Zum Inhalt springen

Sassenhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. Juni 2024 um 21:06 Uhr durch imported>Der blaue Reiter kehrt zurück (Einwohnerzahl aktualisiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Sassenhausen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(221)&title=Sassenhausen 51° 0′ N, 8° 24′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(221) 50° 59′ 33″ N, 8° 23′ 35″ O
 {{#coordinates:50,9925|8,3930555555556|primary
dim=10000 globe= name=Sassenhausen region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 550 (520–680) m
Fläche: 5,96 km²
Einwohner: 221 (30. Apr. 2024)<ref name="Einwohner2021">Einwohnerzahlen Stadt Bad Berleburg. (PDF; 413 KB) Bad Berleburg, abgerufen am 26. Juni 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 57319
Vorwahl: 02751
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Sassenhausen (mundartlich Sossehause) ist ein Stadtteil von Bad Berleburg im nordrhein-westfälischen Kreis Siegen-Wittgenstein.

Geographie

Lage

Sassenhausen befindet sich auf einem Höhenzug zwischen der Ortschaft Dotzlar und der Stadt Bad Laasphe. Die höchste Erhebung ist mit 680 m ü. NN der Bärenkopf.

Nachbarorte

Geschichte

Datei:020 ev. Kapelle Sassenhausen.jpg
Evangelische Kirche Sassenhausen

Erste urkundliche Zeugnisse datieren auf das Jahr 1395. In diesem Jahr wechselten die Besitzverhältnisse nach dem Aussterben der Ritter von Diedenshausen zu Brosken von Viermünden über. Im 16. Jahrhundert gehört der Ort zum Haus und Landgericht Richstein. Sassenhausen kam ab 1819 zum Schultheißenbezirk und ab 1845 zum Amt Arfeld. Der Ort hat jetzt 204 Einwohner, die sich auf 25 Häuser verteilen. 1900 zählte Sassenhausen 167 Einwohner.

Der Ort wurde im Rahmen der Gemeindegebietsreform nach den Bestimmungen des Sauerland-Paderborn-Gesetzes am 1. Januar 1975 nach Bad Berleburg eingemeindet.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref>

Einwohnerentwicklung

  • 1961: 234 Einwohner<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"/>
  • 1970: 221 Einwohner<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"/>
  • 1974: 216 Einwohner<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 138.</ref>
  • 2011: 260 Einwohner
  • 2021: 225 Einwohner<ref name="Einwohner2021" />

Religion

Bis 1666 gehörte der Ort zum Kirchspiel Arfeld; Einpfarrung nach Weidenhausen.

Politik

Seit 2009 ist Anke Fuchs-Dreisbach Ortsvorsteherin von Sassenhausen.

Sehenswürdigkeiten

Im Jahre 1703 errichtet der lokale Zimmermeister Mannus Riedesel eine Schulkapelle. Allein durch die Mittel der ortsansässigen Bauern konnte der Bau realisiert werden. Das Gebäude diente gleichzeitig als Kirch- und Schulgebäude. Der ehemalige Schulraum befindet sich unter der hinteren Empore. Bei dem Bau handelt es sich um einen reinen Fachwerkbau, welcher mit sehenswerten Schnitzereien versehen ist.

Blick von oberhalb Sassenhausens auf den Horst (657,2 m, Mitte) und den Bärenkopf (681,2 m, rechts davon, teils verdeckt). Im Hintergrund der linken Bildhälfte markante Berge des Rothaargebirges wie der Kahle Asten (841,9 m; 21,6 km), die Ziegenhelle (816,1 m; 17,5 km) mit Wallershöhe (812,1 m; 17,0 km) und Hasselrücken (766, m; 17,2 km); weiter rechts die Hohe Warte (644,8 m; 11,9 km), Wilde Struth; schließlich u. a. der Homberg (590,5 m; 7,6 km) östlich Schwarzenaus und, ganz rechts, die Doppelkuppe des Bubenbergs (bis 608,7 m; 11,5 km) nördlich Hatzfelds, jeweils Hatzfelder Bergland. In der Schneise der rechten Bildhälfte erkennt man insbesondere den Großen Ahlertsberg (644,9 m; 10,3 km). Zwischen Homberg und Bubenberg kann man bei guter Fernsicht über 40 km entfernte Berge des Kellerwaldes sehen (siehe Link auf Bildbeschreibungsseite).

Literaturhinweise

  • Bernd Geier (Hg.): Ortsheimatbuch Sassenhausen, Bad Berleburg-Sassenhausen 2001.
  • Johannes Burkardt, Zwei Urkunden des Ritters Gerlach von Diedenshausen und die Ersterwähnung Sassenhausens 1395, in: Wittgenstein. Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins, Jg. 84 (1996), Bd. 60, Heft 3, S. 82–86.
  • Christel Fehrmann: Der Ortsname Sassenhausen. Seine Entstehung, Bedeutung und Entwicklung, in:Wittgenstein, Jg. 83 (1995), Bd. 59, Heft 4, S. 152–156.
  • Bernd Geier, Besitzverhältnisse der Sassenhäuser Bauern zu Beginn des 18. Jahrhunderts, in: Wittgenstein, Jg. 85 (1997), Bd. 61, Heft 1, S. 2–10.
  • Ders.: Der Schulze-Hof in Sassenhausen. Ein bauhistorisches Kleinod, in: Wittgenstein, Jg. 86 (1998), Bd. 62, Heft 2, S. 64–66.
  • Joachim Naumann: Die Schulkapelle in Sassenhausen und Zimmermeister Mannes Riedesel, in: Wittgenstein, Jg. 60 (1972), Bd. 36, Heft 4, S. 206–211.
  • Werner Wied: Zur Geschichte des Dorfes Sassenhausen und seiner Kapelle. Mannes Riedesels Schulkapelle hatte eine Vorläuferin, in: Wittgenstein, Jg. 75 (1987), Bd. 51, Heft 4, S. 147–159 und                           Wittgenstein, Jg. 76 (1988), Bd. 52, Heft 1, S. 2–8.
  • Ders.: Dorf und Kapelle zu Sassenhausen – ein Nachtrag, in: Wittgenstein, Jg. 76 (1988), Bd. 52, Heft 1, S. 9–16.
  • Ders.: Noch einmal: Sassenhausen und seine Riedesel-Kapelle, in: Wittgenstein, Jg. 77 (1989), Bd. 53, Heft 1, S. 15–16.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein