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Bruno Werntgen

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Datei:Bn-nordfriedhof-werntgen.jpg
Grab von Bruno Werntgen auf dem Nordfriedhof in Bonn<ref>Bei dem auf dem Grabstein angegebenen Geburtsdatum „GEB 20.3.1893“ handelt es sich möglicherweise um eine Verwechslung mit dem Taufdatum. Laut Geburtsurkunde ist das Geburtsdatum der 17. März 1893.</ref>

Willi Bruno Werntgen (* 17. März 1893 in Beeck (Duisburg);<ref>Laut Faksimile der Geburtsurkunde in Wirtz / Probst: Tony und Bruno Werntgen. S. 15.</ref> † 25. Februar 1913 in Hangelar) war ein deutscher Flugpionier und Fluglehrer.

Bruno wurde als Sohn des Kaufmanns Mathias Buschmann geboren. Seine Mutter war die Flugpionierin Tony Werntgen (1875–1954), die als erste Frau in Deutschland funktionierende Flugapparate produzierte. Bruno Buschmann studierte im Jahr 1909 ein Semester Maschinenbau am Technikum Mittweida.<ref>Wirtz / Probst: Tony und Bruno Werntgen. S. 14, 17.</ref><ref>Jan-Peter Domschke, Sabine Dorn, Hansgeorg Hofmann, Rosemarie Poch, Marion Stascheit: Mittweidas Ingenieure in aller Welt. Mittweida 2014, S. 132.</ref> Am 14. Mai 1910 erhielt Willi Bruno Buschmann die Erlaubnis, den Geburtsnamen seiner Mutter als Familiennamen zu führen.<ref>Laut standesamtlichem Vermerk vom 6. Juni 1910 auf seiner Geburtsurkunde.</ref>

Mit 16 Jahren galt Werntgen als damals jüngster Flieger der Welt. Bereits als Fluglehrer tätig, erwarb er am 13. Dezember 1910 in Berlin-Johannisthal den 40. deutschen Pilotenschein. Er war die Seele des Flugunternehmens, das seine Mutter in Köppern im Taunus (heute Friedrichsdorf), später in Köln-Merheim und anschließend in Hangelar bei Bonn betrieb.

Am 1. Mai 1911 absolvierte der Sohn einige Flugrunden vor Zuschauern, später flog auch seine Mutter als Passagierin mit. Bruno Werntgen, für den als „jüngsten Piloten der Welt“ geworben wurde, nahm in der Folge reichsweit an zahlreichen Flugwettbewerben und -schauen teil und gewann auch Preise.<ref>Wirtz / Probst: Tony und Bruno Werntgen. S. 31 ff.</ref> Bei Flugschauen im Rheinland galt er oft als Hauptattraktion. Im Dezember 1911 jedoch wurden die Flugübungen durch die Militärverwaltung verboten, da eine potentielle Spionage aus der Luft befürchtet wurde.<ref>Jörg-M. Hormann, Evelyn Zegenhagen: Deutsche Luftfahrtpioniere 1900–1950. Delius Klasing, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-7688-2484-2, S. 152.</ref>

Bei der Erprobung einer eigenen Neukonstruktion verunglückte er tödlich auf der Hangelarer Heide, wo später der Flugplatz Bonn/Hangelar entstand.<ref name="FLIGHT, March 8, 1913"/> In der Nähe des Flugplatzes, welcher heute auf dem Stadtgebiet von Sankt Augustin liegt, ist eine Straße nach ihm benannt. In Koblenz, wo er 1911 auf dem Flugfeld Koblenz-Karthause die Hauptattraktion einer Flugschau war, ist die Werntgenstraße nach ihm benannt.

Literatur

  • Paul Wirtz, Ernst Probst: Tony und Bruno Werntgen. Zwei Leben für die Luftfahrt. GRIN Verlag für akademische Texte, München 2011, ISBN 978-3-640-94952-6. (Book-on-Demand)

Weblinks

Commons: Bruno Werntgen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references>

<ref name="FLIGHT, March 8, 1913">Fatalities In Germany. (PDF) In: FLIGHT, MARCH 8, 1913. Flightglobal.com, 8. März 1913, S. 292, abgerufen am 27. Juli 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „While testing, on the 26th ult., a machine built by himself at Cologne, Werntgen fell from a height of 60 metres and received fatal injuries.“</ref>

</references>

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