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Markus Peichl

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Markus Peichl (* 26. Juni 1958 in Klosterneuburg bei Wien) ist ein aus Österreich stammender Journalist, Produzent und Medienunternehmer, der vor allem als Gründer der Zeitschrift Tempo bekannt wurde.

Leben und Werk

Markus Peichl wurde 1958 in Klosterneuburg (Niederösterreich) geboren und wuchs in einer künstlerisch geprägten Familie auf. Sein Vater Gustav Peichl war ein bekannter Architekt und Karikaturist, während seine jüngere Schwester Ina Peichl für ihre Arbeit als Kostümbildnerin den Bundesfilmpreis erhalten hat. Peichl studierte Jura in Wien. Während des Studiums und auch noch danach war er freier Mitarbeiter beim ORF und bei der Tageszeitung Kurier.

Von 1982 bis 1985 war er Chefredakteur bei der Zeitschrift Wiener. 1985 gründete er zusammen mit Lo Breier, der zuvor auch schon mit ihm beim Wiener war, das Zeitgeist-Magazin Tempo, dessen Chefredakteur Peichl bis 1990 war. Aus dieser Zeit ist sein Motto überliefert: „Ein pünktliches Heft kann jeder Depp machen“<ref>https://www.sueddeutsche.de/politik/profil-markus-peichl-1.3646119</ref> – womit er häufig überschrittene Abgabetermine entschuldigte. Danach arbeitet er als freier Medienberater und TV-Produzent, wobei er u. a. die Formate 0137 (Talkshow auf Premiere) und Das wahre Leben (Doku-Soap auf MTV) entwickelte. Neben seiner Arbeit für Fernsehsender wie Sat.1, ARD und arte und Zeitschriftenverlage wie G+J und Burda produzierte er seit 1995 mehr als 150 Musikvideos, u. a. für Xavier Naidoo und Schiller.<ref>Judka Strittmatter: Niemand muß lila Haare haben oder Tattoos (Interview mit Markus Peichl). In: Berliner Zeitung. 28. Mai 1994, abgerufen am 10. Juni 2015.</ref>

Für seine Arbeit Über einen, der sitzt in Tempo wurde er 1985 mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet.<ref>Egon-Erwin-Kisch-Preis: Alle Preisträger im Überblick. In: Stern.de. 1. Juli 2003, abgerufen am 10. Juni 2015.</ref>

Von 2003 bis 2007 war Peichl Redaktionsleiter und Producer der ARD-Talksendung Beckmann. Daneben leitet er seit 2002 die LeadAcademy für Mediendesign, die sich für die Förderung visueller Qualität im Print- und Online-Markt einsetzt und den LeadAward vergibt.<ref>Markus Peichl: Totgesagte leben länger. Vortrag im Symposium zu den LeadAwards 2006, gehalten am 15. März 2006.</ref> Im Dezember 2007 lancierte Peichl das Magazin Liebling,<ref>Nils Minkmar: Kulturmagazin „Liebling“: Leander Haußmann rasiert sich mit dem blanken Messer. In: FAZ. 4. Dezember 2007, abgerufen am 10. Juni 2015.</ref> das im November/Dezember 2008 zuletzt erschien.<ref>Peter Luley: Liebling, was nun? In: Süddeutsche Zeitung, 27. August 2009</ref> Seit 2011 ist er Geschäftsführer der von seinem Lebensgefährten Andreas Osarek betriebenen Galerie Crone in Berlin-Kreuzberg. Peichl lebt in der von Leo Nachtlicht entworfenen Villa Perlis in Potsdam-Sacrow, die für die Dreharbeiten von Weissensee als Kulisse genutzt wurde.<ref>"Weissensee": Die Geheimnisse der TV-Villa. Abgerufen am 11. September 2019.</ref><ref>programm ARD de-ARD Play-Out-Center Potsdam, Potsdam Germany: rbb Kultur - Das Magazin. Abgerufen am 11. September 2019.</ref> Im März 2012 wurde er Redaktionsleiter der (im Juni des gleichen Jahres eingestellten) ARD-Vorabendshow Gottschalk Live.<ref>http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/114736-ex-tempo-macher-markus-peichl-wird-redaktionsleiter-von-gottschalk-live.html</ref>

Seit 2011 ist er Geschäftsführer der 1982 von dem Hamburger Kunsthändler Ascan Crone und Mechthild von Dannenberg gegründeten Galerie Crone<ref>Hajo Schiff: Streben nach Weltniveau. In: Die Tageszeitung: taz. 11. März 1999, ISSN 0931-9085, S. 23 (taz.de [abgerufen am 8. November 2022]).</ref>. Es bestehen Niederlassungen in der Fasanenstraße (Berlin) und seit 2017 am Getreidemarkt (Wien).<ref>Markus Peichl. Abgerufen am 8. November 2022.</ref><ref>Galerie Crone in Berlin: Die erstaunlichen Wandlungen des Markus Peichl. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 8. November 2022]).</ref>

Weblinks

Einzelnachweise und Fußnoten

<references/>

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