Russland.news
| Russland.news – die Internet-Zeitung
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|---|---|
| Beschreibung | Onlinezeitung |
| Sprache | Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value) |
| Verlag | Russland.ru Verlag UG (Deutschland, bis 2017: Russland) |
| Hauptsitz | Hannover (bis 2017: Tarusa) |
| Erstausgabe | 1999 (als russland.RU bis 2016) |
| Gründer | Gunnar Jütte, Ulrich Kreuzenbeck, Michail Sacharow |
| Erscheinungsweise | täglich |
| Chefredakteur | Ulrich Berger |
| Herausgeber | Gunnar Juette |
| Weblink | russland.news<ref>„Nicht sicher!“</ref> |
Russland.news (Eigenschreibweise: russland.NEWS, bis Juni 2016 russland.RU)<ref name="russland.news">russland.RU wird russland.NEWS und werbefrei. In: russland.news – russland.RU. (russland.news [abgerufen am 8. März 2017]).</ref> ist eine seit 1999 bestehende deutschsprachige Onlinezeitung über Russland, die in Hannover erscheint.<ref name=":0">http://www.russland.news/impressum/</ref> Nach eigener Darstellung war sie zeitweise das größte von den russischen Staatsmedien unabhängige Onlinemedium über Russland in den sozialen Netzwerken auf Deutsch.<ref>„In“ in Deutschland: Nachrichten „Made in Russia“. In: russland.news – russland.RU. (archive.today [abgerufen am 8. März 2017]).</ref> Als eigenes Angebot betreibt Russland.news seit 2007 das Webfernsehen Russland.tv. Bis 2017 war Russland.news in Tarussa (Russland, Oblast Kaluga) beheimatet und als Massenmedium registriert.<ref>n-tv Nachrichten: Die Mär vom "Referendum" in Venedig. Abgerufen am 15. Januar 2023.</ref>
Geschichte
Frühe Jahre (1996–2006)
Russland.ru ging nach einer dreijährigen Vorlaufzeit mit unregelmäßigen Nachrichtenveröffentlichungen 1999<ref name="ostexperte.de">Man muss das Land kennen, um es zu kritisieren. In: Ostexperte. (ostexperte.de [abgerufen am 23. April 2019]).</ref> als erste deutschsprachige russlandbezogene Internetzeitung online und hatte ursprünglich den Namen Das Moskauer Stadtjournal. Sie war zu dieser Zeit im Wesentlichen ein Projekt in Russland lebender Auslandsdeutscher aus Moskau und Tarusa. Die Zeitung präsentiert seitdem tagesaktuelle Informationen aus Russland in deutscher Sprache. Den Namen „Russland.ru“, den sie bis 2016 führte, erhielt die Zeitung im Herbst 2002. Zwischen 2000 und 2003 war die deutsch-russische Presseagentur „RUFO“ unter der Leitung von Gisbert Mrozek Partner von russland.RU, der damals auch für Spiegel Online schrieb<ref name="SPON-203787">Gisbert Mrozek: Flugzeug-Crash: Tupolew-Crew soll schlafende Fluglotsen vor Kollision gewarnt haben. In: Spiegel Online. 4. Juli 2002, abgerufen am 15. Mai 2020.</ref><ref name="SPON-203569">Baschkortostan: Am Bodensee starben die Kinder der Elite. In: Spiegel Online. 2. Juli 2002, abgerufen am 15. Mai 2020.</ref>. 2003 kam es zu einem Streit und zur Trennung. RUFO betrieb danach bis 2016 die dann eingestellte Konkurrenzzeitung Russland-Aktuell. Eine Folge der Spaltung war ein mehrjähriger Rechtsstreit unter anderem um die Hauptdomain der Onlinezeitung, die von der russischen Justiz im Herbst 2004 zu Gunsten der Betreiber aus Tarusa entschieden wurde.<ref>russland.RU. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. März 2017.</ref>
2003 begann „Russland.ru“ eine Kooperation mit der russischen staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti unter dem Moto Nachrichten gegen den Mainstream der deutschen Presse. Einen Anteil der Artikel stellte als Folge dessen bis 2009 der deutsche Dienst von RIA Novosti. Ein weiterer stammt von der französischen Nachrichtenagentur AFP sowie den Georgien-Nachrichten<ref>Startseite von russland.RU, Nachrichtenquellen</ref> und regionalen Partnern in russischen Städten. Ende 2003 hatte die Seite erstmals mehr als eine Million Seitenaufrufe.
Im März 2004 wurde Russland.ru beim russischen Presseministerium als Massenmedium registriert. In den folgenden beiden Jahren verdoppelte sich jeweils die Zugriffszahl auf die Zeitung und ihre Projekte<ref>russland.RU (Datum unbekannt): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Leser kommen aus Berlin ( vom 27. März 2008 im Internet Archive), abgerufen am 23. Mai 2008</ref> und erreichte im Februar 2005 vier Millionen Seitenaufrufe.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />russland.RU vom 1. März 2005: Der Februar war ein Rekordmonat für russland.RU ( vom 8. August 2007 im Internet Archive)</ref> In der Folgezeit schrieben Sachbuchautoren<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Impressum von russland.RU, u. a. Kai Ehlers ( vom 5. März 2008 im Internet Archive)</ref> und auf Russland spezialisierte Wissenschaftler für das Onlinemagazin. Es konnte seine Marktführerschaft behaupten und wurde auch von größeren Medien zitiert.<ref>Redaktion: Gerüchte um Iran-Verbindung. In: derstandard.at. 4. Januar 2007, abgerufen am 15. Mai 2020.</ref>
Internet-TV und Änderung Ausrichtung (2007–2014)
Im Herbst 2007 wurde von Russland.ru ein Videoportal als Internet-TV unter dem Namen Russland.tv gegründet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />russland.RU vom 24. September 2007: Russland.ru startet Russland.tv ( vom 29. Dezember 2008 im Internet Archive)</ref> Es präsentierte Filmclips aus Russland in den Bereichen Politik, Kultur, Reisen und Wirtschaft. Weiterhin wurden Themen aus Deutschland mit Russlandbezug (z. B. Integration der Spätaussiedler) behandelt.<ref name="russland.tv">Russland.tv – Audio und Video aus Russland</ref> Ein Teil der veröffentlichten Filme bestand von 2009 bis 2013 in deutschsprachigen Produktionen aus Filmmaterial von Russia Today.<ref name="russland.tv" /> Weitere Berichte wurden von eigenen Teams in Deutschland und Russland gedreht bzw. von anderen Zulieferern gestellt. 2007 bis 2012 betrieb rusland.RU die Spätaussiedler-Community Russen-Chat<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Russland.ru vom 17. September 2007: Russland.ru hat Zuwachs bekommen ( vom 29. Dezember 2008 im Internet Archive)</ref>
Anfang 2009 hat russland.RU seine Zusammenarbeit mit RIA Nowosti im Zuge einer Distanzierung von der russischen Regierungspresse beendet. Videobeiträge wurden nur noch selbst produziert, ebenso Newsbeiträge.<ref>Stellungnahme des Herausgebers Gunnar Jütte vom 29. Januar 2009</ref> Die Videoredaktion wurde erweitert.<ref>russland.RU. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 8. März 2017. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Neben Nachrichtenclips zur Tagespolitik handelte es sich vor allem um Infotainment-Beiträge.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Schwerpunkte bildeten Politik und Sport. 2010 wurde russland.TV für den Deutschen IPTV-Award des Deutschen IPTV-Verbands als innovativstes Format nominiert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />russland.RU vom 28. Oktober 2010: Russland.TV nominiert für Deutschen IPTV-Award ( vom 16. Oktober 2012 im Internet Archive)</ref> 2009 begründete russland.RU Partnerschaften mit der deutschsprachigen Onlinezeitung Sankt Petersburger Herold<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink ( vom 31. Mai 2009 im Internet Archive)</ref> und 2010 mit YouTube.<ref>russland.RU – altes Archiv. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. März 2017.</ref> Es präsentierte ausgewählte Filme als Videopodcast im iTunes Store.<ref>russland.TV-Videopodcast bei Apple</ref> 2011 war russland.TV erneut nominiert für den Deutschen IPTV-Award.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Deutscher IPTV-Verband ( vom 10. Juni 2012 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Deutscher IPTV-Verband ( vom 2. Januar 2012 im Internet Archive)</ref>
2013 wurden neue Portale in Betrieb genommen.<ref>Einstiegsseiten</ref> Zeitweise existierte eine Partnerschaft mit der Informationsagentur Kaliningrad Domizil.<ref>Informationsagentur Kaliningrad-Domizil informiert über die Zusammenarbeit mit russland.tv und russland.ru Kaliningrad-domizil. Abgerufen am 8. März 2017.</ref> Ab 2013 werden auch Videos anderer Anbieter auf den eigenen Seite eingebettet<ref>russland.RU. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Dezember 2013; abgerufen am 8. März 2017.</ref>, die Videos jedoch nicht mehr auf einem eigenen Server, sondern nur noch über YouTube angeboten. russland.RU übernahm die Online-Präsentation des Partnerlandes Russland bei der Hannover-Messe 2013<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Homepage Partnerland Russland ( vom 20. Juli 2013 im Internet Archive)</ref> und errichtete zu gleicher Zeit weitere eigene Seiten in sozialen Netzwerken.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />"russland.RU verbreitet sich im Web2.0" in russland.RU ( vom 19. Juli 2013 im Internet Archive) vom 1. Juli 2013</ref> Auch 2013 wurde russland.TV für den Deutschen IPTV-Award nominiert<ref>Award12. In: Deutscher IPTV Verband e. V. 28. Februar 2015, abgerufen am 8. März 2017.</ref>
2014 führte russland.RU eine eigene Berichterstattung von den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi<ref>http://www.sotschi-2014.ru/</ref> durch, die eine kritische Beobachtung deutscher Berichte einschloss. Jedoch grenzt sich die Zeitung ab 2013 durch Beiträge etwa über die Internetzensur in Russland<ref>Internet-Zensur in Russland [Video]. In: russland.news – russland.RU. (russland.ru [abgerufen am 8. März 2017]).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Blogsphäre Russland: Vkontakte-Gründer Pawel Durow widersetzt sich Zensur ( vom 9. März 2017 im Internet Archive)</ref> oder kritische Analysen zur Regierungspolitik<ref>Donbass: Russlands Glaubwürdigkeitsproblem. In: russland.news – russland.RU. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Donbass: Russlands Glaubwürdigkeitsproblem ( vom 9. März 2017 im Internet Archive)</ref> und Meinungsfreiheit im Land<ref>Chefredaktorin von “Lenta.ru” entlassen – Redaktion protestiert gegen Zensur. In: russland.news – russland.RU. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chefredaktorin von “Lenta.ru” entlassen – Redaktion protestiert gegen Zensur ( vom 7. Juli 2014 im Internet Archive)</ref><ref>Ukraine-Konflikt Maulkorb überall. In: russland.news – russland.RU. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ukraine-Konflikt Maulkorb überall ( vom 9. März 2017 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Meinungsfreiheit in Russland und Deutschland ( vom 9. März 2017 im Internet Archive)</ref> zunehmend von russischen regierungsnahen Medien ab, die sie auch wegen ihrer Zusammenarbeit mit deutschen Rechtspopulisten kritisierte.<ref>Deutsche Bärendienste für Frieden mit Russland. In: russland.news – russland.RU. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Deutsche Bärendienste für Frieden mit Russland ( vom 9. März 2017 im Internet Archive)</ref> Bei russland.TV kooperierte die Onlinezeitung ab Ende 2014 mit Moderatorinnen mit eigenen Sendeformaten.<ref>russland.TV – russland.verstehen mit Anna und Anna [Video]. In: russland.news – russland.RU. (russland.ru [abgerufen am 8. März 2017]).</ref>
Weitere Themenschwerpunkte setzte russland.RU bei der Berichterstattung über den Russisch-Ukrainischen Krieg und die russische Beteiligung am Syrienkrieg.<ref>Ukraine – Special. In: russland.news – russland.RU. (archive.org [abgerufen am 8. März 2017]).</ref> 2014 bis 2017 wurde der langjährige Chefredakteur Hans-Ullrich Berger vorübergehend durch Michael Barth ersetzt<ref name="russland.ru"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>.
Russland.direct und andere Newsformate (2015–2020)
Ab 2015 wurden die Moderatorinnen bei russland.TV durch lokale russische Redakteurinnen ersetzt, die selbst ihre Inhalte einbrachten und aus ihren Heimatstädten Moskau und Sankt Petersburg berichteten.<ref>Für uns neu in Moskau: Julia Dudnik. In: russland.news – russland.RU. (archive.org [abgerufen am 8. März 2017]). <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Für uns neu in Moskau: Julia Dudnik ( vom 27. März 2017 im Internet Archive)</ref> Die Haupt-Nachrichtensendung Russland.direct erschien dabei 2015–2020 wöchentlich und wurde zum wichtigsten Format der Onlinezeitung<ref>https://neue-debatte.com/2020/02/10/backstage-mit-julia-dudnik-wie-russland-direct-funktioniert/</ref>. Hier wurden Fachleute für internationale Beziehungen, Politiker und Journalisten interviewt (s. u. „Gäste in Beiträgen“). Von 2016 bis 2020 war für die Sendung und ihre Moderation die Moskauer Journalistin Julia Dudnik, Master-Absolventin des MGIMO verantwortlich. 2020 wurden mehrere ihrer am Ende etwa 250 Beiträge<ref>http://www.russland.news/hoehepunkte-aus-200-ausgaben-russland-direct-mit-video-classics/</ref> auch in russischer Sprache produziert<ref>http://www.russland.news/presse-rd/</ref>. Ein ähnliches, regelmäßiges Format mit leichteren Beiträgen zu Land und Leuten namens Russland.life wurde in Sankt Petersburg hergestellt<ref>https://mdz-moskau.eu/natasha-deutsch-online-fenster-zur-russischen-provinz/</ref>.
Im Februar 2016 verstarb der Herausgeber der englisch- und norwegischsprachigen Ausgabe Ulrich Kreuzenbeck, so dass Gunnar Juette nun alleiniger Herausgeber ist. Die fremdsprachigen Ausgaben wurden 2016 eingestellt. Das verbliebene russischsprachige Angebot findet sich auf der deutschen Seite<ref>Impressum. In: russland.news – russland.RU. (russland.news [abgerufen am 8. März 2017]).</ref> Mitte 2016 führte Russland.RU als Namen für die Onlinezeitung russland.NEWS ein, während russland.RU zur Dachmarke für alle Projekte wurde.<ref name="russland.news" /> Von 2017 bis 2020 betrieb die Zeitung einen politischen Audio-Podcast<ref>http://www.russland.news/bundestagswahl-moskauer-echo-audio-podcast/</ref> und gründete den Russland.RU-Verlag in Hannover, wodurch sich ihr Erscheinungsort nach Deutschland verlagerte.<ref name=":0" /> 2018 übernahm der Russland.RU-Verlag das Portal Russland kontrovers<ref>http://russlandkontrovers.de/</ref>, dessen Inhalt aus Analysen von Experten besteht.<ref>http://russlandkontrovers.de/experten/</ref>
Einschränkung der Arbeit (ab 2021)
Zum Jahreswechsel 2020/2021 wurde die Videoredaktion aufgelöst, nachdem ihre bisherigen Mitglieder nicht länger bei der Onlinezeitung beschäftigt waren<ref name="ReferenceA">http://www.russland.news/ein-frohes-neues-jahr-2021-von-der-russland-news-redaktion/</ref>. Die Produktion von Videobeiträgen wurde einige Jahre lang erheblich gedrosselt, regelmäßige News-Formate und der Audio-Podcast eingestellt<ref>http://www.russland.news/russlands-corona-jahreswechsel-video/</ref>. Die Zeitung wollte sich danach auf Hintergrundanalysen<ref name="ReferenceA" /> und Wirtschaftsnachrichten konzentrieren. Im Zuge der neuen russischen Mediengesetze im März 2022 hat die Zeitung ihre politische Berichterstattung zum Schutz ihrer Mitarbeiter in der Breite stark eingeschränkt<ref>http://www.russland.news/strafrechtliche-verantwortung-fuer-falschmeldungen-ueber-russisches-militaer-verschaerft/</ref>. Die tiefere Ursache ist, dass vor allem in Russland lebende Mitteleuropäer für die Zeitung arbeiten. Die Hintergrundanalysen auf Russlandkontrovers wurden zeitweise ausgesetzt<ref>http://www.russlandkontrovers.com/russlandkontrovers-wieder-geoeffnet#more</ref>. Neue Beiträge auf Russisch werden seit 2022 ebenfalls nicht mehr angeboten.
Im Herbst 2025 wurde von der Onlinezeitung wieder eine Videoproduktion in größerem Umfang aufgenommen. Diese besteht nun jedoch mehrheitlich aus deutschsprachigen Übersetzungen von russisch-regierungsamtlichem Bildmaterial sowie aus KI-unterstützen Videos und steht nicht im Zusammenhang mit den früheren Mitgliedern der Videoredaktion.<ref>https://www.youtube.com/@RusslandTV/videos</ref>
Redaktion
Struktur
Bis 2020 gab es eine Redaktion für Artikel unter dem Chefredakteur („Russland.news“) sowie eine dreiköpfige Videoredaktion („Russland.tv“).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref><ref>Russland.tv. In: russland.news – russland.RU. (russland.tv [abgerufen am 8. März 2017]).</ref> Die Ende 2020 aufgelöste Videoredaktion verwaltete einen YouTube-Channel mit (Stand Anfang 2026) 90.000 Abonnenten, der fortbesteht.<ref>russland.RU. Abgerufen am 28. Januar 2026.</ref> Weiterhin unterhält die Zeitung unter den Namen Russland.capital und Russlandkontrovers Fachausgaben mit Wirtschaftsnachrichten sowie Expertenmeinungen. Eigene Auftritte hat Russland.NEWS bei Facebook und Twitter.
In früheren Jahren betrieb die Onlinezeitung die nun eingestellten Seiten Kasachstan.kz, Russland.reisen und Sotschi 2014.ru, die früheren Jugendprojekte Russland.cool und Russenchat sowie englisch- und norwegischsprachige Ausgaben. Die Zeitung finanziert sich über Werbeeinnahmen, Spenden, Provisionen (u. a. Produktplatzierung) und einen Onlineshop<ref>russland.TV Shop | Russland.tv Shop. (russland.tv [abgerufen am 30. April 2019]).</ref>. Die Zeitung befindet sich seit 2017 im Eigentum des russland.RU Verlags in Hannover, davor in dem des Herausgebers Gunnar Jütte<ref>Heiße Neuigkeiten bei russland.TV [Video]. In: russland.news – russland.RU. (russland.news [abgerufen am 8. März 2017]).</ref>.
Zielsetzung
Russland.news pflegte bis 2022 eine Berichterstattung, die der von großen deutschen und staatlich-russischen Medien kritisch gegenüberstand, bis die geänderten russischen Mediengesetze die Zeitung zu einer Einschränkung der politischen Berichte zwangen.
Die deutschen wurden durch die Zeitung kritisiert, weil die Themenauswahl einseitig sei, Berichterstatter eine mangelhafte landeskundliche Vorbildung besäßen<ref name="ostexperte.de" /> (vgl. Russlandbild) und sich von weiten Teilen der dortigen Gesellschaft abschotteten. Russland.news kritisierte allgemein ein Postulat der westlichen Berichterstatter vor Ort als freie Medien, während die eigenen Auftraggeber ebenso nur mit den gewünschten Themen und Meinungen beliefert würden, wie auch die von ihnen angegriffenen russischen Journalisten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>
Russische deutschsprachige Staatsmedien wie RT Deutsch oder Sputnik bezeichneten sich nach Meinung der Zeitung als „alternative Stimmen“, seien jedoch wiederum nur Teil des russischen Mainstreams und im Bezug auf ihr vermitteltes Deutschlandbild ebenso einseitig wie große deutsche Medien beim Thema Russland<ref>http://www.russland.news/rtdeutsch-deutsche-politik-einseitigkeit-und-fake-new/</ref>. Dagegen nahm Russland.news für sich selbst bis 2022 in Anspruch, breite Berichterstattung aus Russland zu gewährleisten.
Mitarbeiter
Herausgeber von Russland.news ist von Beginn an der seit 1992 in Russland lebende deutsche Journalist Gunnar Juette<ref name="russland.ru" />, der vorher für Die Tageszeitung in Berlin und als freier Russlandkorrespondent für verschiedene Printmedien gearbeitet hatte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( vom 13. Dezember 2014 im Internet Archive)</ref> Herausgeber der früheren fremdsprachigen Ausgaben war bis zu seinem Tod 2016<ref>skandinavienmesse.de. Abgerufen am 8. März 2017.</ref> der in Murmansk beheimatete Publizist Ulrich Kreuzenbeck. Für die Zeitung arbeiten deutsche und russische Journalisten in beiden Ländern, vor dem Rebranding mehrheitlich in Russland.
Der Publizist und Putin-Biograph<ref>Autor aus Schweinfurt: 'Putin ist nicht Russlands Zar, sondern der große Schiedsrichter'. 14. Februar 2022, abgerufen am 6. Dezember 2023.</ref> Roland Bathon war von 2007 bis 2020 leitender Redakteur der Videoredaktion russland.TV.<ref>Roland Bathon – russland.NEWS. Abgerufen am 6. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Chefredakteur ist Ulrich Berger,<ref name=":0" /> eine weitere Redakteurin war von 2014 bis 2024 die MDR-Ostbloggerin Daria Boll-Palievskaya<ref>https://www.mdr.de/nachrichten/welt/osteuropa/ostblogger/portraet-ostblogger-daria-boll-palievskaya-100.html</ref>. Ein langjähriger Mitarbeiter und von 2014 bis 2023 Redakteur war der mittlerweile verstorbene alternative Publizist Kai Ehlers, der auch bei Russland.direct bis 2020 häufig als interner Experte auftrat<ref>https://www.nd-aktuell.de/artikel/1192198.postsowjetische-analyse-kai-ehlers-unbedingte-sachlichkeit.html?sstr=Kai%7CEhlers</ref>. Ein bis 2019 regelmäßiger Autor war Christian Wipperfürth, der inzwischen wieder im Public Policy Bereich arbeitet.<ref>Dr. Christian Wipperfürth – russland.NEWS. Abgerufen am 7. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Vita – Dr. Christian Wipperfürth. 9. September 2019, abgerufen am 7. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Russland.news steht überwiegend in der Tradition von auslandsdeutschen Medien. Jedoch waren gerade im Videobereich viele russische Staatsbürger tätig, wie 2015 bis 2020 die Moskauer und Petersburger Redakteurinnen Julia Dudnik<ref>http://www.russland.news/russland-und-die-eu-stillstand-auf-dauer-video/</ref> und Anna Smirnowa<ref>http://www.russland.news/russlands-corona-jahreswechsel-video</ref> oder Russlanddeutsche wie 2014 bis 2016 die Moderatorin Anna Gamburg. Julia Dudnik und zuvor Anna Gamburg moderierten das wöchentliche Nachrichtenmagazin Russland.direct<ref name="ostexperte.de" />. Julia Dudnik verfasste in der Folgezeit auch geopolitische Analysen für das Wochenmagazin Der Freitag<ref>https://www.freitag.de/@@search?SearchableText=Julia+Dudnik</ref> und andere Medien<ref>https://www.blaetter.de/ausgabe/2024/dezember/brics-debattierclub-oder-magnet-fuer-den-globalen-sueden</ref>.
Gäste in Beiträgen
Prominente Gäste in Videobeiträgen, meist im Rahmen von Russland.direct, waren Egon Bahr<ref>Egon Bahr gegen den Russland-Mainstream [Video-Classic]. In: russland.news – russland.RU. (russland.news [abgerufen am 8. März 2017]).</ref>, Alexander Rahr<ref>Syrien: Weltkrieg oder Kooperation [Video]. In: russland.news – russland.RU. (russland.news [abgerufen am 8. März 2017]).</ref>, Matthias Platzeck<ref>http://www.russland.news/russlanddeutschland-raus-aus-dem-kuehlfach-video/</ref>, Sahra Wagenknecht<ref>Sahra Wagenknecht im Interview zu Russland [Video]. In: russland.news – russland.RU. (russland.news [abgerufen am 8. März 2017]).</ref>, Gabriele Krone-Schmalz<ref>http://www.russland.news/gabriele-krone-schmalz-zur-russlandberichterstattung-aktuell-video/</ref>, Wolfgang Gehrcke<ref>Wolfgang Gehrcke zum Minsker Abkommen [Video]. In: russland.news – russland.RU. (russland.news [abgerufen am 8. März 2017]).</ref>, Dietmar Bartsch<ref>Russland+Deutschland: Wer taut die Eiszeit? [Video]. In: russland.news – russland.RU. (russland.news [abgerufen am 8. März 2017]).</ref>, die AfD-Aussteigerin und Autorin Franziska Schreiber<ref>http://www.russland.news/afd-russlandliebe-mit-franziska-schreiber-video/</ref>, der Islamwissenschaftler Udo Steinbach<ref>http://www.russland.news/putin-erdogan-geht-ein-buendnis-zu-ende-video/</ref>, der österreichische Politologe Gerhard Mangott<ref>http://www.russland.news/kampf-oder-kooperation-in-der-katastrophe-russland-die-eu-video/</ref>, die RT-Moderatorin Jasmin Kosubek<ref>http://www.russland.news/jasmin-kosubek-zu-rt-kritik-und-putin-video/</ref>, die Russlandbeauftragten der Bundesregierung Dirk Wiese<ref>http://www.russland.news/merkels-mann-fuer-moskau-video/</ref> und Gernot Erler, der russische Menschenrechtsbeauftragte Michail Fedotow<ref>http://www.russland.news/putins-berater-zu-menschenrechten-in-russland-video/</ref>, der außenpolitische Berater von Helmut Kohl, Horst Teltschik<ref>http://www.russland.news/horst-teltschik-im-gespraech-neuer-kalter-krieg-am-ende-video/</ref> oder im Sport die Weltmeisterinnen Jewgenija Medwedewa, Jelisaweta Tuktamyschewa (beide Eiskunstlauf) und Jana Kudrjawzewa (Rhythmische Sportgymnastik).<ref>http://www.russland.news/category/sport/</ref>
Örtlichkeiten
Russland.news/Russland.ru erschien zunächst in Tarusa in der Region Kaluga in Russland und ging 2017 in das Eigentum des russland.RU-Verlags in Hannover über<ref>http://www.russland.news/russland-newsanbieter-uebermacht-rtdeutsch/</ref>. Redakteure der Zeitung arbeiten daneben in Moskau<ref name="ostexperte.de" />, Videos werden selbst produziert. Projekte von russland.NEWS entstehen oft gemeinsam von verschiedenen Standorten aus, Reale Treffen der Redaktion fanden bis 2021 in Deutschland, Russland oder Norwegen statt.<ref>Vlog: russland.RU Norwegentreff [Video]. In: russland.news – russland.RU. (youtube.com [abgerufen am 8. März 2017]).</ref>
Leser und Zuschauer
Nach eigenen Angaben, die sich auf Statistiken des Providers berufen, stammt die große Mehrheit der Besucher von Russland.news aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nur eine Minderheit bestehe aus deutschsprachigen Ausländern oder Deutsch sprechenden Einheimischen in Russland (etwa 1 % der Leser). Weitere Leser kommen aus anderen GUS-Staaten, dem Baltikum und dem Nahen Osten. Ähnlich zusammengesetzt sind die Zuschauer der Videobeiträge von Russland.tv, die mehrheitlich aus Deutschland kommen und mittleren Alters sind, während das Programm kaum Teenager schauen<ref>http://www.russland.news/bald-eine-million-follower-fuer-deutschsprachige-russland-nachrichten/#more</ref>. Der YouTube-Kanal des Portals hatte mit Stand Januar 2026 gut 90.000 Abonnenten.<ref>russland.RU. Abgerufen am 28. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Siehe auch
Einzelnachweise
<references responsive />
Weblinks
- russland.news – deutsche Onlinezeitung aus Russland (offizielle Webseite)