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Nitronaphthaline

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Die Nitronaphthaline sind chemische Verbindungen aus der Gruppe der aromatischen Nitroverbindungen. Sie bestehen aus einem Naphthalingerüst mit einer Nitrogruppe (–NO2) als Substituenten. Durch deren unterschiedliche Anordnung ergeben sich zwei Konstitutionsisomere mit der Summenformel C10H7NO2.

Vertreter

Nitronaphthaline
Name 1-Nitronaphthalin 2-Nitronaphthalin
Andere Namen α-Nitronaphthalin β-Nitronaphthalin
Strukturformel Datei:1-nitronaphthalene 200.svg Datei:2-nitronaphthalene 200.svg
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN
PubChem 6849 11392
Summenformel C10H7NO2
Molare Masse 173,17 g·mol−1
Kurzbeschreibung gelbe, aromatisch riechende Kristalle<ref name="GESTIS 1"/> farblose bis gelbe Kristalle<ref name="GESTIS 2"/>
Aggregatzustand fest<ref name="GESTIS 1"/><ref name="GESTIS 2"/>
Dichte 1,31 g·cm−3<ref name="GESTIS 1"/>
Schmelzpunkt 60 °C<ref name="GESTIS 1"/> 79 °C<ref name="GESTIS 2"/>
Siedepunkt 304 °C<ref name="GESTIS 1"/> 304 °C<ref name="GESTIS 2"/>
Löslichkeit 20 mg·l−1 (20 °C) in Wasser<ref name="GESTIS 1"/> 22 mg·l−1 in Wasser<ref name="GESTIS 2"/>
GHS-
Kennzeichnung
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol
Achtung<ref name="GESTIS 1">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol
Gefahr<ref name="GESTIS 2">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
H- und P-Sätze 228​‐​302​‐​411 228​‐​350​‐​411
keine EUH-Sätze keine EUH-Sätze
210​‐​273​‐​301+312​‐​264​‐​240​‐​241<ref name="GESTIS 1"/> 201​‐​210​‐​273​‐​308+313<ref name="GESTIS 2"/>
Toxikologische Daten 5,94 mg·kg−1 (LC50Fisch, 96 h, Medianwert)<ref name="GESTIS 1"/> 4400 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="GESTIS 2"/>

Vorkommen

Die Nitronaphthaline kommen in geringer Konzentration in Dieselmotor-<ref>Untersuchung von Dieselrückständen der WHO (englisch) (PDF; 77 kB).</ref> und Industrieabgasen, sowie in Verbrennungsrückständen von Holz<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />2-Nitronaphthalene – Health-based calculated occupational cancer risk values. (Memento vom 7. Dezember 2015 im Internet Archive) (PDF; 147 kB), Datenblatt des Health Council of the Netherlands (englisch), abgerufen am 23. März 2013.</ref> (bei unvollständiger Verbrennung von organischem Material) vor.

Gewinnung und Darstellung

1-Nitronaphthalin wird durch Reaktion von Naphthalin mit Nitriersäure gewonnen, wobei als Nebenprodukt auch 2-Nitronaphthalin entsteht. Bei technischen Prozessen beträgt das Produktverhältnis > 95 % (1-Nitronaphthalin) zu < 4,5 % (2-Nitronaphthalin).<ref>Patentanmeldung DE2622313A1: Verfahren zur Herstellung von Mononitroaromaten. Veröffentlicht am 1. Dezember 1977, Erfinder: K.-W. Thiem, A. Hamers, J. Heinen.</ref>

Verwendung

Nitronaphthaline werden zur Herstellung von Naphthylaminen, Farbstoffen (speziell Azofarbstoffen) und Schädlingsbekämpfungsmitteln verwendet.

Sicherheitshinweise

Stäube der Nitronaphthaline können mit Luft explosionsfähige Gemische bilden. Es besteht der Verdacht, dass 1-Nitronaphthalin ein krebserzeugendes Potential besitzt; im Tierversuch ist 2-Nitronaphthalin schwach, aber eindeutig krebserzeugend.<ref name="mlhb">Labor für Umweltanalysen Bremen: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Arbeits- und Umweltmedizinische Analysen (Memento vom 29. August 2013 im Internet Archive) (PDF; 498 kB), abgerufen am 29. März 2013.</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references/>