Zum Inhalt springen

Sanballat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 5. Januar 2024 um 03:21 Uhr durch imported>APPERbot (Bot: Normdaten korrigiert (Weiterleitende VIAF:32154196678420110943 durch VIAF:308280274 ersetzt), Groß-/Kleinschreibung der Vorlage(n) wie durch {{SEITENTITEL:}} vorgegeben).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Sanballat (in der Septuaginta auch Sanaballat vokalisiert) war Statthalter der persischen Provinz Samaria in der Mitte des 5. vorchristlichen Jahrhunderts.

Die biblische Namensform {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Sanballat, der Horoniter leitet sich aus dem Babylonischen Sin-uballit (dt. Sin hat gesund gemacht) ab.

Das biblische Buch Nehemia berichtet von Aktivitäten Sanballats gegen Nehemia beim Bau der Stadtmauer Jerusalems ca. 445 v. Chr. in 3,33 ELBff und 6,1 ELBff. Sanballat agiert dabei zusammen mit dem Ammoniter Tobija und dem Araberkönig Gaschmu, kann den Bau letztlich aber nicht verhindern. Die Elephantine-Papyri enthalten Briefe mit der Bitte um Unterstützung beim Wiederaufbau des zerstörten Tempels in Elephantine, die an seine Söhne Delajah und Schelemjah gerichtet sind.

Nach Flavius Josephus (Ant. 11,321–324) baute Sanballat (III.) mit Genehmigung und als Dank von Alexander dem Großen für die Unterstützung bei der Belagerung von Tyros einen Tempel der Samaritaner auf dem Garizim, der 128 v. Chr. durch den Hasmonäer Johannes Hyrkanos I. zerstört wurde.<ref>Bernd Kollmann: Einführung in die Neutestamentliche Zeitgeschichte. S. 20.</ref> Aber vermutlich wurde er schon von Sanballat I. erbaut.<ref>Nadav Na'aman: Art. Samaria. In: Religion in Geschichte und Gegenwart, Bd. 7. 4. Aufl. Mohr Siebeck, Tübingen 2004, Sp. 816.</ref>

Literatur

  • Karl Jaroš: Kanaan, Israel, Palästina. Verlag von Zabern, Mainz 1992, ISBN 3-8053-1345-4.
  • Bernd Kollmann: Einführung in die Neutestamentliche Zeitgeschichte. 3. erw. Aufl. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2014, ISBN 978-3-534-26319-6.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein