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Typ 97 Automatische Kanone

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Typ 97 Automatische Kanone
Datei:AT rifle Type 97 1.JPG
Allgemeine Information
Militärische Bezeichnung {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Produktionszeit 1937 bis 1943
Waffenkategorie Panzerbüchse
Ausstattung
Gesamtlänge 2035 mm
Gewicht (ungeladen) 52,2 kg
Lauflänge 1195 mm
Technische Daten
Kaliber 20 × 125 mm
Mögliche Magazinfüllungen 7 Patronen
Munitionszufuhr Wechselmagazin
Kadenz 12–21 Schuss/min
Ladeprinzip Gasdrucklader
Listen zum Thema

Die Typ 97 Automatische Kanone (japanisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Kyūnana-shiki jidōhō) war eine Panzerbüchse, die vom Kaiserlich Japanischen Heer während des Zweiten Weltkrieges eingesetzt wurde. Die Modellbezeichnung bezieht sich auf die Einführung im Jahr Kōki 2597, nach westlichem Kalender also 1937.<ref name="LidEins">Reiner Lidschun, Günter Wollert: Enzyklopädie der Infanteriewaffen – 1918 bis 1945 – Band 2 Bechtermünz Verlag, Augsburg 1998, ISBN 3-8289-0406-8, S. 353</ref>

Technik

Diese Waffe markiert das obere Ende der Leistungsskala der ballistischen Panzerbüchsen. Um eine möglichst hohe panzerbrechende Wirkung zu erzielen, wurde ein sehr großes Kaliber gewählt. Die Panzerbüchse arbeitete selbstladend und verschoss nur Dauerfeuer, während die damalige offizielle Bedienungsanweisung beschrieb, dass der Abzug der Waffe bei jeder Schussabgabe betätigt werden sollte.<ref name="WD">War Department (USA): Handbook on japanese military forces 1944, TM-E 30-480, S. 216</ref> Ab dem Sommer 1940 wurde der Lauf der Waffe verchromt, um dessen Haltbarkeit zu erhöhen.<ref name="Ness">Ness, Leland (2015). Rikkugun: Guide to Japanese Ground Forces 1937–1945. 2: Weapons of the Imperial Japanese Army & Navy Ground Forces. Solihull, UK: Helion, ISBN 978-1-909982-75-8, S. 92</ref>

Aufgrund der Konstruktion war die Waffe relativ schwer und groß. Es waren zwei Mann zur Bedienung und zum Transport der Waffe vorgesehen.<ref name="WD"/><ref name="LidZwei">Reiner Lidschun, Günter Wollert: Enzyklopädie der Infanteriewaffen – 1918 bis 1945 – Band 2 Bechtermünz Verlag, Augsburg 1998, ISBN 3-8289-0406-8, S. 354</ref> In der Realität musste die Waffe jedoch meist von drei, wenn nicht sogar von vier Soldaten getragen werden. Für den Transport war eine Tragevorrichtung vorgesehen. Hierbei wurden zwei Stangen, jeweils eine vorn und hinten, in dafür vorgesehene Schlitze eingeschoben, um die Waffe wie eine Bahre anzuheben.<ref name="LidZwei"/>

Hinsichtlich des Rückstoßes gibt es unterschiedliche Angaben. So soll er trotz des hohen Gewichtes, des Gasdrucklade-Mechanismus und einer Mündungsbremse besonders gering gewesen sein, da sich aufgrund der besonderen Konstruktion Rohr, Gehäuse und Pistolengriff bei jedem Schuss auf dem Unterbau nach hinten bewegt haben. Durch die vorhandenen Rückstoßfedern und -dämpfer wurde der Rückstoß auf das übliche Maß eines Gewehres reduziert. Auch wurde eine rückwärts gerichtete Stütze angebracht, um die Waffe beim Schießen zu verankern.<ref name="LidEins"/> Das Kriegsministerium der Vereinigten Staaten beschreibt den Rückstoß der Waffe jedoch als „sehr gewaltig“ (very violent).<ref name="WD"/> Bei korrekter Benutzung der Waffe ist jedoch von einem geringen Rückstoß auszugehen.

Sowohl die Konstruktion als auch das Gewicht brachten Probleme mit sich. So verblieb zum einen die Waffe nach Abgabe eines Schusses nicht treffsicher im Ziel, zum anderen konnten quer vorbeifahrende Fahrzeuge nur bedingt bekämpft werden. Denn wollte der Schütze die Visierlinie seitlich schwenken, musste er aufgrund der rückwärts gerichteten Stütze die Waffe anheben, um sie zu drehen.<ref name="LidEins"/>

Das Magazin wurde von oben eingesetzt. Damit war ein niedriger Anschlag möglich, eine Stellung hob sich nur wenig vom Boden ab und war schwer zu entdecken.<ref name="LidEins"/><ref name="WD"/> Auf eine Entfernung von 180 m konnten Stahlpanzerungen von etwa 13 mm Dicke durchschlagen werden.<ref name="LidEins"/> Nach Angaben einer japanischen Munitionstabelle aus dem Zweiten Weltkrieg konnte die Typ 97 eine Stahlpanzerung von 30 mm auf 250 m durchdringen.<ref name="NessZwei">Ness, Leland (2015). Rikkugun: Guide to Japanese Ground Forces 1937–1945. 2: Weapons of the Imperial Japanese Army & Navy Ground Forces. Solihull, UK: Helion, ISBN 978-1-909982-75-8, S. 94</ref> Welche Angabe nun korrekt ist, kann dahingestellt bleiben. Die Panzerung des M4 Sherman (Standardpanzer der USA im Zweiten Weltkrieg) betrug selbst am Heck 38,1 mm, womit die Typ 97 nur gegen leicht gepanzerte Kampfwagen effektiv sein konnte. Als Munition standen panzerbrechendes Wuchtgeschoss und Sprenggranate zur Verfügung, da die Waffe auch ungepanzerte Ziele bekämpfen sollte.<ref name="LidZwei"/>

Produktion

Die ersten Typ 97 Automatische Kanone wurden im Jahr 1937 gebaut. 1939 ging die Waffe dann mit einer Produktionszahl von 250 Stück in Serie. Im Jahr 1942 wurde die Produktion unterbrochen und im ersten Halbjahr 1943 wurden die letzten 100 Stück produziert. Insgesamt wurden 1108 Stück produziert. Der Produktionsstandort war eine Waffenfabrik in Kokura.<ref name="Ness"/>

Literatur

  • Ness, Leland (2015): Rikkugun: Guide to Japanese Ground Forces 1937–1945. 2: Weapons of the Imperial Japanese Army & Navy Ground Forces. Solihull, UK: Helion, ISBN 978-1-909982-75-8.
  • Reiner Lidschun, Günter Wollert: Enzyklopädie der Infanteriewaffen – 1918 bis 1945 – Band 2. Bechtermünz Verlag, Augsburg 1998, ISBN 3-8289-0406-8, S. 353–354.
  • War Department (USA): Handbook on japanese military forces. 1944, TM-E 30-480, S. 216 (online abrufbar).
  • Military Intelligence Division, War Department (USA): Japanese infantry weapons, Special Series, no. 19. „MODEL 97 (1937) 20-MM ANTI-TANK-RIFLE“ auf S. 170–177, 1943, ISBN 978-0-8071-2013-2.
  • Japanese infantry weapons. In: Military Intelligence Division, US-Department of War (Hrsg.): Special Series. Nr. 19, 31. Dezember 1943, OCLC 14636290 (Textarchiv – Internet Archive).
  • TM–E 30–480 Handbook on japanese military Forces. In: US-Department of War (Hrsg.): War Department technical Manual. TM–E 30–480. Washington D.C. 15. September 1944, OCLC 5039485, S. 254–255 (Textarchiv – Internet Archive).

Weblinks

Commons: Typ 97 Automatische Kanone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Schwerter und Säbel

Typ 32 Säbel • Guntō

Bajonette

Typ 13 • Typ 18 • Typ 22 • Typ 30 • Typ 1

Handwaffen

Typ 26 • Typ 4 • Typ 14 • Typ Mauser • Typ 94 • Typ Inagaki • Typ Sugiura • Nordchina Typ 19

Gewehre

Murata Typ 13 • Murata Typ 16 • Murata Typ 18 • Murata Typ 22 • Arisaka Typ 30 • Arisaka-Typ-30-Karabiner • Arisaka Typ 38 • Arisaka-Typ-38-Karabiner • Arisaka-Typ-44-Karabiner • Arisaka-Typ-97-Scharfschützengewehr • Arisaka Typ 99 • Arisaka-Typ-99-Scharfschützengewehr • TERA-Gewehr • Typ 4 Gewehr

Maschinenpistolen

Typ Be • Typ Su • Typ 100 • Beretta M1938

Leichte Maschinengewehre

Typ 11 • Typ 92 • Typ 96 • Typ 99

Schwere Maschinengewehre

Typ 38 • Typ 3 • Typ 91 • Typ 92 • Typ 92 13,2 mm • Typ 93 13,2 mm • Typ 97 • Typ 98 • Typ 1 • Typ 4

Handgranaten

Typ 10 • Typ 91 • Typ 97 • Typ 98 • Typ 99 • Typ 4

Granatwerfer

Typ 10 • Typ 89 • Typ 91 • Typ 94 • Typ 97 • Typ 100 • Typ 2

Panzerabwehr

Typ 99 Haftmine • Typ 1 Hohlladung • Typ 3 Hohlladung • Typ 4 7-cm-Panzerabwehrbüchse • Typ 5 45-mm-Panzerfaust • Stoßmine

Flammenwerfer

Typ 93 • Typ 100

Patronen

9 × 22 mm • 6,5 × 50 mm Arisaka • 7,7 × 58 mm Arisaka • 8 × 22 mm Nambu • 7 × 20 mm Nambu • 20 × 125 mm M 97

Die Reihenfolge der Waffen entspricht der zeitlichen Einführung bzw. Entwicklung
Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang
Panzerabwehrgeschütze

Typ 94 37-mm-Infanteriegeschütz/PakTyp 97 Automatische KanoneTyp 97 Rheinmetall-Typ 37-mm-PakExperimentelle Typ 97 47-mm-PakTyp 1 37-mm-PakTyp 1 47-mm-PakExperimentelle 5,7-cm-PakRaku-Go 37-mm-KanoneTyp 5 7,5-cm-PakExperimentelle 10-cm-Pak

Bordkanonen der
gepanzerten Fahrzeuge

ScharfschützenkanoneTyp 90 5,7-cm-PanzerkanoneTyp 94 37-mm-PanzerkanoneTyp 94 7-cm-PanzerkanoneTyp 97 5,7-cm-PanzerkanoneTyp 98 37-mm-PanzerkanoneTyp 99 7,5-cm-PanzerkanoneTyp 100 37-mm-PanzerkanoneExperimentelle 5,7-cm-PanzerkanoneTyp 1 37-mm-PanzerkanoneTyp 1 47-mm-PanzerkanoneTyp 3 7,5-cm-PanzerkanoneTyp 5 7,5-cm-PanzerkanoneTyp 5 10-cm-PanzerkanoneExperimentelle 47-mm-Panzerkanone (kurz)

Flugabwehrkanonen

Typ 3 8-cm-FlugabwehrkanoneTyp 10 12-cm-FlugabwehrkanoneTyp 11 7,5-cm-FlugabwehrkanoneTyp 14 10-cm-FlugabwehrkanoneTyp 88 7,5-cm-FlugabwehrkanoneTyp 88 8-cm-FlugabwehrkanoneTyp 88 10-cm-FlugabwehrkanoneTyp 88 12,7-cm-FlugabwehrkanoneTyp 89 12,7-cm-FlugabwehrkanoneTyp Vi 40-mm-MaschinenkanoneTyp 93 13,2-mm-Schweres-MaschinengewehrExperimentelle Typ 94 20-mm-Flugabwehr-MaschinenkanoneTyp 96 25-mm-MaschinenkanoneTyp 98 20-mm-Flugabwehr-Maschinenkanone8-cm-Flugabwehrkanone Typ 9810-cm-Flugabwehrkanone Typ 98Typ 99 8,8-cm-FlugabwehrkanoneTyp 1 Rh-Typ 37-mm MaschinenkanoneTyp 2 20-mm-Flugabwehr-MaschinenkanoneTyp 3 12-cm-FlugabwehrkanoneTyp 4 7,5-cm-FlugabwehrkanoneTyp 5 15-cm-Flugabwehrkanone

Infanteriegeschütze

Typ 41 7,5 cm GebirgsgeschützScharfschützenkanoneTyp 11 37-mm-InfanteriegeschützExperimentelles 7,5-cm-InfanteriegeschützTyp 92 7-cm-InfanteriegeschützTyp 94 37-mm-Infanteriegeschütz/Pakexperimentelles Typ 97 7,5-cm-Regimentsgeschütz

Feldgeschütze

7-cm-FeldkanoneTyp 31 7,5-cm-FeldgeschützTyp 38 7,5-cm-FeldgeschützTyp 41 7,5-cm-KavalleriegeschützTyp 90 7,5-cm-FeldgeschützTyp 95 7,5-cm-Feldgeschütz

Gebirgsgeschütze

7-cm-GebirgsgeschützTyp 31 7,5-cm-GebirgsgeschützTyp 41 7,5-cm-GebirgsgeschützTyp 94 7,5-cm-GebirgsgeschützBofors Typ 7,5-cm-GebirgsgeschützTyp 99 10-cm-Gebirgsgeschütz

Haubitzen

Typ 38 12-cm-HaubitzeTyp 38 15-cm-HaubitzeTyp 45 24-cm-HaubitzeTyp 4 15-cm-HaubitzeTyp-7-30-cm-HaubitzeTyp 14 10-cm-HaubitzeTyp 91 10-cm-HaubitzeTyp 96 15-cm-HaubitzeExperimentelle 41-cm-Haubitze

Kanonen

Typ 38 10-cm-KanoneTyp 41 3-inch (76.2 mm) L/40 KanoneTyp 45 15-cm-KanoneTyp 14 10-cm-KanoneTyp 89 15-cm-KanoneTyp 92 10-cm-KanoneTyp 96 15-cm-KanoneExperimentelle 10-cm-Kanone

Leichte Granatwerfer

Typ 10 50-mm-GranatwerferTyp 89 50-mm-GranatwerferTyp 98 50-mm-Mörser

Schwere Granatwerfer

25-cm-Artillerie-MörserTyp 11 7-cm-Steilfeuer-InfanteriegeschützTyp 14 15-cm-MörserTyp 93 15-cm-GranatwerferTyp 94 9-cm-GranatwerferTyp 95 15-cm.-GranatwerferTyp 96 15-cm-MörserTyp 96 30-cm-MörserTyp 97 8-cm-GranatwerferTyp 97 9-cm-GranatwerferTyp 97 15-cm-GranatwerferTyp 98 32-cm-AufsteckmörserTyp 99 8-cm-GranatwerferTyp 2 12-cm-MörserTyp 3 8-cm-GranatwerferExperimenteller Typ 3 30-cm-Mörser

Raketenwerfer

12 cm 28-rohrige RaketenkanoneTyp 4 20-cm-RaketenwerferTyp 4 40-cm-RaketenwerferTyp 4 45-cm-RaketenwerferExperimenteller 15-cm-MehrfachwerferExperimenteller 20-cm-Raketenwerfer

Belagerungskanonen

Krupp-Typ 24-cm-Haubitze28-cm-Haubitze L/10Typ 45 24-cm-HaubitzeTyp-7-30-cm-HaubitzeTyp 96 24-cm-Haubitze

Küstengeschütze
(internationale Liste)

Krupp-Typ 24-cm-Haubitze28-cm-Haubitze L/10Experimentelle 41-cm-HaubitzeTyp 33 15-cm-KüstengeschützTyp 38 12-cm-KüstengeschützTyp 38 20-cm-KüstengeschützTyp 41 8-cm-SchiffsgeschützTyp 3 12-cm-SchiffsgeschützTyp 3 14-cm-SchiffsgeschützTyp 3 15,5-cm-SchiffsgeschützTyp 3 41-cm-SchiffsgeschützTyp 11 12-cm-Schiffsgeschütz

Eisenbahngeschütze
(internationale Liste)

Typ 90 24-cm-Eisenbahngeschütz

Die Reihenfolge der Waffen entspricht der zeitlichen Einführung bzw. Entwicklung
Vorlage:Klappleiste/Ende