Zum Inhalt springen

Caesiumiodid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Januar 2026 um 03:32 Uhr durch imported>ChemoBot (Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Kristallstruktur
Struktur von Caesiumiodid
Vorlage:Farbe Cs+ 0 Vorlage:Farbe I
Kristallsystem

kubisch

Raumgruppe

Pm3m (Nr. 221)Vorlage:Raumgruppe/221

Gitterparameter

a = 4,5679 Å

Koordinationszahlen

Cs[8], I[8]

Allgemeines
Name Caesiumiodid
Andere Namen

Cäsiumjodid

Verhältnisformel CsI
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser Feststoff<ref name=alfa>Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 232-145-2
ECHA-InfoCard 100.029.223
PubChem 24601
ChemSpider 23003
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 259,83 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name=alfa/>

Dichte

4,51 g·cm−3<ref name=alfa/>

Schmelzpunkt

626 °C<ref name=alfa/>

Siedepunkt

1280 °C<ref>Eintrag zu Caesium-Verbindungen. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Löslichkeit

gut in Wasser (440 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="CRC">CRC: Handbook of Chemistry and Physics. 55th edition. CRC-Press, 1974, ISBN 0-87819-454-1.</ref>

Brechungsindex

1,7873<ref name="CRC90_10_246">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Index of Refraction of Inorganic Crystals, S. 10-246.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 361​‐​400
P: 201​‐​260​‐​273​‐​280​‐​308+313<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

2386 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name=alfa/>

Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−347 kJ·mol−1<ref name=wiberg1 />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Caesiumiodid (auch Cäsiumjodid) ist ein weißes, kristallines Salz mit der Summenformel CsI, das in der IR-, UV- und Röntgenspektroskopie gebraucht wird. Es ist ein Salz der Iodwasserstoffsäure. Das Material ist sehr weich, schwierig zu polieren und empfindlich gegenüber Luftfeuchte. Die maximale Anwendungstemperatur beträgt 200 °C.

Eigenschaften

Caesiumiodid besitzt einen Brechungsindex von 1,73916 und einen Reflexionsverlust von 13,6 % bei einer Wellenlänge von 10,0 µm. Es ist lichtdurchlässig im Bereich 0,24–70 µm. Die Wärmeleitfähigkeit beträgt 1,13 W/(m · K) und die spezifische Wärmekapazität beträgt 201 J/(kg · K).

Caesiumiodid ist hitzestabil bis etwa 600 °C, die thermische Zersetzung setzt bei 670–800 °C ein.<ref name="Kulikov">I. A. Kulikov, M. L. Malyshev: Radiation-chemical decomposition of CsI. In: Atomic Energy 1983, 55(5), S. 316–318. doi:10.1007/BF01123994</ref>

Die Standardbildungsenthalpie von Caesiumiodid beträgt ΔHf0 = −347 kJ/mol.<ref name=wiberg1>A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9, S. 1170.</ref>

Anwendung

Datei:Kristall-CsI(Tl) mit Skala.jpg
CsI(Tl) für Szintillator

Caesiumiodid kann als transparentes Szintillationsmaterial in Szintillationszählern verwendet werden. Die hochenergetische Strahlung erzeugt im Kristall einen sogenannten elektromagnetischen Schauer, dessen Photonen dann mit einem Photomultiplier in ein messbares elektrisches Signal verwandelt werden. Es kann undotiert oder mit Thallium (Tl) oder Natrium (Na) dotiert als Szintillationsmaterial verwendet werden.

Als undotiertes Material wird es auch in der IR-Spektroskopie als Strahlenteiler verwendet.<ref name="riedel">E. Riedel: Anorganische Chemie. 8. Auflage, de Gruyter, Berlin 2011, ISBN 9783110225679. S. 624.</ref>

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang Caesiumfluorid | Caesiumchlorid | Caesiumbromid | Caesiumiodid Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang Lithiumiodid | Natriumiodid | Kaliumiodid | Rubidiumiodid | Caesiumiodid Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein