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Nothosaurier

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Nothosaurier
Datei:Ceresiosaurus12.jpg

Lebendrekonstruktion von Ceresiosaurus calcagnii. Dieser Nothosaurier ist vom Monte San Giorgio bekannt und erreichte zwischen 2 und 3 Metern Länge.

Zeitliches Auftreten
Mitteltrias bis Obertrias (Anisium bis Karnium)
Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert!Vorlage:Erdzeitalter/Wartung/Parameterfehler bis Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert!Vorlage:Erdzeitalter/Wartung/Parameterfehler Mio. Jahre
Fundorte
Systematik
Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Amnioten (Amniota)
Sauropsida
Diapsida
Sauropterygia
Nothosaurier
Wissenschaftlicher Name
Nothosauria
Baur, 1889

Nothosaurier (Nothosauria) oder Bastardechsen sind eine Gruppe ausgestorbener diapsider Reptilien (Diapsida) aus der Gruppe der Sauropterygia („Flossenechsen“).

Sie kamen während der mittleren und oberen Trias vor, und zwar rund ums heutige Mittelmeer und Süddeutschland in einem Ausläufer der westlichen Tethys und in Süd-China. Funde belegen zudem eine Verbreitung auf der Südhalbkugel, was auf eine globale Verbreitung hindeutet.<ref name="Kear et al., 2024" /> Es waren Reptilien, die in Flüssen und küstennahen Gebieten lebten und sich auch an Land fortbewegen konnten. Ihre Vorderbeine hatten sich an die aquatische Lebensweise angepasst und wurden stromlinienförmiger, die Hinterbeine sahen dagegen noch wie die Beine eines Landlebewesens aus. Der Schädel war flach und von oben gesehen langgestreckt dreieckig, er erinnert ein wenig an den Schädel eines Krokodils. Die spitzen und ein wenig gekrümmten Zähne im vorderen Bereich der Schnauze waren ziemlich groß und die Zähne des Ober- und Unterkiefers griffen ineinander, um ein sogenanntes Reusengebiss zu bilden. Damit haben die Nothosaurier Fische gefangen.

Die Nothosaurier umfassen eine Vielzahl von Arten, die sich in drei Größenklassen einsortieren lassen.

Datei:Skeleton Nothosauria naturkundemuseum Berlin.jpg
Nothosaurier-Skelett im Museum für Naturkunde in Berlin
  • Die größte Nothosaurier-Art Nothosaurus giganteus wurde ca. 3,8 m lang, der Schädel hatte 48,5 cm Länge. N. giganteus ist kräftiger gebaut als andere Nothosaurier.
  • Die mittlere Größenklasse wird von der Typusart Nothosaurus mirabilis besetzt. Diese Tiere wurden 2 bis 3 m lang und haben als einzige Nothosaurier lange Dornfortsätze an den Rückenwirbeln. Der Holotypus (anhand dessen die Art zum ersten Mal wissenschaftlich beschrieben wurde) sowie zahlreiche Schädel und andere Skelettteile werden im Urwelt-Museum Oberfranken in Bayreuth ausgestellt.
  • Die Gruppe der kleinen Nothosaurier umfasst alle anderen Arten. Sie wurden nicht größer als 1 bis 1,5 m.

Systematik

Datei:Nothosaurus BW.jpg
Nothosaurus, zeichnerische Rekonstruktion

Als Nothosauria werden nach Wang et al., 2025 alle Taxa bezeichnet, die näher mit Brevicaudosaurus jiyangshanensis, Germanosaurus schafferi und der Gattung Nothosaurus verwandt sind, als mit Keichousaurus hui, Simosaurus gaillardoti oder Corosaurus alcovensis.<ref name="Wang et al., 2025" /> Nach dieser Definition umfasst die Gruppe der Nothosauria die Gattungen

Literatur

  • Robert L. Carroll: Paläontologie und Evolution der Wirbeltiere. Thieme, Stuttgart u. a. 1993, ISBN 3-13774-401-6.

Weblinks

Commons: Nothosaurier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Kear et al., 2024"> B. P. Kear, A. J. Roberts, G. Young, M. Terezow, D. J. Mantle, I. Santos Barros & J. H. Hurum: Oldest southern sauropterygian reveals early marine reptile globalization. In: Current Biology , Band 34, Nummer 12, 2024, S. R562–R563, doi:10.1016/j.cub.2024.03.035. </ref> <ref name="Wang et al., 2025"> W. Wang, Q. Shang, J. Wang, H. Zi & C. Li: Earliest long-necked sauropterygian Lijiangosaurus yongshengensis and plasticity of vertebral evolution in sauropterygian marine reptiles. In: communications biology, Band 8, 2025, Artikel 1551, doi:10.1038/s42003-025-08911-1. </ref> <ref name="Klein et al., 2025"> N. Klein, H. Furrer, C. Dojen, A. Lukeneder & T. M. Scheyer: A new nothosaurid taxon from the Middle Triassic of Carinthia, Austria. In: Austrian Journal of Earth Sciences, Band 118, Nummer 1, 2025, S. 141–155, doi:10.17738/ajes.2025.0008. </ref> </references>

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