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Cortenstahl

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Datei:Corten Stahl Cor-Ten Steel Museum history town Essen Germany.JPG
Cortenstahl-Projekt, Haus der Essener Geschichte (Scheidt Kasprusch Architekten)

Cortenstahl (Handelsbezeichnung COR-TEN-Stahl, auch Kortenstahl) ist ein wetterfester Baustahl.

Eigenschaften und Verwendung

Cortenstahl bildet auf der Oberfläche durch Bewitterung unter der eigentlichen Rostschicht eine besonders dichte Sperrschicht aus festhaftenden Sulfaten oder Phosphaten aus, die das Stahlteil vor weiterer Korrosion schützt.

Man unterscheidet:

Aufgrund seiner Unempfindlichkeit gegenüber Witterungseinflüssen und seiner charakteristischen Patina wird Cortenstahl auch für Akzente in der Architektur eingesetzt, etwa für Fassadenverkleidungen. Viele Bildhauer, so Werner Pokorny oder Richard Serra, verwenden das Material für Skulpturen im Außenbereich.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Beispiele (Memento vom 6. Mai 2016 im Internet Archive) bei novastahl.ch, Seite 9, abgerufen am 6. Mai 2016.</ref>

Zusammensetzung

Zusammensetzung von Cortenstahl, ohne Eisen, in (Gewichts–%)
Element C Si Mn P S Cr Cu V Ni
Corten A<ref>ASTM A242-Stahl. Abgerufen am 27. März 2024.</ref> ≤0,12 0,25–0,75 0,20–0,50 0,01–0,20 ≤0,030 0,50–1,25 0,25–0,55 0,65
Corten B<ref>Werkstoffblatt Corten B. Abgerufen am 27. März 2024.</ref> ≤0,16 0,30–0,50 0,80–1,25 ≤0,030 ≤0,030 0,40–0,65 0,25–0,40 0,02–0,10 ≤0,40

Geschichte

Der Amerikaner Byramji D. Saklatwalla meldete eine Stahllegierung mit den Legierungszusätzen Kupfer, Phosphor, Silizium, Nickel und Chrom 1932 zum Patent an. Die United States Steel Corporation entwickelte den Stahl, der sich durch hohe Witterungsbeständigkeit auszeichnet, weiter und gab dem neuen Werkstoff mit den ungefähren zusätzlichen Legierungsanteilen 0,8 % Cr, 0,5 % Ni, 0,5 % Cu, 0,1 % P den Namen Cortenstahl.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />aus Biologie, der freien Wissensdatenbank (Memento vom 6. Mai 2016 im Internet Archive) bei fft-bohner.de, abgerufen am 6. Mai 2016.</ref> Die Bezeichnung Cor-Ten entstand aus den englischen Ausdrücken corrosion resistance für „Korrosionswiderstand“ und tensile strength für „Zugfestigkeit“. Als erstes deutsches Unternehmen nahm die Hüttenwerke Oberhausen AG Anfang 1959 die Herstellung von Cortenstahl auf.

Auch das historische, im 19. Jahrhundert verbreitete Puddelverfahren zur Herstellung von Schmiedeeisen erzeugte einen Werkstoff, der ähnliche Eigenschaften aufwies. Ein prominentes Beispiel ist in Deutschland die Griethausener Eisenbahnbrücke bei Kleve, die trotz fehlenden Schutzanstrichs kaum Korrosionsschäden aufweist.<ref>Geschichte bei mecondo.de, abgerufen am 6. Mai 2016.</ref>

Beispiele

Siehe auch

Weblinks

Commons: Cortenstahl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />