Schiras
| Schiras | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
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| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Iran.svg Iran | |||||
| Provinz: | Fars | |||||
| Koordinaten: | 29° 36′ N, 52° 31′ O
{{#coordinates:29,608055555556|52,524722222222|primary
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dim=20000 | globe= | name= | region=IR-07 | type=city
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| Höhe: | 1500 m | |||||
| Fläche: | 240 km² | |||||
| Einwohner: | 1.869.001 (Volkszählung 2016<ref name="amar-census">Population by age groups and sex and province, the 2016 Population and Housing Census. Statistical Centre of Iran, abgerufen am 21. Juli 2017 (MS Excel xlsx; 21 kB, zum Herunterladen).</ref>) | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 7.788 Einwohner je km² | |||||
| Vorwahl: | +98 (0) 71 | |||||
| Postleitzahl: | 73xxx | |||||
| Zeitzone: | UTC+3:30 | |||||
| Politik | ||||||
| Bürgermeister: | Heydar Eskandarpour | |||||
Schiras <templatestyles src="IPA/styles.css" /> (persisch شيراز, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist die Hauptstadt der iranischen Provinz Fars und gehört mit rund 1,9 Millionen Einwohnern (Stand 2016) zu den fünf größten Städten Irans.
Die zentrale Südprovinz liegt etwa 700 km südlich von Teheran im Süden des Zagros auf etwa 1500 m. Das Klima ist relativ angenehm und mild. Man nennt die für ihre Gartenkultur berühmte Stadt den „Garten Irans“ und die Stadt der „Rosen und Nachtigallen“ (persisch گل و بلبل {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).<ref>www.tripadvisor.de.</ref> Ihr Blumenreichtum und die berühmten Rosenzüchtungen geben ihr ein spezifisches Gepräge, das schon bei der Auffahrt durch den äußeren Torbogen auffällt.
Etymologie
Der früheste Hinweis auf die Stadt findet sich auf elamitischen Schrifttafeln von 2000 v. Chr., die im Juni 1970 bei Bauarbeiten in Schiras gefunden wurden. Auf diesen Tontäfelchen, die in elamischer Sprache verfasst sind, ist der Name der Stadt als {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).<ref>George G. Cameron: Persepolis Treasury Tablets. University of Chicago Press, 1948, S. 115.</ref> angegeben. Die altpersische Form lautete {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) und wurde durch Lautverschiebungen zum neupersischen Schirās.
Geschichte
Die Umgebung der Stadt war schon vor mehr als 2500 Jahren das Kernland des achämenidischen Persien.
Zwei mächtige altpersische Königshäuser stammen von hier: die antiken Achämeniden (559 bis 330 v. Chr.) und die Sassaniden (224 bis 651). Der achteckige Pavillon des Pars-Museums beschreibt die Region und ihre Dynastien.
Doch bereits vor der Einwanderung der Perser in die Persis existierte die Stadt. Die Tontäfelchen, die in Schiras gefunden worden sind, lassen die Vermutung zu, dass die Stadt elamischen Ursprungs ist. Städtische Größe, wirtschaftliche und politische Wichtigkeit erlangte die Stadt jedoch erst unter den Persern. Tontäfelchen aus den Verwaltungsarchiven von Persepolis aus der Zeit von Dareios dem Großen erwähnen Schiras mehrfach. Eine Tontafel des Festungsarchivs erwähnt sogar den Schatz der Stadt als Empfänger von Häuten von geschlachteten Tieren.<ref>PF 59. Richard T. Hallock: Persepolis Fortification Tablets (=Oriental Institute Publications. Band 92). Chicago 1969, S. 97. Online.</ref> Nach dem Fall des Persischen Reiches der Achämeniden und der Zerstörung von Persepolis durch Alexander übernahm Schiras die Rolle des kulturellen Zentrums der Perser.
Im Mittelalter residierten in Schiras unter anderem die islamischen Dynastien der Buyiden und Salghuriden, unter denen die Stadt wuchs und erblühte, aber auch mehrfach Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen war. Später dezimierten mongolische, türkische und afghanische Überfälle die Größe und Bevölkerung von Schiras. Erst unter Karim Khan-e Zand konnte sich die Stadt ab Mitte des 18. Jahrhunderts wieder erholen und erlebte eine neue Blütezeit, insbesondere in der Wirtschaft und Kultur. Am 20. Juni 1824 wurde die Stadt durch ein Erdbeben zerstört.<ref>Friedrich Adolph Klüber (Hrsg.): Genealogisches Staats-Handbuch. 67. Jahrgang. Verlag von Franz Varrentrapp, Frankfurt am Main 1839, S. 377 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.): „Auch Schiras ward am 20 Juni 1824 durch ein schreckliches Erdbeben verheert.“</ref> Schiras ist offiziell zur Kulturhauptstadt Irans erklärt worden.<ref>nirupars.com, Shiraz</ref> 1967 bis 1977 fand das Schiras-Kunstfestival statt. Die Bevölkerung von Schiras gilt als offen und liberal. Etwa 10.000 bis 12.000 Einwohner gehören heute der jüdischen Gemeinde an.<ref>Natalie Amiri: Zwischen den Welten. Von Macht und Ohnmacht im Iran. Aufbau, Berlin 2021, ISBN 978-3-351-03880-9; Taschenbuchausgabe ebenda 2022, ISBN 978-3-7466-4030-3, S. 75 und 130.</ref>
Sehenswürdigkeiten
In Schiras sind die zwei berühmtesten Dichter Persiens in anmutigen Mausoleen am Stadtrand begraben: Hafis und Saadi. Neben den beiden wirkte hier auch Omar Chajjam.
Sehr bedeutend ist die Freitagsmoschee (Schah-Tscheragh-Moschee; arabisch مسجد جامع {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) mit dem Schrein von Schah Tscheragh, einem Bruder des achten Imams Reza.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Zitadelle des Karim Khan. Sie wurde um das Jahr 1770 fertiggestellt und liegt im Zentrum der Stadt und diente als Regierungspalast und Wohnpalast, später als Mausoleum.
Weitere Sehenswürdigkeiten:
- Vakil-Basar
- Vakil-Moschee (persisch مسجد وکیل), erbaut 1773 unter Karim Khan
- Nasir-ol-Molk-Moschee
- Eram-Garten (die Gartenanlage Bāgh-e Eram, „Paradiesgarten“)
- Afif-Abad-Garten
- Bagh-e Narandschestan (Orangengarten) mit dem Pavillon Narandschestan-e Ghavam
- Delgoscha-Park
- Koran-Tor (ein ehemaliges Stadttor)
- Hammām-e Vakil, ehemaliges Bad, heute ein Museum
- Kirche der Heiligen Muttergottes (Schiras) von 1662
- Maharloo-See
- Gahvare-ye Did, Wartturm
- Zinat-ol-Molk-Haus (Museum)
Verkehr
Die Stadt besitzt einen Kopfbahnhof – dessen Empfangsgebäude soll das größte des Landes sein – in dem die von Teheran kommende Bahnstrecke Badrud–Isfahan–Schiras endet. In der Stadt befindet sich der internationale Flughafen Schiras. Die erste U-Bahn-Linie der Stadt wurde am 11. Oktober 2014 eröffnet.
Universitäten und Forschungseinrichtungen
- Universität Schiras
- Shiraz University of Medical Sciences
- Islamic Azad University of Shirāz
- Islamic Azad University of Marvdasht
- Shiraz University of Technology
- Shiraz University of Applied Science and Technology
- Shiraz Regional Library of Science and Technology
Söhne und Töchter der Stadt
- Saadi (um 1210–um 1292), Dichter, Philosoph und Schriftsteller
- Hafis (um 1315–um 1390), Dichter und Philosoph
- Mohammad Hasan Schirazi (1815–1895), höchster schiitischer Großajatollah im 19. Jh. (Marja-e taqlid)
- Seyyed ʿAli Muhammad Schirazi (1819–1850), bekannt als der Bab
- Mishkin-Qalam (1826–1912), Kalligraf
- Seyyed Zia al-Din Tabatabai (1888–1969), Journalist und Politiker
- Hasan Balyuzi (1908–1980), Bahai-Gelehrter
- Alī Sāmī Šīrāzī (1910–1989), Archäologe
- Gholam Reza Azhari (1912–2001), Offizier und Politiker
- Davoud Monchi-Zadeh (1914–1989), Iranist und als Gründer der faschistischen SUMKA-Partei
- Fereidoon Tavallali (1918 oder 1919–1985), Lyriker, Satiriker und Essayist
- Simin Dāneschwar (1921–2012), Schriftstellerin
- Ebrahim Golestan (1922–2023), Erzähler, Filmautor und Regisseur
- Dariush Safvat (1928–2013), Setar- und Santurspieler, Musikwissenschaftler
- Rahman Karimi (1937–2022), Dichter, Schriftsteller, Essayist und Lehrer
- Alireza Shapour Shahbazi (1942–2008), Iranologe, Historiker und Universitätsprofessor
- Amin Faghiri (Faqiri) (* 1944), Lehrer und Schriftsteller
- Firouz Naderi (1946–2023), US-amerikanischer Wissenschaftler, Direktor des NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL)
- Zahra Kazemi (1949–2003), iranisch-kanadische Fotojournalistin
- Hessam Abrishami (* 1951), Kunstmaler und Bildhauer
- Shirazeh Houshiary (* 1955), Künstlerin
- Valerie Jarrett (* 1956), US-amerikanische Politikerin, enge Beraterin von Barack Obama
- Ahmad Vahidi (* 1958), Generalmajor und Befehlshaber der Iranischen Revolutionsgarde
- Said Emami (1959–1999), Politiker
- Seyed Mohammad Oreyzi (1959–2020), Architekt und Künstler
- Nahid Persson Sarvestani (* 1960), iranisch-schwedische Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Dokumentarfilmerin
- Nader Ahriman (* 1964), Maler
- Rostam Ghasemi (1964–2022), General und Politiker
- Farshid Moussavi (* 1965), britische Architektin
- Hasan Abbasifar (* 1972), Schachspieler
- Mohammad Rasulof (* 1973), Filmemacher, Produzent und Künstler
- Mike Shariati (* 1973 oder 1974), Pokerspieler
- Ladan und Laleh Bijani (1974–2003), siamesisches Zwillingspaar
- Philipp Niewöhner (* 1975), deutscher Christlicher und Byzantinischer Archäologe
- Shahin Nasirinia (* 1976), Gewichtheber
- Ahmad Batebi (* 1977), Menschenrechtsaktivist
- Azadeh Azimi (* 1979 oder 1980), Chorleiterin, führt seit 2000 in Schiras öffentlich klassische europäische Musik auf
- Bahar Pars (* 1979), iranisch-schwedische Schauspielerin und Filmregisseurin
- Arsham Parsi (* 1980), Sprecher und Sekretär von Human Rights Affairs for the Persian Gay and Lesbian Organization
- Sara Naeini (* 1981), Sängerin in Kanada<ref>Natalie Amiri: Zwischen den Welten. Von Macht und Ohnmacht im Iran. Aufbau, Berlin 2021, ISBN 978-3-351-03880-9; Taschenbuchausgabe ebenda 2022, ISBN 978-3-7466-4030-3, S. 88–89.</ref>
- Najmeh Abtin (* 1982), Bogenschützin und Olympionikin
- Hossein Molayemi (* 1982), Filmregisseur für Animationsfilme und Drehbuchautor
- Masoud Shojaei (* 1984), Fußballspieler
- Mehrzad Madanchi (* 1985), Fußballspieler
- Omid Haji Noroozi (* 1986), Ringer
- Tooji (* 1987), norwegischer Fernsehmoderator, Sänger und Komponist
- Elnaz Kompanizare (* 1989), Hürdenläuferin
- Hossein Hosseini (* 1992), Fußballspieler
- Navid Afkari (1993–2020), Ringer
- Mohammadreza Geraei (* 1996), Ringer
- Abdolreza Zarei (* 1996), Fußballspieler
Nachbarstädte und Sehenswürdigkeiten
- Bischapur, westlich
- Marvdascht, ca. 45 km nördlich
- Firuzabad, ca. 110 km südlich
- Sepidan, Skigebiet ca. 100 km nordwestlich
- Persepolis, ca. 50 km nordöstlich
- Istachr, nordnordöstlich
- Naqsch-e Rostam, nordöstlich
Städtepartner- und -freundschaften
- Datei:Flag of the People's Republic of China.svg Chongqing, Volksrepublik China, Partnerschaft seit 2005<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chongqing Municipal Government ( des Vorlage:IconExternal vom 30. November 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- Deutschland Weimar, Deutschland, Freundschaft seit 2009<ref>Städtefreundschaften. In: weimar.de, abgerufen am 16. August 2016.</ref>
- Deutschland Dresden, Deutschland, Freundschaft seit 2018<ref>Shiraz (Iran). In: dresden.de, abgerufen am 11. März 2021.</ref>
Klimatabelle
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Literatur
- Sina Vodjani, Gabriele von Kröcher: Zarathustra. Membran International, Hamburg 2006, ISBN 3-86562-739-0, S. 230–247.
- Nasrollah Kasraian, Ziba Arshi: Our Homeland Iran. Sekké Press, Iran 1990; 10. Auflage ebenda 1998, ISBN 964-6194-91-5, Foto-Nr. 58–63.
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte von Schiras auf Nirupars.com ( vom 1. Juni 2017 im Internet Archive)
- Shiraz in der Iranchamber (englisch)
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters
archive-todaymuss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. - <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fotos und Beschreibungen von 18 Sehenswürdigkeiten in Schiras aus dem Jahr 2005 ( vom 18. Juni 2006 im Internet Archive)
Einzelnachweise
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