Zum Inhalt springen

Avord

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. Oktober 2025 um 05:57 Uhr durch imported>Fan-vom-Wiki (Internierung deutscher Emigranten: fehlendes Leerzeichen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Avord
Datei:Blason ville fr Avord (Cher).svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Centre-Val de Loire
Département (Nr.) Cher (18)
Arrondissement Bourges
Kanton Avord
Gemeindeverband La Septaine
Koordinaten 47° 2′ N, 2° 39′ OKoordinaten: 47° 2′ N, 2° 39′ O
 {{#coordinates:47,033055555556|2,6533333333333|primary
dim=20000 globe= name=Avord region=FR-18 type=city
  }}
Höhe 147–196 m
Fläche
Einwohner 2.909 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 18520
INSEE-Code 18018
Website www.ville-avord.fr

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Avord [<templatestyles src="IPA/styles.css" />avɔʁ] ist eine französische Gemeinde mit 2909 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Cher in der Region Centre-Val de Loire. Sie gehört zum Kanton Avord und zum Gemeindeverband Communauté de communes La Septaine.

Geografie

Avord liegt im Berry an der Yèvre, 20 Kilometer südöstlich von Bourges und 7,8 Kilometer südwestlich des Kantonshauptorts Baugy, zwischen den Nachbargemeinden Farges-en-Septaine im Nordwesten und Jussy-Champagne im Süden<ref>La ville d'Avord. In: Info-Mairie.com. Abgerufen am 19. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>.

Geschichte

In alten Urkunden hieß Avord noch „Vor“ (1064), 1123 war es schon „Avor“, 1219 „Avorz“, dann „Avour“ (1409) und seit 1507 „Avord“.

Internierung deutscher Emigranten

Trotz bestehender gesetzlicher Grundlagen waren in Frankreich lebende deutsche Emigranten bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nicht verfolgt und auch nicht interniert worden. Das änderte sich mit Frankreichs Kriegseintritt am 3. September 1939, der am 5. September die Aufforderung an alle männlichen deutschen Staatsangehörigen zwischen 17 und 50 Jahren folgte, sich unverzüglich an Sammelpunkten einzufinden.Für die in Paris lebenden Emigranten war das Stade de Colombes einer der zentralen Sammelpunkte, von denen aus dann um die Mitte des Monats September herum die Verlegung der Internierten in Lager in ländlicheren Regionen erfolgte. Im Zuge dieser Entwicklung trafen am Nachmittag des 16. Septembers 1939 600 Männern am Bahnhof von Vierzon ein. 400 von ihnen marschierten in das dortige Lager Camp Sourioux, 200 wurden nach Avord verbracht.<ref>Ville de Vierzon: Le camp Sourioux, 23. September 2022 (Der Artikel erscheint auf der offiziellen Webseite der Stadt Vierzon.)</ref> France Archives, das französische Nationalarchiv, nennt für den 15. Januar 1940 Avord weiterhin als einen der Internierungsorte für Deutsche im Département Cher.<ref>France Archives – Portail National des Archives: Etranger (1) , internement administratif (2) sur le territoire du Cher</ref> Wie lange das Lager bestand, ist nicht belegt.

Bevölkerungsentwicklung

Vorlage:Démographie

Datei:Avord (18) Église Saint-Hugues - Extérieur - 04.jpg
Romanische Kirche Saint-Hugues

2006 hatte Avord siebenmal so viele Einwohner wie 1793. Die Einwohnerzahl stieg zwischen 1931 und 1936 sowie zwischen 1946 und 1954 sprunghaft an.

Wappen

Das Wappen ist durch einen horizontalen weißen (silbernen) Wellenbalken geteilt. Im oberen Teil ist auf blauem Grund ein griechisches Kreuz zu sehen auf dem in einem Kreis ein Lamm mit Fahne dargestellt ist. Das Griechische Kreuz findet sich auch im Giebel der Kirche. Das Lamm im Wappen hat allerdings nicht nur religiöse Bezüge, sondern erinnert zugleich an die Zeit der Schafzüchter. Im unteren grünen Feld sind zwei goldene Flügel abgebildet, die auf die Luftwaffenbasis in der Nähe des Ortes hinweisen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Datei:Gare d'Avord.JPG
Bahnhof Avord

Ein bedeutender Erwerbszweig in Avord ist die Landwirtschaft, vor allem der Anbau von Getreide. Um 1900 gab es noch viele Schafzüchter in Avord, aber sie sind bis heute praktisch verschwunden.

Im Nordwesten der Gemeinde, teilweise auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Farges-en-Septaine, befindet sich mit der Base aérienne 702 Avord der zweitgrößte Luftwaffenbasis der französischen Luftstreitkräfte.

Der Bahnhof Avord liegt an der elektrifizierten Eisenbahnstrecke von Vierzon nach Saincaize, einer Teilstrecke der Verbindung NantesLyon. Er wird aktuell von Zügen des TER Centre-Val de Loire, einer Untergesellschaft der französischen Staatsbahn SNCF, bedient.

Städtepartnerschaften

Seit 1977 besteht eine Städtepartnerschaft mit Aindling in Bayern, seit 2009 mit der belgischen Gemeinde Beauvechain.

Persönlichkeiten

Hier wurde 1880 als Tochter eines Hauptmanns Élisabeth Catez geboren, die spätere heilige Karmelitin und Mystikerin Elisabeth von der Dreifaltigkeit (1880–1906).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chronologie Élisabeth de la Trinité (Memento vom 23. April 2012 im Internet Archive)</ref>

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Cher. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-088-4, S. 111–113.

Weblinks

Commons: Avord – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Achères | Allogny | Annoix | Arçay | Argenvières | Assigny | Aubinges | Avord | Azy | Bannay | Barlieu | Baugy | Beffes | Belleville-sur-Loire | Bengy-sur-Craon | Boulleret | Bourges | Brécy | Bué | Charentonnay | Chârost | Chassy | Chaumoux-Marcilly | Civray | Concressault | Couargues | Couy | Crézancy-en-Sancerre | Crosses | Dampierre-en-Crot | Étréchy | Farges-en-Septaine | Feux | Fussy | Gardefort | Garigny | Groises | Gron | Henrichemont | Herry | Humbligny | Jalognes | Jars | Jussy-Champagne | Jussy-le-Chaudrier | La Chapelle-Montlinard | La Chapelle-Saint-Ursin | La Chapelotte | Lapan | Le Noyer | Léré | Les Aix-d’Angillon | Le Subdray | Levet | Lissay-Lochy | Lugny-Champagne | Lunery | Mareuil-sur-Arnon | Marmagne | Marseilles-lès-Aubigny | Menetou-Râtel | Menetou-Salon | Ménétréol-sous-Sancerre | Montigny | Morogues | Morthomiers | Moulins-sur-Yèvre | Neuilly-en-Sancerre | Neuvy-Deux-Clochers | Nohant-en-Goût | Osmoy | Parassy | Pigny | Plaimpied-Givaudins | Plou | Poisieux | Précy | Primelles | Quantilly | Rians | Saint-Ambroix | Saint-Bouize | Saint-Caprais | Saint-Céols | Saint-Doulchard | Sainte-Gemme-en-Sancerrois | Saint-Éloy-de-Gy | Sainte-Solange | Saint-Florent-sur-Cher | Saint-Georges-sur-Moulon | Saint-Germain-du-Puy | Saint-Just | Saint-Léger-le-Petit | Saint-Martin-d’Auxigny | Saint-Martin-des-Champs | Saint-Michel-de-Volangis | Saint-Palais | Saint-Satur | Sancergues | Sancerre | Santranges | Saugy | Savigny-en-Sancerre | Savigny-en-Septaine | Senneçay | Sens-Beaujeu | Sévry | Soulangis | Soye-en-Septaine | Subligny | Sury-en-Vaux | Sury-ès-Bois | Sury-près-Léré | Thauvenay | Thou | Trouy | Vailly-sur-Sauldre | Vasselay | Veaugues | Verdigny | Vignoux-sous-les-Aix | Villabon | Villegenon | Villeneuve-sur-Cher | Villequiers | Vinon | Vorly | Vornay Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein