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Josef Wilhelm Manger

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Josef Wilhelm Manger, meistens Josef W. Manger, (* 1929 in Arnstein; † 27. Oktober 2016<ref name="stereo-Joseph_W">Joseph W. Manger gestorben. In: stereo.de. 2. November 2016, abgerufen am 2. April 2023.</ref>) war ein Akustik-Entwickler und Unternehmer.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und einem dreijährigen Australien-Aufenthalt übernahm Manger das Elektro- und später Radio/Fernseh-Ladengeschäft von seinen Eltern im fränkischen Arnstein. In den frühen 1960er Jahren importierte er Gitarren und Verstärker. Die Grundlagen der Lautsprechertechnik brachte er sich selbst bei.<ref name="avguide-2018-08-06">Manger Audio - Im Zeichen des Sterns, Abschnitte 1 und 4 (samt Bild mit „Diskus“). In: avguide.ch. 6. August 2018, abgerufen am 29. April 2023.</ref>

Entwicklungsarbeit

Seine Untersuchungen an Lautsprechern begann er 1968.<ref>Holger Biermann: Josef W. Manger – ein Leben für den Impuls. In: lowbeats. 8. November 2016, abgerufen am 2. April 2023.</ref> Dazu gehörten neuartige Untersuchungen, unter anderem zur Bedeutung des Phasenganges in der Elektroakustik und dem Impulsverhalten von Lautsprechern und Kondensator-Mikrofonen.<ref>Nachruf - Zum Tod von Josef W. Manger. In: fidelity-online.de. 2. November 2016, abgerufen am 29. April 2023.</ref> Schon 1968 erhielt er sein erstes Patent auf eine Schwingspule.<ref name="avguide-2018-08-06"/> Herausragendster Teil seiner Arbeit war die Entwicklung des bionischen, nach dem Biegewellenprinzip arbeitenden Manger-Schallwandlers. Die theoretische Beweisführung wurde 1978 an der TU Berlin erbracht.<ref>Daniel Schmid: Die Entwicklung der Lautsprecherchassis - Von der Tauchspule zum Ionenwandler, Mangerwandler. In: avguide.ch. 4. Mai 2000, abgerufen am 2. April 2023.</ref> Manger wurde für seine Arbeiten mit der Rudolf-Diesel-Medaille (1982) und dem Innovationspreis (1996) ausgezeichnet.

Datei:Manger im Gehäuse kl.jpg
Manger-Wandler in einer Box

Unternehmen

Das erste Modell seiner Lautsprecher hieß „Diskus“; der Ein-Wege-Lautsprecher hatte dem Namen entsprechend ein rundes Gehäuse und wurde auf einer deutschen Hifi-Messe vorgestellt<ref name="avguide-2018-08-06"/>, ab 1979 wurde es vermarktet.<ref>Bernd Theiss, Standing the Test of Time (Test Manger P2), In: Stereoplay 10/2022, Seite 47</ref> Von der Serienreife bis Ende 2016 wurden etwa 14.000 Lautsprecher hergestellt, etwa 500 pro Jahr; in den neueren Zwei-Wege-Modellen wird für Frequenzen unter 80 Hz auch ein übliches Chassis eingebaut.<ref name="lite-mag-016111">Volker Frech: Standlautsprecher Manger p1 – Im Bann der Biegewelle. In: lite-magazin.de. 30. November 2016, abgerufen am 29. April 2023.</ref> Nach seinem Tod wird sein Unternehmen, in dem die speziellen Manger-Chassis mit flacher neun-zackiger, sternförmiger Membran<ref name="lite-mag-016111" /> selbst gefertigt werden, von seiner Tochter Daniela, die es seit 1990 leitete, weitergeführt. Josef Manger hatte sich 1994 mit 65 Jahren aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen und sich fast ausschließlich Untersuchungen und Entwicklung gewidmet.<ref name="stereo-Joseph_W"/><ref name="avguide-2018-08-06"/>

Weblinks

Einzelnachweise

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