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Alois Beranek

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Alois Beranek (* 15. Jänner<ref>Alois Beranek im Rapid-Archiv, abgerufen am 24. Februar 2023</ref><ref>Vorlage:Metavorlage Fußballdatenbank, abgerufen am 24. Februar 2023</ref> oder 13. Februar<ref>Vorlage:Metavorlage Fußballdatenbank, abgerufen am 24. Februar 2023</ref><ref name="Jahrbuch 1951">Leo Schidrowitz: 1951. Offizielles Jahrbuch des Österreichischen Fussballsportes. Wien 1951, S. 110, 112.</ref> 1900 in Wien; † 22. Mai 1983) war ein österreichischer Fußballschiedsrichter. Er leitete zahlreiche große Länderspiele und zählte in seiner aktiven Zeit „zur besten Klasse der europäischen Schiedsrichter“.<ref>Beranek leitet Länderspiel. In: Oberösterreichische Nachrichten. Herausgegeben von der 12. Heeresgruppe für die Bevölkerung Oberösterreichs / Oberösterreichische Nachrichten. Herausgegeben von den amerikanischen Streitkräften für die Bevölkerung Oberösterreichs / Oberösterreichische Nachrichten. Unabhängiges Tagblatt österreichischer Demokraten, 30. August 1945, S. 4 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/oon</ref>

Vor seiner Schiedsrichterkarriere war Beranek Fußballspieler, nach seiner Zeit als Referee kurzzeitig sogar Fußballtrainer.

Leben und Wirken

Alois Beranek wurde am 15. Jänner oder 13. Februar 1900 in Wien geboren und begann bereits in jungen Jahren mit dem Fußballspielen. Ab 1919 spielte er beim Sportklub Bewegung-Hermania,<ref name="Jahrbuch 1951" /> der sich im September 1922 mit dem I. Meidlinger Athletenklub von 1885 (M. A. K.) zum Meidlinger Athleten Klub (M. A. K.) „Hermania“ fusionierte.<ref>M. A. K. Hermania. In: Wiener Sport-Tagblatt. 20. September 1922, S. 3.</ref> Während dieser Zeit gehörte er ebenfalls noch dem M. A. K. an und war für diesen auch organisatorisch tätig.<ref>Gegner gesucht. In: Oesterreichische Kronen-Zeitung. Illustrirtes Tagblatt / Illustrierte Kronen-Zeitung / Wiener Kronen-Zeitung, 3. Mai 1923, S. 10 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/krz</ref> Weitere Stationen waren der SC Wacker Wien in der höchsten Liga (1923),<ref name="Jahrbuch 1951" /> der SC International Wien in der zweiten Leistungsstufe (1924)<ref name="Jahrbuch 1951" /> und der ASV Hertha Wien, bei der der Außenläufer zwischen 1925 und 1929 Stammspieler in der ersten und zweiten Liga war.<ref name="Jahrbuch 1951" /> Mit dem eben erst aufgestiegenen Klub stieg er 1925/26 nach nur einer Saison im Oberhaus wieder in die Zweitklassigkeit ab, schaffte in dieser 1926/27 den direkten Wiederaufstieg und belegte in seinen letzten beiden Spielzeiten jeweils Plätze im Tabellenmittelfeld. Aufgrund einer schweren Verletzung – am 4. August 1929 zog er sich bei einem Spiel am Sportplatz in der Troststraße (vermutlich am Rudolfshügel) einen Bruch des rechten Unterschenkels zu –,<ref>Sportunfälle. In: Neues Wiener Tagblatt. Demokratisches Organ / Neues Wiener Abendblatt. Abend-Ausgabe des („)Neuen Wiener Tagblatt(“) / Neues Wiener Tagblatt. Abend-Ausgabe des Neuen Wiener Tagblattes / Wiener Mittagsausgabe mit Sportblatt / 6-Uhr-Abendblatt / Neues Wiener Tagblatt. Neue Freie Presse – Neues Wiener Journal / Neues Wiener Tagblatt, 5. August 1929, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nwg</ref><ref>Unfälle beim Fußball. In: Arbeiter-Zeitung, 6. August 1929, S. 4 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze</ref> die eine zweijährige Heilungsdauer benötigte, beendete Beranek seine Spielerlaufbahn.<ref name="Jahrbuch 1951" />

Anschließend wurde er Schiedsrichter im Wiener Fußballverband,<ref name="Jahrbuch 1951" /> leitete von 1931 bis 1954 regelmäßig Spiele der höchsten österreichischen Liga und des österreichischen Fußballpokals, darunter das Cupfinale 1946. Beranek wurde auch bald zu einem international gefragten Mann, leitete 22 Länderspiele, 11 Mitropacupspiele und nahm an den Weltmeisterschaften 1934, 1938 und 1950 teil. Das 1951 vom ÖFB herausgegebene Offizielle Jahrbuch des Österreichischen Fussballsportes nennt sogar 32 Länderspieleinsätze Beraneks als Schiedsrichter und dies sogar noch vor Beendigung seiner Schiedsrichterkarriere.<ref name="Jahrbuch 1951" /> Des Weiteren leitete er bis 1951 vier Entscheidungsspiele um die jugoslawische Staatsmeisterschaft, sowie zahllose internationale Vereinsspiele.<ref name="Jahrbuch 1951" /> Am 1. Februar 1938 wurde der Schiedsrichter am Wiener Childsspital am Blinddarm operiert.<ref>Von Nah und Fern. In: Oesterreichische Kronen-Zeitung. Illustrirtes Tagblatt / Illustrierte Kronen-Zeitung / Wiener Kronen-Zeitung, 1. Februar 1938, S. 14 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/krz</ref> Während des Zweiten Weltkriegs versah er seinen Kriegsdienst unter anderem an der Ostfront, wo er 1944 schwer erkrankte.<ref>Beranek wieder als Schiedsrichter. In: Kleine Volks-Zeitung, 21. Mai 1944, S. 8 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/kvz</ref>

Nachdem der hauptberuflich als Inspektor im Haupttelegraphenamt am Börseplatz<ref name="Jahrbuch 1951" /> tätige Beranek seine Laufbahn als Schiedsrichter auf höchster Ebene beendet hatte, betreute er in der Saison 1955/56 von Jänner bis März 1956 kurzzeitig den SK Rapid Wien als Trainer; dieser wurde in dieser Saison österreichischer Meister.

Am 22. Mai 1983 starb Beranek im Alter von 83 Jahren.

Einzelnachweise

<references />