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Richard Morales

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Richard Morales
Personalia
Voller Name Richard Javier Morales Aguirre
Geburtstag 21. Februar 1975
Geburtsort Las PiedrasUruguay
Größe 196 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
La Llama (baby fútbol)
Nacional Montevideo (baby fútbol)
Bella Vista
Los Ceibos
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
Los Ceibos
Progreso
Platense
1997–1998 Basañez ?? (14)
1999–2002 Nacional Montevideo mind. 96 (44)
2003–2005 CA Osasuna 50 (11)
2005–2007 FC Málaga 39 0(3)
2007–2008 Nacional Montevideo 25 0(8)
2008 → Grêmio Porto Alegre (Leihe) 6 0(1)
2009 LDU Quito 3 0(0)
2009 Fénix 5 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2001–2005 Uruguay 27 (6)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Richard Javier Morales Aguirre (* 21. Februar 1975 in Las Piedras), Spitzname El Chengue, ist ein ehemaliger uruguayischer Fußballspieler. Er spielte auf der Position des Stürmers.

Karriere

Der je nach Quellenlage 1,95 Meter, 1,96 Meter oder 1,98 Meter große, Chengue genannte Morales ist das fünftgeborene Kind des in einem Sägewerk beschäftigten Zimmermanns Conrado und dessen Frau Gladys. Er hat zwei Brüder und drei Schwestern. Die finanzielle Situation der Familie bedingte oft, dass den Eltern das Geld fehlte, um dem in seiner Geburtsstadt Las Piedras aufgewachsenen Morales Fußballschuhe kaufen oder die Fahrten finanzieren zu können, die im Zusammenhang mit einer Vereinszugehörigkeit im baby fútbol angefallen wären. Er begann im Alter von sechs Jahren mit dem baby fútbol im Verein La Llama in Las Piedras. Nach eigenen Angaben spielte er dort als zentraler Mittelfeldspieler. Für das letzte Jahr im baby fútbol wechselte er zu Nacional. Da das Fahrgeld aber nicht aufzubringen war, spielte er anschließend wieder in Las Piedras. Nach zwei Jahren Pause schloss er sich Bella Vista an, sobald er alt genug war, um in der Quinta División zu spielen. Bei Bella Vista durchlief er auch die Mannschaften der Cuarta und der Tercera División. Dort bekleidete ebenfalls die Mittelfeldposition, allerdings kam er auch als linker Verteidiger zum Einsatz. Da er jedoch bald darauf wieder nicht in der Lage war, das Fahrticket nach Montevideo zu bezahlen, wechselte er zu dem in der Liga Regional del Sur spielenden Arbeiter-Verein Los Ceibos, der in seinem Barrio ansässig war. Bei Los Ceibos lief er nun als Stürmer auf und kam zudem erstmals in der Ersten Mannschaft zum Zuge. Schließlich führte ihn sein Weg zu Progreso. Bis dahin arbeitete Morales vor Beginn seiner Karriere auf dem Bau, ein Jahr lang in einer Frigorífico und als sogenannter Cuidacoches, eine Art Wachpersonal, auf einem Friedhof.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />El "Chengue" explicó por qué hay tantas botineras (Memento vom 18. Oktober 2016 im Internet Archive) (spanisch) vom 27. August 2013, abgerufen am 24. Dezember 2013</ref> Es folgte eine Station bei Platense in der Divisional C. Zu jener Zeit war er arbeitslos, bei Platense bot man ihm jedoch die Möglichkeit von morgens vier Uhr bis mittags zu arbeiten und abends zu trainieren. Trainer San Pedro vermittelte eine Anstellung im Mercado Modelo. Bei Platense erzielte er eigenen Angaben zufolge zwölf oder 13 Tore für seinen Verein und wurde sodann von Humberto Schiavone entdeckt, der ihn für den Club Atlético Basáñez verpflichtete. Dort stand er nach eigener Aussage ein Jahr, nach anderen Angaben von 1997 bis 1998, im Kader und erzielte 14 Tore.<ref>"Me hubiera puesto de rodillas" (spanisch) in El País vom 16. Dezember 2002, abgerufen am 24. Dezember 2013</ref> 1999 bis 2002 war sein Arbeitgeber Nacional Montevideo, der in diesem Zeitraum dreimal hintereinander die uruguayische Meisterschaft gewann (2000, 2001 und 2002). Anfang Januar 2003 folgte dann der Wechsel nach Spanien zu CA Osasuna, wo er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2007 unterschrieb.<ref>El club navarro ficha al uruguayo Richard Morales (spanisch) vom 3. Januar 2003, abgerufen am 24. Dezember 2013</ref> Dort spielte er bis Mitte 2005, lief in 50 Ligapartien auf, erzielte dabei elf Treffer und erreichte mit seiner Mannschaft in seiner letzten Spielzeit das Finale der Copa del Rey 2004/05, ehe er sich dem Ligakonkurrenten FC Málaga anschloss. Kurz vor dem vollzogenen Wechsel zum Verein aus Málaga stand für die Unterschrift unter einen Dreijahresvertrag eine Ablösesumme von rund 1,5 Millionen Euro im Raum, wobei sein vorheriger Verein Nacional am Transfererlös beteiligt sein sollte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. (spanisch) in El País vom 27. Juli 2005, abgerufen am 24. Dezember 2013</ref> Bei Málaga stieg er in jener Saison aus der Primera División und blieb anschließend noch eine weitere Spielzeit. Für Málaga bestritt er 39 Ligaspiele und schoss drei Tore.<ref>Profil auf www.bdfutbol.com, abgerufen am 24. Dezember 2013</ref> Insgesamt blieb Morales während seiner Zeit in Spanien weit hinter den in ihn gesetzten hohen Erwartungen zurück und konnte nicht überzeugen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Los 25 peores jugadores extranjeros en la historia de la Liga BBVA (Memento vom 25. Dezember 2013 im Internet Archive) (spanisch) vom 4. Dezember 2013, abgerufen am 24. Dezember 2013</ref> Sodann kehrte er nach Montevideo zurück. Dort stand er in der Apertura 2007 wieder im Kader Nacionals, dem er bis in die Apertura 2008 angehörte.<ref>Richard Morales: "Me decidí por el Gremio por la tranquilidad que hay" (spanisch) vom 1. September 2008, abgerufen am 24. Dezember 2013</ref> In der Spielzeit 2007/08 schoss er bei 25 Ligaeinsätzen acht Tore. Anfang September 2008 verließ er Uruguay auf Leihbasis Richtung Brasilien. Dort nahm er ein Engagement bis Jahresende bei Grêmio Porto Alegre an.<ref>El Gremio de Porto Alegre se aseguró los servicios del delantero uruguayo, que llega procedente de Nacional. (spanisch) vom 1. September 2008, abgerufen am 24. Dezember 2013</ref> Im Folgejahr ist als weitere Karrierestation ab Mitte Februar der ecuadorianische Verein LDU Quito verzeichnet. Trainer und Landsmann Jorge Fossati beabsichtigte, durch Morales Verpflichtung die durch die Verletzung des Chilenen Reinaldo Navia entstandene Lücke zu schließen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Liga de Quito fichó a Richard Morales (spanisch) auf ovaciondigital.com.uy vom 17. Februar 2009 (Memento vom 25. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref> Allerdings schloss er sich bereits im Juli 2009 Fénix in seiner Heimat an.<ref>Morales: Ficha por Fénix (spanisch) auf www.fichajes.net vom 20. Juli 2009, abgerufen am 24. Dezember 2013</ref><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/soccerdatabase.euProfil auf www.playerhistory.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2018. Suche im Internet Archive ), abgerufen am 17. Dezember 2012</ref> Seine Karriere beendete er anschließend noch nicht. Zwar war er vereinslos, kickte aber noch für die Mannschaft der Mutual Uruguaya de Futbolers Profesionales und hoffte zumindest Ende 2010 nach wie vor auf Angebote.<ref>Richard Morales: "esperaba una llamada de Nacional" - El teléfono ya no es ring ring (spanisch) auf www.futbol.com.uy vom 29. Dezember 2012, abgerufen am 18. Dezember 2012</ref> Zu jener Zeit eröffnete er auch ein in Las Piedras angesiedeltes Lokal namens Botineras Disco Pub.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />El auténtico dueño de las botineras (?) (Memento vom 16. August 2010 im Internet Archive) (spanisch), abgerufen am 18. Dezember 2012</ref><ref name="elcorresponsal.blogia.com">Richard 'chengue' Morales: Me considero un ganador y no un chico malo (spanisch), abgerufen am 24. Dezember 2013</ref>

Nationalmannschaft

Für Uruguay absolvierte er von seinem Debüt am 13. Juli 2001 bis zu seinem letzten Einsatz am 16. November 2005 27 Länderspiele, bei denen er insgesamt sechs Mal traf.<ref>Statistische Daten zu den Länderspieleinsätzen in der uruguayischen Nationalmannschaft auf rsssf.org, abgerufen am 11. Dezember 2012</ref><ref>FRANCIA 0 - 0 URUGUAY, abgerufen am 11. Dezember 2012</ref><ref>Uruguay - International Matches 2011-2015 (Stand: 16. Oktober 2012), abgerufen am 11. Dezember 2012</ref> Er gehörte zum uruguayischen Aufgebot wie bei der Copa América 2001<ref>Copa América 2001 auf rsssf.org, abgerufen am 17. Dezember 2012</ref> und 2004. Durch seinen beiden Treffern beim 3:0-Sieg Uruguays im Qualifikationsduell gegen Australien war er maßgeblich an der Qualifikation seines Heimatlandes für die Weltmeisterschaft 2002 beteiligt, an der er ebenfalls teilnahm.<ref>Uruguay: Richard Morales aún sueña con la ocasión de gol que desperdició ante Senegal vom 13. Juni 2002, abgerufen am 24. Dezember 2013</ref>

Erfolge

  • 3× Uruguayischer Meister (2000, 2001, 2002)

Sonstiges

Nachdem er bereits aufgrund von Vorfällen beim Clásico vom 26. November 2000 im Estadio Centenario angeklagt und – neben den Nacional-Spielern Mario Regueiro und Marco Vanzini, den Peñarol-Akteuren Marcelo De Souza, Enrique De los Santos, Federico Elduayen, Martín García, Darío Rodríguez und Fabián Césaro sowie deren Trainer Julio Ribas<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />El Clásico terminó 1 a 1 - Diez procesados con prisión !!! (Memento vom 25. Dezember 2013 im Internet Archive) (spanisch), abgerufen am 17. Dezember 2012</ref> – zu einer zehntägigen<ref>Piden prisión por riña para 11 jugadores de Cerro y Cerro Largo (spanisch), abgerufen am 31. März 2023</ref> bzw. nach Angaben des Spielers elftägigen (einhergehend mit einer vom Verband verhängten Sperre für fünf Spiele)<ref name="elcorresponsal.blogia.com"/> Gefängnisstrafe verurteilt worden war<ref>Richard 'chengue' Morales: Me considero un ganador y no un chico malo (spanisch), abgerufen am 17. Dezember 2012</ref>, fiel er in ähnlicher Sache wenig später erneut auf. Nach einer Schlägerei unter Beteiligung von 14 Personen im Oz Café in Las Piedras, bei der er seinem Kontrahenten das Nasenbein brach, stand er im Jahr 2001 in einem weiteren Prozess im Mittelpunkt. Dort war eine Gefängnisstrafe Gegenstand der Anklage.<ref>Fue procesado el delantero de Nacional Richard Morales (spanisch) in La República vom 5. März 2001, abgerufen am 17. Dezember 2012</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />