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Billia

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Billia
Datei:Billia colombiana (11378609234).jpg

Billia rosea

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Unterfamilie: Rosskastaniengewächse (Hippocastanoideae)
Gattung: Billia
Wissenschaftlicher Name
Billia
Peyr.

Billia ist eine Pflanzengattung mit zwei Arten innerhalb der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Der Gattungsname ehrt den österreichischen Botaniker Johann Georg Bill (1813–1870).<ref name="Burkhardt2018" />

Beschreibung

Datei:Billia sp fruit 2 Costa Rica.jpg
Kapselfrucht von Billia spec.

Erscheinungsbild und Blätter

Billia-Arten sind laubabwerfende oder immergrüne<ref name="FloraPanama" /> Bäume<ref name="Acevedo-Rodríguez2010" />,<ref name="efloraEcuador" /> die Wuchshöhen von bis zu 30 Metern erreichen.<ref name="FloraPanama" /> Die Baumkrone ist gerundet oder ausgebreitet.<ref name="FloraPanama" />

Die gegenständig angeordneten, relativ großen, Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert.<ref name="efloraEcuador" /> Die kahlen Blattstiele sind relativ lang, aber kürzer als die Blattfiedern und ihre Basis verbreitert sich und ist etwas stängelumfassend. Die zusammengesetzten Blattspreiten sind dreiteilig gefingert. Die lederigen, kahlen Blattfiedern<ref name="efloraEcuador" /> sind eiförmig oder elliptisch mit einem zugespitzten oberen Ende, dabei ist die Träufelspitze am obersten Ende stumpf.<ref name="FloraPanama" /> Die Blattränder sind glatt. Es liegt Fiedernervatur vor.<ref name="efloraEcuador" /> Die Stielchen der Blattfiedern sind kurz.<ref name="FloraPanama" /> Nebenblätter fehlen.<ref name="Acevedo-Rodríguez2010" />

Blütenstände und Blüten

Billia-Arten bilden auffällige, endständige, bis zu 25 Zentimeter lange, ährige oder verzweigte Blütenstände, die viele Blüten enthalten.<ref name="efloraEcuador" /> Die Tragblätter sind den Laubblättern ähnlich<ref name="efloraEcuador" /> und die kleinen Deckblätter hinterlassen an den Blütenstandsachsen auffällige Ringe.<ref name="FloraPanama" /> Die Blüten eines Blütenstandes sind zwittrig und eingeschlechtig.<ref name="Acevedo-Rodríguez2010" />

Die Blüten können zwittrig oder eingeschlechtig sein.<ref name="efloraEcuador" /> Die Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle.<ref name="Acevedo-Rodríguez2010" /> Die fünf freien Kelchblätter sind oft rot bis purpurfarben,<ref name="efloraEcuador" /> ungleich, eiförmig bis länglich und überlappen sich an ihrer Basis dachziegelartig.<ref name="FloraPanama" /> Die vier oder seltener fünf freien, genagelten Kronblätter sind ungleich,<ref name="Acevedo-Rodríguez2010" /> rot oder weiß mit einer gelben oder rosafarbenen Basis.<ref name="FloraPanama" /><ref name="efloraEcuador" /> An der flaumig behaarten Basis des Nagels der Kronblätter befinden sich zwei oder ein zweispaltiges Anhängsel.<ref name="Acevedo-Rodríguez2010" /> Von den 8 bis 25 Millimeter langen Kronblättern ist das obere Paar kürzer als das seitliche. Der unilaterale Diskus ist vier-<ref name="Acevedo-Rodríguez2010" /> oder dreilappig und exzentrisch<ref name="FloraPanama" />. Die sechs bis acht Staubblätter überragten die Blütenkrone weit.<ref name="Acevedo-Rodríguez2010" /><ref name="efloraEcuador" /> Die Staubfäden sind ungleich 20 bis 30 Millimeter lang und bogenförmig aufsteigend. Die gelben Staubbeutel sind drüsig am Ende der Pollenfächer.<ref name="FloraPanama" /> Die colporaten Pollenkörner sind fein gerillt.<ref name="Acevedo-Rodríguez2010" /> Meist drei,<ref name="efloraEcuador" /> selten zwei oder vier Fruchtblätter sind zu einem kahlen oder flaumig behaarten, tief-rosafarbenen, länglich-spindelförmigen, oberständigen Fruchtknoten verwachsen.<ref name="FloraPanama" /><ref name="Acevedo-Rodríguez2010" /> Je Fruchtblatt sind zwei Samenanlagen vorhanden. Der Griffel endet in einer punktförmigen Narbe.<ref name="Acevedo-Rodríguez2010" />

Früchte und Samen

Die 5 bis 8 Zentimeter langen, etwas kantigen, lokuliziden Kapselfrüchte sind ledrig, glatt oder etwas schuppig. Die Kapselfrüchte öffnen sich mit meist drei Fruchtklappen<ref name="efloraEcuador" /> und enthalten meist nur einen<ref name="Acevedo-Rodríguez2010" /><ref name="efloraEcuador" />, selten bis zu drei Samen.<ref name="FloraPanama" />

Die braunen oder schwarzen Samen weisen einen Durchmesser von 3 bis 5 Zentimetern auf.<ref name="FloraPanama" /> Auf den Samen befindet sich ein kleines, helles Hilum.<ref name="Acevedo-Rodríguez2010" />

Systematik und Verbreitung

Die Gattung Billia wurde 1858 durch Johann Joseph Peyritsch in Botanische Zeitung (Berlin), Band 16, S. 153<ref name="Peyritsch1858" /> aufgestellt. Der Name Billia <templatestyles src="Person/styles.css" />Peyr. nom. cons. wurde konserviert (Melbourne ICN Art. 14 & App. III) gegenüber dem früher veröffentlichten Homonym (Melbourne ICN Art. 53.3) Billya <templatestyles src="Person/styles.css" />Cass. nom. rej. Typusart ist Billia hippocastanum <templatestyles src="Person/styles.css" />Peyr.<ref name="Tropicos" /><ref name="GRIN" />

Die Gattung Billia gehört zur Unterfamilie Hippocastanoideae innerhalb der Familie Sapindaceae.

Das Verbreitungsgebiet reicht vom südlichen Mexiko bis nördlichen Südamerika:<ref name="Acevedo-Rodríguez2010" /> Venezuela, Kolumbien und Ecuador (in den Provinzen Bolívar, Carchi, Esmeraldas, Imbabura, Napo<ref name="CoVPoEcuador" />).

Zur Gattung Billia werden nur zwei Arten gerechnet:

  • Billia hippocastanum <templatestyles src="Person/styles.css" />Peyr. (Syn.: Aesculus mexicana <templatestyles src="Person/styles.css" />Benth. & Hook.f. ex Hemsl.): Sie ist in Zentralamerika vom südlichen Mexiko bis Costa Rica verbreitet.<ref name="FloraNicaragua" />
  • Billia rosea (<templatestyles src="Person/styles.css" />Planch. & Linden), C. Ulloa & P.M.Jørg.; Syn.: Billia columbiana <templatestyles src="Person/styles.css" />Planch. & Linden nom. illeg., Putzeysia rosea (<templatestyles src="Person/styles.css" />Planch. & Linden): Sie kommt in Costa Rica, Panama, Venezuela, Kolumbien und Ecuador vor.<ref name="Ulloa-Jørgensen2001" />

Nutzung

Besonders von Billia rosea werden Früchte und Samen in der Volksmedizin genutzt. Die Samen von Billia rosea sind gegart der Edelkastanie ähnlich.<ref name="PlantsForUse" />

Literatur

Weblinks

Commons: Billia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Billia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Peyritsch1858"> Peyritsch 1858 eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Ulloa-Jørgensen2001"> Carmen Ulloa Ulloa, Peter M. Jørgensen: Billia rosea: The Correct Name for Billia columbiana (Hippocastanaceae). In Novon, Volume 11, Issue 2, 2001, S. 287. eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Acevedo-Rodríguez2010"> </ref> <ref name="efloraEcuador"> Beschreibung der Gattung bei Gehölzen der Anden Ecuadors (spanisch) </ref> <ref name="FloraPanama"> Billia bei Tropicos.org. In: Flora of Panama (WFO). Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FloraNicaragua"> Billia bei Tropicos.org. In: Flora de Nicaragua. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="CoVPoEcuador"> Billia bei Tropicos.org. In: Catalogue of the Vascular Plants of Ecuador. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="PlantsForUse"> Datenblatt bei Plants For Use, 2008 </ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018. </ref> </references>

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