Oberweihersbuch
Oberweihersbuch Stadt Stein
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(578)&title=Oberweihersbuch 49° 24′ N, 11° 0′ O
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| Höhe: | 316 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 578 (1. Jan. 2022)<ref name="Einwohner">Landkreis Fürth – Nahverkehrsplan 2023. (PDF; 10,7 MB) In: vgn.de. Verkehrsverbund Großraum Nürnberg, S. 65, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1927 | |||||
| Postleitzahl: | 90547 | |||||
| Vorwahl: | 0911 | |||||
Oberweihersbuch ist ein Gemeindeteil der Stadt Stein im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Oberweihersbuch liegt in der Gemarkung Stein.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Durch das Pfarrdorf fließt der Grundbach, ein linker Zufluss der Rednitz. Die Neubausiedlungen im Nordosten (Meierei und Fabergut) grenzen an Unterweihersbuch an. Dazwischen liegt ein kleines Waldgebiet. Im Südwesten grenzt ebenfalls ein kleines Waldgebiet an. Ansonsten ist der Ort von Acker- und Grünland umgeben. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Loch (1,8 km westlich), nach Unterasbach (1,5 km nördlich), zur Bundesstraße 14 bei Unterweihersbuch (1 km nordöstlich) und über einen Kreisverkehr der B 14 nach Deutenbach (1 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref> Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.
Geschichte
Der Ort wurde 1303 als „zu Büchelein“ erstmals urkundlich erwähnt, womit wohl Ober(weihers)buch gemeint war. Er bestand ursprünglich aus den zwei Siedlungskernen Oberbuch und Weihersbuch. Noch im 15. Jahrhundert wurden beide Ortschaften getrennt aufgelistet.<ref>Oberweihersbuch auf der Website stadt-stein.de</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Oberweihersbuch aus zehn Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Cadolzburg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte teils das Landpflegamt der Reichsstadt Nürnberg, teils das Oberamt Cadolzburg. Grundherren waren das Kastenamt Cadolzburg (1 Hof); die Reichsstadt Nürnberg: Spitalamt (1 Wirtshaus, 1 Halbhof), Katharinenamt (1 Halbhof); die Nürnberger Eigenherren von Behaim (2 Halbhöfe), von Holzschuher (1 Hof), von Kreß (1 Halbhof) und von Murr (1 Hof, 1 Halbhof).<ref name="H157">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth. S. 157.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. 1806 ging der Ort Oberweihersbuch an das Königreich Bayern über. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt und die Ruralgemeinde Stein gebildet, zu dem bzw. zu der auch Oberweihersbuch gehörte. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 1 Anwesen von 1822 bis 1834 dem Patrimonialgericht (PG) Almoshof, 2 Anwesen von 1823 bis 1835 dem PG Leyh und 2 Anwesen von 1823 bis 1835 dem PG Nemsdorf. Am 4. Dezember 1841 wurde die Ruralgemeinde Weihersbuch gebildet, zu der Ober- und Unterweihersbuch gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Nürnberg (1879 in das Amtsgericht Nürnberg umgewandelt) und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Fürth zugeordnet. Ab 1862 gehörte Weihersbuch zum Bezirksamt Nürnberg. Die Finanzverwaltung wurde 1870 vom Rentamt Nürnberg übernommen (1919 in Finanzamt Nürnberg umbenannt).<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth. S. 245 f.</ref><ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 63 (Digitalisat).</ref> 1870 wurde die Gemeinde amtlicherseits in Weihersbuch umbenannt.<ref name="HGV"/> 1904 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 5,260 km².<ref name="OV 1900"/> Am 1. Januar 1927 wurde Weihersbuch nach Stein eingemeindet.<ref></ref><ref>Stein > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Mai 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Locher Str. 8a: Bauernhof<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Stein (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Pfarrweg 2: evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Jakobus<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Gemeinde Oberweihersbuch
| Jahr | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 212 | 231 | 228 | 236 | 224 | 253 | 269 | 274 | 262 | 245 | 254 | 239 | 241 | 304 | 298 | 335 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> | 27 | 33 | 34 | 35 | 46 | |||||||||||
| Quelle | <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 210 (Digitalisat). Dort fälschlicherweise mit 312 Einwohnern angegeben. Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 212 Einwohner.</ref> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 181, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1065–1066, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1232, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1166 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1238 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="HGV"/> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1276 (Digitalisat).
Weihersbuch dort bereits bei Stein aufgelistet.</ref> |
Ort Oberweihersbuch
| Jahr | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 115 | 170 | 164 | 147 | 155 | 115 | 132 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> * | <templatestyles src="FN/styles.css" /> * | <templatestyles src="FN/styles.css" /> * | 609 | 578 |
| Häuser<ref name="Häuser"/> | 17 | 16 | 18 | 18 | 22 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> * | <templatestyles src="FN/styles.css" /> * | 168 | ||||
| Quelle | <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 65 (Digitalisat). Dort als Oberbuch aufgelistet.</ref> | <ref name="OV 1846"/> | <ref name="OV 1861"/> | <ref name="OV 1875"/> | <ref name="OV 1885"/> | <ref name="OV 1900"/> | <ref name="OV 1925"/> | <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1108 (Digitalisat).</ref> | <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 812 (Digitalisat).</ref> | <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 174 (Digitalisat).</ref> | <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 337 (Digitalisat).</ref> | <ref name="Einwohner"/> |
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich teils nach St. Laurentius, teils nach St. Rochus gepfarrt,<ref name="H157"/> seit Anfang des 19. Jahrhunderts nur noch nach St. Rochus und ab 1931 nach Stein.<ref name="OV 1846"/><ref name=":0">Über uns – Kirchengemeinde St. Jakobus. Abgerufen am 4. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seit 1964 ist der Ort Sitz der Pfarrei St. Jakobus (Oberweihersbuch); seit 1957 sind eigene Kirchenbücher verfügbar.<ref name=":0" /><ref>Oberweihersbuch. Abgerufen am 4. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Walburga gepfarrt,<ref name="OV 1950"/> spätestens seit den 1960er Jahren ist die Pfarrei St. Albertus Magnus zuständig.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Nürnberg-Südwest/Stein. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 13. Juni 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Obern- oder Weyhersbuch. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 208 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Weihersbuch. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 125 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Weyhersbuch. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 211 (Digitalisat).
- Vorlage:Gebessler Landkreis Nürnberg
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 157 (Digitalisat). Vorlage:Hofmann Nürnberg-Fürth 1954 Zusätzliche Quelle
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
Weblinks
- Ortsteile > Oberweihersbuch. In: stadt-stein.de. Abgerufen am 17. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Oberweihersbuch in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Oberweihersbuch im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Stadt Stein (Mittelfranken) Vorlage:Hinweisbaustein