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Fritz Willy Fischer

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Fritz Willy Fischer, eigentlich Friedrich Wilhelm Heinrich Christoph Fischer Edler von Güllern, (* 21. September 1903 in Salzburg; † 12. Februar 1963 ebenda) war ein österreichischer Maler, Journalist, Schriftsteller und Antiquitätenhändler.

Leben

Datei:Mask (Von Gla), We people, Montagnes or Moyen-Cavally region, Cote d'Ivoire, early 20th century, wood, metal, fur, fiber, hair, leopard's teeth, warthog tusks, pigment - Brooklyn Museum - Brooklyn, NY - DSC08485.JPG
„Die Maske des Gla“ war Inspiration und Titelspender für Fischers Roman

Fritz Willy Fischer wurde vor allem von seinem Adoptivvater Adolph Johannes Fischer sowie anschließend zwei, drei Semester lang an der Wiener Kunstgewerbeschule zum Maler ausgebildet. Zu Beginn der 1930er Jahre hat Fritz Willy Fischer zahlreiche Porträts gezeichnet, von denen vor allem jenes – des zwischen 1918 und 1931 in Salzburg lebenden – Schriftstellers Andreas Latzko von den Zeitgenossen als besonderes „Glanzstück“ beschrieben wurde.<ref>Das Porträt hat im September 1931 zur Illustration von Erhard Buschbecks Artikel über Andreas Latzko gedient, weshalb es in der Programm-Zeitschrift "Radio-Wien" vom 18. September 1931 (S. 8) zu sehen ist: Andreas Latzko, Steinzeichnung von Fritz Willy Fischer, Salzburg.</ref> In der Zwischenkriegszeit hat er dem Vernehmen nach fallweise für die sozialistische Tageszeitung „Salzburger Wacht“ Ausstellungsbesprechungen verfasst. Ende 1940 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen, von wo er Ende 1945 nach Salzburg zurückkehrte.

Im Jahr 1946 veröffentlichte er im „Salzburger Festungsverlag“ (dem Vorläufer des Residenz Verlages) den Kriminalroman „Die Maske des Gla“, von dem 1948 unter dem Titel „La máscara de Gla“ auch eine spanische Übersetzung erschienen ist.

Fritz Willy Fischer verdankt die erneute Aufmerksamkeit für sein Leben und Werk der künstlerischen Verbindung mit dem irischen Schriftsteller James Joyce, den er im Sommer 1928 in Salzburg kennengelernt hat und den er in der Folge durch eine Lithografie porträtiert hat. Im Zusammenhang mit seiner Salzburger Ausstellung bittet Fritz Willy Fischer Mitte Oktober 1932 James Joyce brieflich, die erwähnte Porträt-Lithografie, die laut Begleitbrief als das wesentliche Schaustück der Ausstellung gedacht ist, mit seiner Unterschrift zu versehen. Trotz zahlreicher Recherchen ist vorerst ungeklärt, ob Joyce Fischers Bitte entsprochen und die Lithografie unterschrieben zurückgesandt hat, ob diese am Postweg verschwunden ist, noch unerkannt in einem Joyce-Archiv ruht oder gar jene Joyce-Lithografie ist, die sich seit 1950 im Besitz des Salzburg Museums befindet und wegen ihrer Signatur Adolph Johannes Fischer zugeschrieben wird.

Grafisches Werk (so weit bekannt)

Schriftstellerisches Werk

  • Fritz Willy Fischer: Die Maske des Gla. Salzburg. Festungsverlag, 1946. 186. Seiten.
  • Fritz Willy Fischer: La máscara de Gla. Novela terrorífica. Traducción de Manuel Scholz. Barcelona. Ed. Reguera. 1948. 63 Seiten.

Quellen

  • Archiv der Wiener Kunstgewerbeschule.
  • Nikolaus Schaffer: Adolph Johannes Fischer. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Band 40 (2004).
  • r.g.: Fritz Willy Fischer stellt aus. Ausstellungsbesprechung. In: "Salzburger Volksblatt" vom 10. Dezember 1932.
  • A.: Der Porträtist Friedrich Willy Fischer. Ausstellung im Kunstsalon Mora. Ausstellungsbesprechung. In: "Salzburger Wacht" vom 14. Dezember 1932.
  • Adolf Haslinger und Andreas Weigel: Porträt von James Joyce im "Salzburg Museum". Salzburger Nachrichten, 11. Oktober 2007.
  • Andreas Weigel: Bruchstückhafte Biografien. Spurensuche und -sicherung zu Adolph Johannes Fischer und Fritz Willy Fischer-Güllern. In: Michael Ritter (Hrsg.): praesent 2011. Das österreichische Literaturjahrbuch. Wien: präsens 2010. S. 21–35.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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