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Gunther Tiersch

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Gunther Tiersch (* 30. April 1954 in Ratzeburg)<ref name="zdf.de">Gunther Tiersch. In: presseportal.zdf.de. Abgerufen am 11. Dezember 2014.</ref> ist ein deutscher Meteorologe und ehemaliger Ruderer. Er ist einer der jüngsten deutschen Goldmedaillengewinner bei Olympischen Spielen. Einem breiten Publikum ist er als Meteorologe vom Dienst, der über 30 Jahre lang die Wettervorhersage im Anschluss an die ZDF-Nachrichtensendungen heute und heute-journal moderiert hat, bekannt.

Leben und Wirken

Nachdem Tiersch bereits 1967 die deutsche Meisterschaft<ref name="sport-komplett.de">Rudern – Deutsche Meisterschaften (Herren-Achter). In: www.sport-komplett.de. Abgerufen am 11. Dezember 2014.</ref> und Europameisterschaft<ref>Rudern – Europameisterschaften (Herren-Achter). In: www.sport-komplett.de. Abgerufen am 11. Dezember 2014.</ref> als Steuermann des Deutschland-Achters erreicht hatte, siegte er 1968 im Alter von 14 Jahren als Steuermann des „Ratzeburger Achters“ bei den Deutschen Meisterschaften<ref name="sport-komplett.de" /> und gewann bei den Olympischen Sommerspielen 1968 in Mexiko-Stadt mit dem Deutschland-Achter vor Australien und der Sowjetunion die Goldmedaille.<ref name="AZ 2019">„Als 14-Jähriger hat er mit dem Deutschland-Achter bei den Olympischen Spielen in Mexiko Gold gewonnen.“ 70 Sekunden für die Wettervorhersage. In: Allgemeine Zeitung, 8. Februar 2019</ref><ref>Gunther Tiersch. In: Aktuelles Sportstudio, 1968</ref> Er übernahm den Kommandoplatz im Achter auf Empfehlung seines Vorgängers und Nachbarn Peter Niehusen, der zu schwer geworden war. Niehusen, der 1966 mit einer anderen Achter-Mannschaft Weltmeister geworden war, wohnte genau wie Gunther Tiersch in der Straße Am Hang in Ratzeburg. Auch Thomas Ahrens, der mit dem erfolgreichen Ratzeburger Achter bei den Ruder-Weltmeisterschaften 1962 in Tokio eine Silbermedaille ersteuerte, wohnte in dieser oberhalb der Stadtinsel Ratzeburg gelegenen Straße.<ref>Fischertechnik Clubheft 2/1968. Berlin 1968.</ref>

Für den Gewinn der Europameisterschaften 1967 wurde er gemeinsam mit dem Deutschland-Achter am 10. Mai 1968 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.<ref>Sportbericht der Bundesregierung an den Bundestag. In: Deutscher Bundestag (Hrsg.): Drucksache. Nr. 7/1040, 29. September 1973, S. 75 (bundestag.de [PDF; 1,7 MB; abgerufen am 14. Februar 2017]).</ref> Nach dem Olympiasieg wurde der Deutschland-Achter 1968 von den Sportjournalisten zur Mannschaft des Jahres gewählt. Die Jugendzeitung Bravo veröffentlichte seine Berichte aus dieser Zeit in einer eigenen Reihe.<ref name="Tiersch1">Christine Käppeler: Allwettermann. In: freitag.de. 18. Mai 2012, abgerufen am 14. Februar 2017 (Interview).</ref>

Nach dem Abitur 1974 an der Lauenburgischen Gelehrtenschule und Wehrdienst studierte Tiersch von 1975 bis 1982 an der FU Berlin Meteorologie und promovierte 1988 an der TU Berlin<ref name="zdf.de" /> zum Thema Die Bestimmung der aktuellen Evapotranspiration landwirtschaftlicher Nutzpflanzenbestände mit Hilfe mikrometeorologischer Verfahren.<ref>Gunther Tiersch: Die Bestimmung der aktuellen Evapotranspiration landwirtschaftlicher Nutzpflanzenbestände mit Hilfe mikrometeorologischer Verfahren. Berlin 1988, DNB 891368574.</ref>

Im Jahr 1985 fing er als freier Mitarbeiter beim ZDF an,<ref name="zdf.de" /> von 1987 bis 2020 moderierte er das Wetter nach den Hauptnachrichten<ref name="Tiersch1" />. 1990 wurde Tiersch festangestellter Mitarbeiter im ZDF, von 2004 bis 2019 war er verantwortlich für die Wetterredaktion.<ref name="zdf.de" /> Ab Januar 2020 befand er sich im Ruhestand und übernahm nur manchmal die Vertretung anderer Wettermoderatoren.<ref name="zdf.de" /> Am 29. Dezember 2020 kündigte er in der Wettermoderation nach der Heute-Sendung um 19 Uhr den endgültigen Abschied vom Bildschirm an.<ref>Nach 35 Jahren ZDF-Urgestein überrumpelt Zuschauer: „Das war meine letzte Sendung“. Bei: express.de, 29. Dezember 2020</ref><ref>ZDF heute Sendung vom 29. Dezember 2020. Abgerufen am 29. Dezember 2020.</ref>

Nach Beendigung der Wettermoderation im ZDF hält er Vorträge über Wetterphänomene und den Klimawandel. 2019 trat er in der ersten Folge der Gameshow Hätten Sie’s gewusst? als Wetter-Experte an.<ref>Hätten Sie’s gewusst?, Folge 1. Bei: fernsehserien.de</ref>

Tiersch ist verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohns.<ref name="zdf.de" /> Er hat drei Enkel und lebt in Essenheim in der Nähe von Mainz.<ref name="AZ 2019" /><ref name="rnz.de">Die Gefahren des Klimawandels – Gespräch mit ZDF-Meterologe Gunther Tiersch. Bei: rnz.de, 13. August 2016</ref>

Auszeichnungen

Weblinks

Offizielle Internetseite von Gunther Tiersch: http://www.gunthertiersch.de

Einzelnachweise

<references />

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1900: Carr, DeBaecke, Exley, Geiger, Hedley, Juvenal, Lockwood, Marsh, Stm. Abell (USA) | 1904: Cresser, Gleason, Schell, Flanagan, Armstrong, Lott, Dempsey, Exley, Stm. Abell (USA) | 1908: Gladstone, Kelly, Johnstone, Nickalls, Burnell, Sanderson, Etherington-Smith, Bucknall, Stm. Maclagan (GBR) | 1912: Burgess, Swann, Wormwald, Horsfall, Gillan, Garton, Kirby, Fleming, Stm. Wells (GBR) | 1920: Jacomini, Graves, Jordan, Moore, Sanborn, Johnston, Gallagher, King, Stm. Clark (USA) | 1924: Carpenter, Kingsbury, Lindley, Miller, Rockefeller, Sheffield, Spock, Wilson, Stm. Stoddard (USA) | 1928: Stalder, Brinck, Frederick, Thompson, Dally, Workman, Caldwell, Donlon, Stm. Blessing (USA) | 1932: Salisbury, Blair, Gregg, Dunlap, Jastram, Chandler, Tower, Hall, Stm. Graham (USA) | 1936: Morris, Day, Adam, White, McMillin, Hunt, Rantz, Hume, Stm. Moch (USA) | 1948: I. Turner, D. Turner, Hardy, Ahlgren, Butler, Brown, Smith, Stack, Stm. Purchase (USA) | 1952: Shakespeare, Fields, Dunbar, Murphy, Detweiler, Proctor, Frye, Stevens, Stm. Manring (USA) | 1956: Charlton, Wight, Cooke, Beer, Esselstyn, Grimes, Wailes, Morey, Stm. Becklean (USA) | 1960: Bittner, Hopp, Lenk, Rulffs, F. Schepke, K. Schepke, Schröder, von Groddeck, Stm. Padge (EUA) | 1964: Amlong, Amlong, Budd, Clark, Cwiklinski, Foley, Knecht, Stowe, Stm. Zimonyi (USA) | 1968: Meyer, Schreyer, Henning, Hottenrott, Ulbricht, Hirschfelder, Siebert, Ott, Stm. Tiersch (GER) | 1972: Hurt, Veldman, Joyce, Hunter, Wilson, Earl, Coker, Robertson, Stm. Dickie (NZL) | 1976: Baumgart, Döhn, Klatt, Kostulski, Lück, Wendisch, Karnatz, Prudöhl, Stm. Danielowski (DDR) | 1980: Krauß, Koppe, Kons, Friedrich, Doberschütz, Karnatz, Dühring, Höing, Stm. Ludwig (DDR) | 1984: Horn, Crawford, Mi. Evans, Steele, Main, Ma. Evans, Neufeld, Turner, Stm. McMahon (CAN) | 1988: Möllenkamp, Mellinghaus, Eichholz, Schultz, Wessling, Maennig, Rabe, Domian, Stm. Klein (GER) | 1992: Barber, Crosby, Forgeron, Marland, Porter, Rascher, Robertson, Wallace, Stm. Paul (CAN) | 1996: Maasdijk, Florijn, Bartman, Zwolle, van der Zwan, van Steenis, Simon, Rienks, Stm. Duyster (NED) | 2000: Lindsay, Hunt-Davis, Dennis, Attrill, Grubor, West, Scarlett, Trapmore, Stm. Douglas (GBR) | 2004: Read, Allen, Ahrens, Hansen, Deakin, Beery, Hoopman, Volpenhein, Stm. Cipollone (USA) | 2008: Byrnes, Hamilton, Howard, Kreek, Light, Rutledge, Seiterle, Wetzel, Stm. Price (CAN) | 2012: Adamski, Kuffner, Johannesen, Reinelt, Schmidt, Müller, Mennigen, Wilke, Stm. Sauer (GER) | 2016: Bennett, Durant, Gotrel, Langridge, Ransley, Reed, Satch, Hodge, Stm. Hill (GBR) | 2020: Mackintosh, Bond, Murray, Brake, Williamson, Wilson, Kirkham, Macdonald, Stm. Bosworth (NZL) 2024: Carnegie, Gibbs, Bolding, Dawson, Elwes, Digby, Rudkin, Ford, Stm. Brightmore (GBR)

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