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Ahimelech

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Datei:Statuary David receives bread in Hradisko.jpg
Statuengruppe David nimmt vom Hohenpriester die Schaubrote an im Festsaal des Klosters Hradisko in Olomouc, 1734

Ahimelech ist der Name von drei Gestalten aus dem Tanach.

Name

Der Name Ahimelech, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), setzt sich aus den Elementen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) „Bruder“, „Verwandter“, „Stammesgenosse“, „Freund“<ref>Wilhelm Gesenius: Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. 18. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-25680-6, S. 32.</ref> und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) „König“<ref>Wilhelm Gesenius: Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. 18. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-25680-6, S. 685.</ref> zusammen und bedeutet „[mein] Bruder ist König“.<ref name=":0">Wilhelm Gesenius: Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. 18. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-25680-6, S. 37.</ref><ref name=":1">Joachim Vette: Ahimelech. In: WiBiLex. Deutsche Bibelgesellschaft, 1. März 2010, abgerufen am 18. Dezember 2022.</ref>

Die Septuaginta gibt den Namen mit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) wieder, die Vulgata mit Ahimelech.

Im altorientalischen Umfeld ist der Name gut bezeugt.<ref name=":1" /> Keilschriftlich findet er sich als Aḫi-milku, ugaritisch als ẢḪMLK und ỉḪMLK, punisch חמלך und חמלכת.<ref name=":0" />

Ahimelech von Nob

Der Priester Ahimelech von Nob ist der Sohn Ahitubs (Vorlage:Bibel/Link). Er stammt aus dem Priestergeschlecht Elis.<ref name=":1" /> Es ist nicht nachvollziehbar, wie die Familie aus Silo nach Nob kam. Möglicherweise flohen sie vor den Philistern oder der Umzug liegt in den Erfolgen Sauls begründet.<ref>Hans Joachim Stoebe: Das Erste Buch Samuelis. Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh 1973, S. 395.</ref> Das Nob im Gebiet Benjamin lag und Ahimelechs Bruder Ahija der Feldgeistliche Sauls war, deutet auf eine enge Verbindung zwischen der Priesterfamilie und dem saulidischen Haus.<ref name=":1" />

Auf seiner Flucht vor Saul gelangt David zu Ahimelech und behauptet, einen geheimen Auftrag Sauls auszuführen, woraufhin Ahimelech ihm fünf Schaubrote und das Schwert Goliats gibt (Vorlage:Bibel/Link). Doeg, ein Edomiter, der von Saul als Herr über die Hirten eingesetzt wurde, verrät dies an König Saul, der Ahimelech zur Rede stellt (Vorlage:Bibel/Link). Der Priester verteidigt sich:

„Wer hat sich denn von allen deinen Dienern so sehr bewährt wie David, der Schwiegersohn des Königs, der Anführer deiner Leibwache, der in deinem Haus hoch geehrt ist? Habe ich denn erst heute begonnen, für ihn Gott zu befragen? Keineswegs! Der König möge seinem Knecht und dem ganzen Haus meines Vaters nichts unterstellen; denn dein Knecht hat von alldem nichts gewusst, weder Wichtiges noch Unwichtiges.“

Dennoch verhängt Saul das Todesurteil über ihn und seine Familie, doch seine Leibwächter weigern sich, einen Priester JHWHs umzubringen (Vorlage:Bibel/Link). Möglicherweise spürten sie, dass das Urteil unberechtigt und maßlos war.<ref>Martin Holland: Das erste Buch Samuel. In: Gerhard Maier, Adolf Pohl (Hrsg.): Wuppertaler Studienbibel. Band 3. R. Brockhaus Verlag, Wuppertal 2002, S. 240.</ref> Schließlich führt Doeg das Urteil aus und tötet 85 Priester (Vorlage:Bibel/Link). Auch die ganze Stadt Nob wird ins Todesurteil eingeschlossen, lediglich Abjatar, der Sohn Ahimelechs, überlebt. (Vorlage:Bibel/Link). So ist der Loyalitätskonflikt zwischen Saul und David der Grund für Ahimelechs Tod.<ref name=":1" /> In Vorlage:Bibel/Link bekennt David seine Schuld an den Ereignissen. Dies wird durch die sekundären Überschrift von Vorlage:Bibel/Link erweitert und vertieft.<ref>Vivian L. Johnson: David in Distress: His Portrait Through the Historical Psalms. In: The Library of Hebrew Bible. New York 2009.</ref>

Im Neuen Testament nimmt Jesus auf Davids Essen der Schaubrote Bezug (Vorlage:Bibel/Link par. Mk 2,25f; Luk 6,3f), lässt jedoch Ahimelech und seinen Tod unerwähnt.

Ahimelech, der Sohn Abjatars

Ahimelech, der Sohn Abjatars, wird in Vorlage:Bibel/Link und Vorlage:Bibel/Link. Er ist ein Nachkomme Itamars. Gemeinsam mit Zadok, dem Sohn Ahitubs, war er an der Gruppeneinteilung der Priester beteiligt.<ref name=":1" /> Vorlage:Bibel/Link schreibt „Abimelech“ statt „Ahimelech“.<ref name=":0" /><ref>Martin Mulzer: Abimelech. In: WiBiLex. Deutsche Bibelgesellschaft, 1. Januar 2008, abgerufen am 18. Dezember 2022.</ref>

Ahimelech, der Hethiter

Ahimelech der Hethiter wird lediglich in Vorlage:Bibel/Link als Söldner Davids erwähnt. Neben Urija ist er der einzige Hethiter aus dem Umfeld Davids, der namentlich erwähnt wird.<ref name=":1" />

Weblinks

Commons: Achimelech – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein