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Julie Clary

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Datei:Julie Clary - enfants.jpg
Julie Clary mit ihren Töchtern
Datei:Grand Coat of Arms of Julie Clary Queen Consort of Naples.svg
Allianzwappen Julies als Königin von Neapel

Marie-Julie Bonaparte geb. Clary (* 26. Dezember 1771 in Marseille; † 7. April 1845 in Florenz) war als Ehefrau von Joseph Bonaparte Königin von Neapel-Sizilien von 1806 bis 1808<ref>MeisterDrucke: Marie-Julie Clary, Ehefrau von Joseph Bonaparte, Königin von Spanien, ca. 1806–1808, 1896. Abgerufen am 25. Februar 2025.</ref> sowie Königin von Spanien von 1808 bis 1813.<ref>C. C. Meinhold und Söhne (Hrsg.): 6. Genealogie der Familie Bonaparte. S. 420.

https://digital.ub.uni-duesseldorf.de/download/pdf/1665864.pdf</ref><ref>Aus der Rumpelkammer der Weltgeschichte. Abgerufen am 25. Februar 2025.</ref>

Frühe Lebensjahre

Julie Clary wurde als Tochter von François Clary (*24. Feb 1725; † 20 Jan 1794), einem wohlhabenden Seidenfabrikanten und -händler<ref name=":3">Burke, Bernard; Montgomery-Massingberd, Hugh: Burke's royal families of the world. Vol. 1 Europe & Latin America. Hrsg.: Burke's Peerage Ltd. London, U.K. 1977, ISBN 0-85011-023-8, S. 594.</ref> irischer Abstammung aus Marseille<ref>Aus der Rumpelkammer der Weltgeschichte. Abgerufen am 25. Februar 2025.</ref>, und dessen zweiter Gattin Françoise Rose Somis<ref name=":0">CLARY Françoise Rose, née Soumis. In: Cimetière du Le Père Lachaise. Abgerufen am 25. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":3" /> (* 23. März 1760; † 6. Juni 1823, Paris)<ref>Nicolas Joseph Clary (1760–1823) – Find a Grave... Abgerufen am 25. Februar 2025.</ref> geboren. Die Mutter war eine Tochter des Joseph-Ignace Somis († 1750),<ref>Joseph Valynseele: Les maréchaux du Premier Empire. Leur famille et leur descendance, Paris 1957, S. 102.</ref> Ingenieur im Hafen von Marseille.<ref>Paul Bauer: Deux siècles d'histoire au Père Lachaise, 2006, S. 208.</ref> Die Eheschließung der Eltern fand am 26. Juni 1759 statt.

Hochzeit

Am 14. Thermidor des Jahres II (1. August 1794)<ref name=":4">Glanz und Untergang der Familie Napoleons. Abgerufen am 25. Februar 2025.</ref> heiratete sie in Cuges-les-Pins<ref>Louda, Jirí; Michael MacLagan: Lines of Succession: Heraldry of the Royal Families of Europe,. Hrsg.: Little, Brown and Company. 2. Auflage. London, U.K 1999, ISBN 1-85605-469-1 (1000 S.).</ref> bei Marseille den im Frühjahr 1793<ref name=":4" /> aus Korsika geflohenen Anwalt Joseph Bonaparte, den älteren Bruder Napoleon Bonapartes, welcher damals noch ein junger Offizier war.<ref>Glanz und Untergang der Familie Napoleons. Abgerufen am 25. Februar 2025.</ref> Laut der Historikerin Gertrude Aretz war Julie "weder schön noch anziehend. Die kleine, unentwickelte Gestalt, das viel zu kurze Gesicht mit der lederartigen ungesunden Haut gaben ihr den Anschein einer kränklichen Person. Dazu hatte sie eine sehr unförmige Nase und große runde Augen, die ungewöhnlich hervortraten".<ref name=":4" /><ref>Gertrude Aretz: Glanz und Untergang der Familie Napoleons. mit 49 Abbildungen in Kupfertiefdruck. Hrsg.: Illustrierte Aretz-Standard-Werke Bernina-Verlag Ges. m. b. H. Wien VIII 1937, ISBN 3-95801-479-8, S. Kapitel 2.</ref> Die Hochzeit erfolgte von Seiten Josephs nicht zuletzt aufgrund der hohen Mitgift Julies.<ref>Ulrike Knöll: Liebesgeflüster - Mit Désirée von Rancé 1795 ... 9. Oktober 2020, abgerufen am 25. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sie begleitete ihren Ehemann nach Italien, als er 1797 Botschafter in Rom wurde, und ließ sich 1804 mit ihm in Paris nieder.<ref>Lindwall, Lilly: (schwedisch) Desideria. Bernadotternas anmoder. [Desideria. Die Ahnenmutter der Bernadottes]. Hrsg.: Åhlén och Åkerlunds Förlag A.-B. Stockholm 1919.</ref>

Als sich ihr Schwager Napoleon 1804 zum Kaiser ernannte, ernannte er seinen Bruder Joseph zum Kaiserprinzen und machte Julie zur Kaiserprinzessin. Bei der Krönung des Kaiserpaares im selben Jahr wurde Julie die Aufgabe übertragen, zusammen mit ihren Schwägerinnen den Gefolge der Kaiserin zu tragen.<ref name=":1">Philip Mansel: The Eagle in Splendour. London, UK 2021, ISBN 978-0-7556-4583-1, S. 256.</ref>

Königin von Neapel

Im Jahr 1806 wurde Joseph Bonaparte zum König von Neapel ernannt und Julie somit zur Königin. Sie schloss sich Joseph im April 1808 in Neapel an, als Napoleon sie dorthin schickte, um ihn zu unterstützen, da er zu diesem Zeitpunkt mit einer Rebellion konfrontiert war. Als sie abreisten, waren die Neapolitaner überzeugt, dass sie viele Wertgegenstände mitgenommen hatten, und kommentierten:

"Der König kam wie ein Herrscher und ging wie ein Räuber. Die Königin kam in Lumpen und ging wie eine Herrscherin."

Doch am 15. Juli 1808 erhielt Joachim Murat den Thron von Neapel und löste am 6. September 1808 Joseph ab, der zum König von Spanien ernannt wurde. Julie Bonaparte war die erste Königin Spaniens, die nicht von königlicher Abstammung war. Obwohl Julie sich Berichten zufolge der Hofetikette und der „königlichen Förmlichkeit“ entsprechend benehmen konnte, zog sie es vor, ein privates Leben im Kreise ihrer Familie und Verwandten in ihrem Schloss in Mortefontaine, Oise (das sie im Jahr 1800 gekauft hatte) zu führen, fernab vom Hof und fernab von ihrem ehebrecherischen Ehemann.<ref name=":1" /> wo sie über die ehebrecherischen Beziehungen ihres Mannes mit Teresa de Montalvo<ref>ad_hlab_min: Teresa Montalvo a salonnière. Calle de la Luna (Madrid) - History Lab. 19. Februar 2022, abgerufen am 25. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, Gräfinwitwe von Jaruco, und María del Pilar Acedo y Sarriá<ref>HI Iberia Ingeniería y Proyectos: Historia Hispánica. Abgerufen am 25. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, Marquise von Montehermoso, auf dem Laufenden gehalten wurde.

In Frankreich galt sie als Repräsentantin Josephs und seines Königreichs und wurde am französischen Kaiserhof Napoleons feierlich als Königin Spaniens behandelt.<ref name=":2">HI Iberia Ingeniería y Proyectos: Historia Hispánica. Abgerufen am 25. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie fungierte effektiv als Botschafterin und Informantin Josephs und führte einen politischen Briefwechsel mit ihm über Napoleons Pläne für Spanien. Sie warnte Joseph, dass er die notwendigen Vorkehrungen treffen sollte, um Spanien, seine Einheit, seine Finanzen und seine Armee selbst zu kontrollieren, da Napoleon Spanien niemals zu unabhängig werden lassen würde.<ref name=":2" /> In Spanien wurde sie als „Reina ausente“ („Die abwesende Königin“) bezeichnet.

Der Sturz Napoleons

Napoleons Armee wurde am 21. Juni 1813 in der Schlacht von Vitoria besiegt. Während des Krieges gewährte Julie ihrer Schwester Desirée Clary, die durch ihre Heirat mit dem Kronprinzen von Schweden de facto eine feindliche Staatsbürgerin war, sowie ihrer Schwägerin Catharina von Württemberg in ihrem Haus in Mortefontaine Zuflucht, und als die alliierten Truppen 1814 Paris einnahmen, suchte Julie selbst Zuflucht im Haus ihrer Schwester Desirée in Paris. Nach der Abdankung Napoleons im Jahr 1814 kaufte Julie das Schloss Prangins in der Schweiz, in der Nähe des Genfersees.

Im Jahr 1816 wollte ihre Schwester Desiree, die Kronprinzessin von Schweden, Julie bei ihrer Rückkehr nach Schweden mitnehmen. Ihr Ehemann, der Kronprinz, hielt dies jedoch für unklug, da Julie ein Mitglied der Familie Bonaparte war und ihre Anwesenheit als Zeichen dafür verstanden werden konnte, dass er auf der Seite des abgesetzten Napoleon stand. Aus diesem Vorhaben wurde letztlich nichts.<ref>Hedvig Elisabeth Charlotte von Holstein-Gottorp: Hedvig Elisabeth Charlottas dagbok: 1812-1817. Hrsg.: P. A. Norstedt & söner. Band 9. Stockholm 1942, OCLC 186130660 (711 S.).</ref>

Während der Hundert Tage im Jahr 1815 war Julie unter denen, die Napoleon im Pariser Palast begrüßten; sie war zusammen mit seiner ehemaligen Stieftochter Hortense in eine kaiserliche Hofrobe gekleidet.<ref name=":1" />

Nach der Schlacht bei Waterloo und dem zweiten Sturz Napoleons im Jahr 1815 wurden die Mitglieder der Familie Bonaparte ins Exil geschickt. Mit dem Erlös aus dem Verkauf spanischer Gemälde aus geplünderten Palästen, Schlössern, Klöstern und Rathäusern Madrids kaufte Joseph ein Anwesen namens „Point Breeze<ref>Point Breeze (Bonaparte Estate). Abgerufen am 25. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> “ in Bordentown<ref>Client Challenge. Abgerufen am 25. Februar 2025.</ref>, New Jersey in der Nähe des Delaware River. Um inkognito zu bleiben, nahm er den Titel eines Grafen von Survilliers an, nach einem kleinen Eigentum, das er in der Nähe von Paris besaß. Julie selbst folgte ihm jedoch nicht, sondern ging mit ihren Töchtern nach Frankfurt, wo sie sechs Jahre lang, getrennt von ihrem französisch-amerikanischen Ehemann, blieb.

Joseph Bonaparte blieb bis 1832 in den Vereinigten Staaten, bevor er wieder nach Europa zurückkehrte. Später zog sie nach Brüssel und dann nach Florenz in den Palazzo della Serristori<ref>https://aroundus.com/p/8142483-palazzo-serristori-oltrarno</ref>. Obwohl sie von 1832 bis 1844 die Frau des kaiserlichen Thronprätendents von Frankreich war, unternahm sie keinen Versuch, die Bindung zum französischen Volk wiederherzustellen. Während dieser Zeit verlor sie den Kontakt zu ihrer Schwester Désirée, die sich als Königin in Schweden niedergelassen hatte.

Im Jahr 1840 folgte Joseph ihr nach Florenz. Trotz seines Ehebruchs sprach sie angeblich von ihm als „ihrem geliebten Ehemann“. Er starb am 28. Juli 1844, im Alter von sechsundsiebzig Jahren. Julie starb acht Monate später am 7. April 1845, im Alter von dreiundsiebzig Jahren. Sie wurde neben Joseph in der Basilika Santa Croce in Florenz begraben.

Im Jahr 1862 brachte der selbsternannte französische Kaiser Napoleon III. die sterblichen Überreste von Joseph Bonaparte nach Frankreich zurück und ließ sie neben seinem jüngeren Bruder, Kaiser Napoleon I. im Invalidendom begraben<ref>Joseph Bonaparte (1768–1844) – Find a Grave... Abgerufen am 25. Februar 2025.</ref>. Julies sterbliche Überreste befinden sich noch heute in der Basilika Santa Croce in Florenz<ref>Julie Clary Bonaparte (1777–1845) – Find a Grave... Abgerufen am 25. Februar 2025.</ref> neben denen ihrer Tochter Charlotte, die am 3. März 1839 im Alter von 36 Jahren im italienischen Lucca starb. Berichten zufolge starb Charlotte bei der Geburt ihres Kindes.

Nachkommen

Durch ihre Ehe mit Joseph wurde sie 1806 Königin von Neapel und Sizilien und 1808 bis 1813 Königin von Spanien. Aus der Ehe gingen drei Töchter hervor:

Geschwister (Auszüge)

Mutter Thérèse Gabrielle Fléchon

<ref>:: worldhistory :: Personen der Weltgeschichte ::. Abgerufen am 25. Februar 2025.</ref><ref>Albert Révérend: Titres, anoblissements et pairies de la restauration 1814–1830;. Paris : Chez l'auteur et chez H. Champion, 1901 (archive.org [abgerufen am 25. Februar 2025]).</ref> (1732–1758)

Mutter Françoise Rose Somis

Weblinks

Commons: Julie Clary – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

VorgängerinAmtNachfolgerin
Maria Luise von Bourbon-ParmaKönigin von Spanien
1808–1813
Maria Isabella von Portugal

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