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Pan-STARRS

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 10. April 2026 um 07:35 Uhr durch imported>Seelefant (Nach dem Teleskop benannte Himmelskörper: +C/2025 R3).
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Datei:Pan-STARRS, crop of Haleakala Observatory 2017.jpg
Die Kuppeln der Teleskope PS1 und PS2

Pan-STARRS (Abkürzung für Panoramic Survey Telescope And Rapid Response System) ist ein bodengebundenes Teleskop-System in einer Sternwarte auf dem Haleakalā auf Maui, Hawaii, zur kontinuierlichen Beobachtung des Sternenhimmels. Mit seiner Hilfe wird seit 2010 nach neuen Asteroiden, Kometen und veränderlichen Sternen gesucht. Durch die wiederholte tiefe Beobachtung großer Gebiete am Himmel sind die Daten von Pan-STARRS auch für viele andere Gebiete der Astronomie relevant.

Ursprünglich geplant, aber nicht finanziert, war ein Ausbau mit vier 1,8-m-Teleskopen auf dem Mauna Kea und Haleakalā in Hawaii, die zur Reduktion von Bild- und Messfehlern gleichzeitig dasselbe Himmelsgebiet beobachten. Das First light des Prototyp-Teleskops PS1 auf dem Haleakalā war im Juni 2006.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PS1 Prototype Telescope (Memento vom 9. Juli 2011 im Internet Archive) pan-starrs.ifa.hawaii.edu, abgerufen am 26. Juli 2011.</ref> Das zweite Teleskop, PS2, konnte mit Hilfe einer 2016 erhaltenen Spende in Betrieb genommen werden.<ref name=":0">$3M Donation for Pan-STARRS</ref> Im Jahr 2018 erfolgte die aktive Inbetriebnahme.<ref></ref><ref></ref>

Ein Pan-STARRS-Teleskop besitzt mit 3° ein sehr großes Gesichtsfeld, das durch drei etwa 50 cm durchmessende Korrektor-Linsen nach den beiden Spiegeln in Cassegrain-Anordnung erreicht wird;<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Optical Layout (Memento vom 14. Mai 2011 im Internet Archive)</ref> das sich ergebende großformatige Bild wird mit einem 1,4-Milliarden-Pixel-CCD-Sensor (60×64 Sensoren mit je 600×600 Pixel) erfasst. Jeder Sensor kann während einer Aufnahme das Bild vertikal und horizontal verschieben, um eine durch Luftunruhe verursachte Bildbewegung auszugleichen. Pro Nacht werden über 500 Aufnahmen gemacht.<ref name=":0" /> Die Teleskope werden aus dem Advanced Technology Research Center des Instituts für Astronomie auf Maui betrieben. Die Bilder werden über eine Hochgeschwindigkeits-Datenverbindung zur Analyse an einen leistungsstarken Computercluster übertragen.

In einer ersten Projektphase wurde von einem Konsortium von 14 Instituten aus sechs Ländern mehrere Himmelsdurchmusterungen durchgeführt, deren Daten seit Ende 2016 öffentlich verfügbar sind.<ref>Pan-STARRS Releases Largest Digital Sky Survey to the World</ref> Obwohl Pan-STARRS jede Himmelsregion etwa 60 mal beobachtet hat, finden sich in dieser Datenbank lediglich zeitliche Mittelwerte. Im Januar 2019 wurde eine neue Auflage der Pan-STARRS-Daten veröffentlicht.<ref>PS1 Data Release 2</ref> Im Gegensatz zur ersten Auflage enthält diese Datenbank astrometrische und photometrische Daten sowie die Bilder für jeden einzelnen Beobachtungszeitpunkt.

Ergebnisse

Datei:NEA by survey.png
Zahl der erdnahen Objekte, detektiert durch verschiedene Projekte
  • LINEAR
  • NEAT
  • Spacewatch
  • LONEOS
  • Catalina Sky Survey
  • Pan-STARRS
  • NeoWise
  • ATLAS
  • andere US
  • alle anderen
  • Im Juni 2011 wurde mit Pan-STARRS 1 ein Komet entdeckt und C/2011 L4 (PANSTARRS) benannt.<ref>Pan-STARRS Telescope Finds New Distant Comet ifa.hawaii.edu, 16. Juni 2011</ref>

    Ebenfalls mit diesem Teleskopsystem wurde das Objekt „PS1-10afx“ entdeckt. Es galt als eine vor neun Milliarden Jahren explodierte Hypernova, die einer Supernova vom Typ Ia ähnelte, jedoch dafür viel zu hell erschien. 2013 fiel in dieser Region eine schwach leuchtende Galaxie im Vordergrund auf, die von der exakt dahinter liegenden, helleren Supernova zuvor überstrahlt worden war und das bei der Explosion abgestrahlte Licht in Richtung der Erde als Gravitationslinse bündelte. Dadurch erschien die Supernova 30-fach heller als ohne Lupen-Effekt. Aufgrund dieser Beobachtungen gehen Astronomen jetzt davon aus, dass künftig weitere derartige Objekte entdeckt werden, weil es als wahrscheinlich gilt, dass mit zunehmender Entfernung – irgendwo auf dem Weg der Supernova-Strahlung bis zur Erde – es zu einem Gravitationslinseneffekt kommen kann.<ref>Manfred Lindinger: Seltsame Sternexplosion heller als erlaubt FAZ 25. April 2014</ref>

    Am 19. Oktober 2017 wurde mit Pan-STARRS 1 zum ersten Mal überhaupt ein Asteroid beobachtet, der nicht aus unserem Sonnensystem stammt. Er wurde 'Oumuamua getauft.

    Im August 2020 wurden die größten, detailliertesten 3D-Karten des Universums, „PS1-STRM“, online abrufbar, veröffentlicht.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: phys.org. Abgerufen am 9. November 2020 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Universe Today, 14. Oktober 2020. Abgerufen am 9. November 2020 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig PS1-STRM.] STScI/MAST, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

    Nach dem Teleskop benannte Himmelskörper

    Siehe auch

    Weblinks

    Einzelnachweise

    <references />