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Rote Maulbeere

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Rote Maulbeere
Datei:MorusRubra2.jpg

Rote Maulbeere (Morus rubra), Früchte

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Maulbeergewächse (Moraceae)
Gattung: Maulbeeren (Morus)
Art: Rote Maulbeere
Wissenschaftlicher Name
Morus rubra
L.

Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Hinweisbaustein Die Rote Maulbeere (Morus rubra) ist ein sommergrüner Laubbaum aus der Gattung der Maulbeeren in der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Diese Pflanzenart ist im östlichen Nordamerika heimisch.

Beschreibung

Datei:2020-04-21 17 07 46 Red Mulberry leaves and flowers within Franklin Farm Park in the Franklin Farm section of Oak Hill, Fairfax County, Virginia.jpg
Blütenstand
Datei:Morus rubra NRCS-1.png
Baum

Die Rote Maulbeere wächst als sommergrüner Baum und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 15 Metern, an bevorzugten Standorten auch bis über 20 Meter. Der Stammdurchmesser erreicht bis über 1,3 Meter.<ref>B. E. Fernow: Annual Report of the Devision of Forestry. 1887, USDA, 1888, S. 12.</ref> Die graubraune Borke des Stammes ist im Alter furchig. Die wechselständigen Laubblätter erreichen eine Länge von 7 bis 14 cm und eine Breite von 8 bis 12 cm. Nebenblätter sind vorhanden. Die Laubblätter sind in der Form recht variabel; die meisten Blätter sind breit herzförmig bis eiförmig, es gibt aber auch zwei- und dreifach gelappte Blätter. Der Blattrand ist grob gezähnt. Die Herbstfärbung ist gelb.

Die Rote Maulbeere ist zweihäusig getrenntgeschlechtig diözisch, es wachsen jedoch auch monözische Exemplare, die männliche und weibliche Blüten gleichzeitig tragen. Die Blütezeit liegt im April bis Mai. Die Blüten sitzen in hängenden kätzchenförmigen Blütenständen. Die männlichen Blütenstände sind 3 bis 5 cm lang; die weiblichen sind 8 bis 12 mm lang und 5 bis 7 mm breit. Die grünen, kleinen Blüten sind vierzählig. Die männlichen Blüten enthalten vier verwachsene Blütenhüllblätter und vier Staubblätter. Die weiblichen Blüten enthalten vier verwachsene Blütenhüllblätter und einen oberständigen, grünen Fruchtknoten. Die Übertragung des Pollens erfolgt durch den Wind (Anemophilie).

Die zylindrischen Fruchtverbände sind 2 bis 3 cm lang; sie reifen im Sommer und wechseln dabei ihre Farbe von grün über rot nach dunkelviolett. Jedes Einzelfrüchtchen enthält einen Kern, bei dem es sich um die eigentliche Frucht – eine Nuss – handelt. Die Früchte sind wohlschmeckend und essbar.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Die Rote Maulbeere ist ursprünglich im östlichen Nordamerika beheimatet. Dort erstreckt sich das Verbreitungsgebiet vom südlichen Ontario und Vermont bis nach Florida, im Westen bis zum südöstlichen Süd-Dakota und dem mittleren Texas.

Die Rote Maulbeere bevorzugt Standorte mit feuchten Böden. Sie ist häufig an Flussläufen anzutreffen. Sie kommt in Höhenlagen bis etwa 600 m vor.

Systematik

Die Erstbeschreibung durch den schwedischen Botaniker Carl von Linné wurde 1753 veröffentlicht.<ref>Sp. pl. 2:986. 1753. Siehe Eintrag bei GRIN Taxonomy for Plants.</ref> Die Rote Maulbeere hybridisiert in Nordamerika häufig mit der aus Eurasien eingeführten Weißen Maulbeere (Morus alba).

Nutzung

Holz

Das Hartholz hat eine goldgelbe Farbe und ist bei Möbel- und Kunstschreinern begehrt. Außerdem wird es zur Fassherstellung verwendet. Beim Wein- und Schnapsfass gibt das Holz die goldene Farbe an den Alkohol ab.

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Einzelnachweise

<references> <ref name="IPCN">Morus rubra bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Literatur

  • C. Frank Brockman: Trees of North America. St. Martin’s Press, New York 2001, ISBN 978-1-58238-092-6.

Weblinks

Commons: Rote Maulbeere (Morus rubra) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien