Ipse
Ipse Hansestadt Gardelegen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(117)&title=Ipse 52° 30′ N, 11° 23′ O
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| Höhe: | 49 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 4,79 km²<ref name="HOB-12" /> | |||||
| Einwohner: | 117 (31. Dez. 2022)<ref name="EW-2022" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 24 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 20. Juli 1950 | |||||
| Eingemeindet nach: | Gardelegen | |||||
| Postleitzahl: | 39638 | |||||
| Vorwahl: | 03907 | |||||
Lage von Ipse in Sachsen-Anhalt
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Ipse ist ein Ortsteil der Hansestadt Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt, Deutschland.
Geografie
Ipse, ein Straßendorf mit Kirche,<ref name="HOB-12" /> liegt 3,5 Kilometer südlich der Gardelegener Altstadt in der Niederung der Milde in der Altmark. Es ist umgeben von Feldern und Wiesen und grenzt unmittelbar an das große Waldgebiet Colbitz-Letzlinger Heide. Die Hoppenmühle liegt einen Kilometer südwestlich des Dorfes.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref> Etwa einen Kilometer südlich liegt die zum Ortsteil gehörende Drögemühle.<ref name="OT-LSA-2013" />
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Im Jahr 1238 wird Ipse als Ipizse iuxta Gardeleven duo moledina erstmals urkundlich erwähnt, als Graf Siegfried von Osterburg Dörfer und Besitz in der Altmark, mit denen er vorher vom St. Ludgerikloster Helmstedt belehnt worden war, dem Abt Gerhard von Werden und Helmstedt überschreibt.<ref name="JBAGV-1841" /> Weitere Namensnennungen sind 1429 ypecze, 1465 Yptz, 1687 Ipzee, 1775 Ipse<ref name="HOB-12" /> oder Iptze<ref name="Büsching 1775" /> sowie 1804 Ipse und Ipze.<ref name="Bratring-1" />
Die Angabe von Wilhelm Zahn, dass der Ort ein Lehen derer von Bartensleben gewesen wäre,<ref name="Zahn-1928" /> bestätigen die Angaben des Historikers Peter P. Rohrlach nicht.<ref name="HOB-12" />
Am 20. Juli 1950 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ipse in die Stadt Gardelegen eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" />
Einwohnerentwicklung
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946:<ref name="HOB-12" />
Religion
Die evangelischen Christen der Kirchengemeinde Ipse gehörten früher zur Pfarrei Kloster Neuendorf.<ref name="Almanach1903" /> 1930 erfolgte eine Zuordnung der Kirchengemeinde zur Pfarrei Berge und 1964 zur Pfarrei Gardelegen.<ref name="HOB-12" /> Die Kirchengemeinde Ipse gehört heute zum Pfarrbereich Gardelegen im Kirchenkreis Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Ipse stammen aus dem Jahre 1671.<ref name="Machholz" />
Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Hildegard in Gardelegen im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kirche
In der Ortsmitte steht die evangelische Dorfkirche mit einem Friedgarten.<ref name="HP" /> An ihr sind Reste der historischen Putztechnik Pietra Rasa sichtbar.<ref>Die Kirche in Ipse war einst bunt. In: Volksstimme Gardelegen. 8. November 2022, S. 15.</ref> Sie ist ein Feldsteinbau mit Backsteinteilen, aus einem rechteckigen Schiff mit kurzem eingezogenen Rechteckchor, über breiten, im Innern als Sockel erscheinenden Mauern eines romanischen Baus, der wohl in spätgotischer Zeit entstanden ist.<ref name="HOB-12" /> Besonders erwähnenswert sind die spätgotischen Malereien im Chor. Erst nach 1960 wurde ein mit Ranken begrenzter Fries mit Passionsszenen im Osten (Dornenkrönung, Beweinung, Kreuzigung Christi) und die Auferstehung Christi im Süden, aufgedeckt.<ref name="Ipse-Verein">Dorfkirche zu Ipse. Vorschlag Kirche des Monats Juni 2016. 17. Mai 2016 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dorfkirche zu Ipse ( vom 26. Dezember 2018 im Internet Archive)).</ref> Im Westen der Kirche ist eine Empore aus dem Jahr 1686 eingebaut. Im südlichen Fachwerkvorbau sind zwei Inschriftgrabsteine des 17. Jahrhunderts erhalten.
Mühlen
Die Hoppenmühle und die Drögemühle sind alte Wassermühlen direkt am Flüsschen Milde. Sie stehen unter Denkmalschutz.
Vereine
Anfang 2016 wurde der Verein Ipse excitare e. V. gegründet, der gemeinsam mit der Kirchengemeinde die Dorfkirche Ipse nutzt und sie bei der Erhaltung und Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes unterstützt.<ref name="Ipse-Verein" />
Weblinks
- Ipse. In: gardelegen.de. Hansestadt Gardelegen
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Einzelnachweise
<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 275, Abs. 6 (PDF).</ref>
<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 20. Februar 2022.</ref>
<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Hrsg.: Berlin. 1804, S. 378 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Büsching 1775">Anton Friedrich Büsching: Vollständige Topographie der Mark Brandenburg. Verlag der Buchhandlung der Realschule, Berlin 1775, S. 129 (Digitalisat).</ref>
<ref name="EW-2012">Einwohnerentwicklung 2012 in den Ortsteilen. In: Volksstimme Magdeburg. 1. Mai 2013 (volksstimme.de [abgerufen am 20. Februar 2022]).</ref>
<ref name="EW-2022">Elke Weisbach: Die Kurve zeigt wieder nach oben. In: Gardelegener Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger. 24. Januar 2022, DNB 1047268027, S. 13.</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="HP">Ipse. In: gardelegen.de. Hansestadt Gardelegen, abgerufen am 29. Januar 2023.</ref>
<ref name="JBAGV-1841">Peter Wilhelm Behrens: Graf Siegfried von Osterburg und Altenhausen resigniert viele Dörfer und Grundstücke in der Altmark 1238. In: Jahresberichte des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte. 4. Jahresbericht, 1841, S. 47 (altmark-geschichte.de [PDF]).</ref>
<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Gardelegen. Abgerufen am 26. Dezember 2018.</ref>
<ref name="OT-LSA-2013">Verzeichnis Gemeinden und Gemeindeteile. Gebietsstand: 1. April 2013 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Verzeichnisse / 003. Nr. 2013). Halle (Saale) Mai 2013, S. 28 (destatis.de [PDF; 1,6 MB; abgerufen am 24. August 2019]).</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
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