Zirconium(IV)-chlorid
| Kristallstruktur | ||||||||||||||||
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| Zirconium(IV)-chlorid | ||||||||||||||||
| Vorlage:Farbe Zr4+ Vorlage:Farbe Cl− | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Zirconium(IV)-chlorid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Verhältnisformel | ZrCl4 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
an Luft rauchendes weißes Pulver<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 233,03 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="Merck"/> | |||||||||||||||
| Dichte |
2,8 g·cm−3<ref name="Merck"/> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
437 °C bei 25,3 bar<ref name="IS4" /> | |||||||||||||||
| Sublimationspunkt |
331 °C<ref name="Merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref> | |||||||||||||||
| Dampfdruck |
1,3 hPa bei 190 °C<ref name="Merck"/> | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
Zersetzung in Wasser<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | ||||||||||||||||
| Thermodynamische Eigenschaften | ||||||||||||||||
| ΔHf0 |
−982 kJ·mol−1<ref>D’Ans/Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker, Band 1, Springer-Verlag 1967, S. 595.</ref> | |||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Zirconium(IV)-chlorid ist ein Chlorid des Zirconiums. Es ist ein weißes Pulver, welches an Luft rasch hydrolysiert. Es ist eine wichtige Verbindung, die zur Herstellung von Zirconium sowie anderen Zirconiumverbindungen dient.
Gewinnung und Darstellung
Zirconium(IV)-chlorid kann durch Carbochlorieren von Zirconiumdioxid gewonnen werden. Das Zirconiumoxid wird dazu mit Koks im Lichtbogen zu Zirconiumcarbonitrid (kohlenstoff- und stickstoffhaltiges Zirconium) und anschließend mit Chlor zu Zirconium(IV)-chlorid umgesetzt.
- <math>\mathrm{ZrO_2\ + 2\ C + 2\ Cl_2 \ \xrightarrow{900^{\circ}C} \ ZrCl_4 +\ 2\ CO }</math>
Ebenfalls möglich ist die Darstellung durch Chlorierung von Zirconium mit Chlor bei 650 °C oder mit Blei(II)-chlorid bei 500 °C.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1358.</ref>
- <math>\mathrm{Zr + 2 \ Cl_2 \longrightarrow ZrCl_4}</math>
- <math>\mathrm{Zr + 2 \ PbCl_2 \longrightarrow ZrCl_4 + 2 Pb}</math>
Eine weitere Möglichkeit ist die Darstellung durch Umsetzung des Oxides mit gasförmigem Kohlenstofftetrachlorid (in einem Stickstoffstrom) bei 450 °C bis 500 °C<ref name="IS4"></ref>:
- <chem>ZrO2 + 2 CCl4 -> ZrCl4 + 2 COCl2</chem>
Eigenschaften
Physikalische Eigenschaften
Zirconium(IV)-chlorid besitzt eine Polymerstruktur wie Hafnium(IV)-chlorid HfCl4. Seine Standardbildungsenthalpie beträgt −980,52 kJ/mol, seine molare Standardentropie 181,41 JK−1mol−1 und seine Wärmekapazität 125,38 JK−1mol−1.
Verwendung
Zirconium(IV)-chlorid wird verwendet:
- zur Herstellung von Zirconiumverbindungen wie Zirconylchlorid ZrOCl2 und Zirconium-organischen Komplexverbindungen
- als Katalysator bei Friedel-Crafts-Reaktionen und Polymerisationen von Olefinen und Epoxiden.
- als Zwischenprodukt bei der Gewinnung von metallischem Zirconium nach dem Kroll-Verfahren
- Bei der Wiederaufarbeitung von abgebrannten Kernbrennstoff nach dem Halogen-Volatilitätsverfahren können die Zirconium-Hüllrohre chemisch durch Reaktion mit Chlor zu Zirconiumchlorid umgesetzt werden
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Ätzender Stoff
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- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Zirconiumverbindung
- Chlorid