigt auch mit dem Alter der Pflanzen, was sich aber nicht auf den oberen Pflanzenteil auswirkt.<ref>L.F. D’Antuono u. R. Neri: Traditional Crop Revised: Yield and Quality of palm-tree kale, grown as a merchanised industrial crop, as a function of cutting hight. In: Acta Hort. (ISHS) 598, 2003, S. 123–127, doi:10.17660/ActaHortic.2003.598.17.</ref>

Verwendung

Palmkohl ist im Geschmack milder als Grünkohl. Die fein geschnittenen Laubblätter werden für Salate oder Kochgemüse verwendet. Er eignet sich auch ausgezeichnet für mediterrane Wintereintöpfe, die portugiesische Kohlsuppe Caldo verde und die toskanische Ribollita. Palmkohl kann auch sehr gut für späteren Gebrauch blanchiert und danach tiefgefroren aufbewahrt werden. Er hat als Kübelpflanze im Garten oder vor dem Haus auch dekorativen Wert. Früher wurden aus der langen holzigen Sprossachse Spazierstöcke hergestellt.<ref>Jack E. Staub, Ellen Buchert: 75 Exciting Vegetables for Your Garden. Gibbs-Smith, 2005, S. 119, ISBN 978-1-58685-250-4.</ref><ref>Anton Oskar Klaußmann: Spazierstockpflanzungen. In: Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens, Jahrgang 1909, Neunter Band, S. 221–224. Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig.</ref>

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

Commons: Palmkohl (Brassica oleracea var. palmifolia) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien