Siissisoq
| Siissisoq | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Uummannaq, Grönland |
| Genre(s) | Rock, Heavy Metal |
| Gründung | 1994 |
| Gründungsmitglieder | |
| Jens Samuelsen | |
| Karl Enok Mathiassen | |
| Villads Kristensen | |
| Aktuelle Besetzung | |
| Jens Samuelsen | |
| Karl Enok Mathiassen | |
Gitarre |
Knud Mathiassen |
| Villads Kristensen | |
| Ehemalige Mitglieder | |
| Jens Thorin (1998–1999) | |
| Hans Therkildsen (1998–1999) | |
Siissisoq ist eine grönländische Rock- und Heavy-Metal-Band aus Uummannaq.
Geschichte
Der Bandleader Karl Enok Mathiassen wurde 1992 von seinem Abendschullehrer Thomas Lange als Gitarrist in die Rockband Taaq aus Uummannaq eingeladen. Kurze Zeit später zog er nach Dänemark, um dort die Efterskole zu besuchen. Mit dem Schulbesuch war ein Auslandsaufenthalt in Afrika verbunden. Nachdem er nach Grönland zurückgekehrt war, gründete er 1994 gemeinsam mit Jens Samuelsen und Villads Kristiansen seine eigene Band. Als er von seinen Erlebnissen in Afrika erzählte, erhielt er den Spitznamen Siissisoq („Nashorn“), der der Name der Band wurde. Die drei Bandmitglieder fühlten sich von Gruppen wie Metallica, The Doors und White Zombie inspiriert.<ref name="atua">Louise M. Kleemann: Siissisoq. Atuagagdliutit (20. Oktober 1998). S. 13.</ref>
Erst 1998 schickte die Gruppe eine Demoaufnahme an das Plattenlabel Ulo, das begeistert reagierte, und kurz darauf erschien das Debütalbum Aammarpassuillu („Und vieles mehr“), dessen neun Lieder wie der Bandname alle nach Tieren benannt sind:<ref name="knr2018">Paninnguaq Steenholdt: Siissisoq 20 års jubilæum. Fejres med nyt materiale. Kalaallit Nunaata Radioa (18. November 2018).</ref> Puuluki („Schwein“), Inuttuumasoq („Zombie“), Nersussuaq („Kuh“), Kakilisak („Stichling“), Zebra, Pulateriaarsuk („Schlange“), Orpimmiutakassak („Zeisig“), Imarmiutarsuaq („Nilpferd“) und Hiisti („Pferd“).<ref name="ams">Siissisoq - Black Box (DVD + dobbelt CD). atlanticmusicshop.gl.</ref> Die Band gab selbst an, dass die Lieder wegen der Texte für Kinder unter 14 Jahren nicht geeignet seien.<ref name="atua"/> Das Album wurde ein großer Erfolg und die Band tourte anschließend durch Grönland, Dänemark und Island. Für die Tournee wurden Jens Thorin und Hans Therkildsen mit in die Band geholt.<ref>Louise M. Kleemann: Siissisoq tog publikum med storm. Atuagagdliutit (29. Dezember 1998). S. 16.</ref> Kurze Zeit später kam auch Knud Mathiassen, der auch bei Taaq war, in die Band. Später erhielt die Band den Koda Award.<ref name="knr2016">Simon Uldum: Siissisoq tilbage med original besætning. Kalaallit Nunaata Radioa (2. November 2016).</ref>
2001 erschien ein Live-Album mit dem gleichen Titel wie dem des Debütalbums, auf dem sich die beiden zusätzlichen Lieder Iluersiooq („Hyäne“) und Amarunngortartoq („Werwolf“) befanden.<ref name="ams"/>
Nach Jahren geringer Aktivität veröffentlichte die Gruppe, die seit 2016 wieder in Originalbesetzung auftrat,<ref name="knr2016"/> zum 20. Jubiläum des Debütalbums 2018 eine Neuherausgabe ihrer beiden Alben gemeinsam mit einer Konzert-DVD.<ref name="knr2018"/><ref name="ams"/> 2021 erschien ein das neue Album Nilliaannarit („Schrei einfach“) mit neun neuen Liedern, die Karl Enok Mathiassen sein seinem 14. Lebensjahr geschrieben, aber nicht veröffentlicht hatte.<ref>Eufori over nyt album fra Siissisoq. Sermitsiaq.AG (9. Juni 2021).</ref>
Diskografie
- 1998: Aammarpassuillu
- 2001: Aammarpassuillu (Live)
- 2021: Nilliaannarit
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Offizielle Website ( vom 20. März 2008 im Internet Archive)
Einzelnachweise
<references/>