Luis Scola
Luis Alberto Scola Balvoa (* 30. April 1980 in Buenos Aires) ist ein ehemaliger argentinischer Basketballspieler. Zurzeit steht er bei Pallacanestro Varese in der Lega Basket Serie A als Funktionär unter Vertrag. Zuvor war er unter anderem von 2007 bis 2017 in der nordamerikanischen Profiliga NBA aktiv. Außerdem spielte Scola für die argentinische Nationalmannschaft.
Karriere
Scola begann seine Karriere bei der Jugendmannschaft von Ferro Carril Oeste in Buenos Aires. Sein Profidebüt gab er mit dem Seniorenteam in der Saison 1996/97. 1998 ging er zum spanischen Zweitligisten Cabitel Gijón, dem er zum Aufstieg verhalf. 1999 unterzeichnete er bei Tau Cerámica Vitoria, blieb allerdings für eine weitere Saison bei Cabitel Gijón. In der Saison 2000/01 spielte Scola dann erstmals für Tau Cerámica in der Liga ACB.
Im NBA Draft 2002 wurde Scola in der zweiten Runde an 56. Stelle von den San Antonio Spurs ausgewählt. 2005 versuchten die Spurs ihn bei Tau Cerámica freizukaufen. Dies konnte jedoch nicht bewerkstelligt werden. Bis 2007 blieb Scola daher in Spanien.
Im Juli 2007 tauschten die Spurs die Rechte an Scola (zusammen mit Jackie Butler) an die Houston Rockets für Vasilios Spanoulis, einen zukünftigen Zweitrunden-Draftpick und Geldleistungen ein. Schon drei Tage später unterzeichnete Scola einen Dreijahresvertrag bei den Rockets. Bis zu seinem Wechsel in die NBA war Scola mit 2.054 erzielten Punkten Spitzenreiter der EuroLeague (im November 2007 von Marcus Brown übertroffen) und mit 144 Einsätzen, neben dem Italiener Denis Marconato, Rekordhalter im bedeutendsten europäischen Wettbewerb für Vereinsmannschaften.
Im Sommer 2012 nutzten die Rockets die sogenannte „Amnesty-Klausel“, um Scola aus seinem Vertrag zu entlassen. Damit wollte das Team vor allem Scolas Gehalt für zukünftige Verpflichtungen einsparen.
In seiner ersten NBA-Saison konnte er durchschnittlich 10,3 Punkte und 6,4 Rebounds erreichen, wofür er am Ende der Saison in das NBA All-Rookie First Team berufen wurde.
Am 15. Juli 2012 gewannen die Phoenix Suns das Rennen um Scola und nahmen ihn unter Vertrag.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Suns awarded forward Luis Scola ( vom 17. Juli 2012 im Internet Archive)</ref> Nach einem Jahr bei den Suns wurde Scola im Sommer 2013 für Gerald Green zu den Indiana Pacers transferiert.
In der Saison 2015/16 spielte er für die Toronto Raptors. Im Sommer 2016 wechselte er zu den Brooklyn Nets. Er wurde jedoch nach wenigen Monaten entlassen. Danach fand er kein NBA-Team mehr.
Von 2017 bis 2019 spielte er in China. Zunächst für die Shanxi Brave Dragons und in der Saison 2018/19 für die Shanghai Sharks.
Bei der Basketball-Weltmeisterschaft in China 2019 führte er seine Mannschaft ins Finale gegen Spanien und war der Liebling des Publikums.<ref name="SZ-4600948">Jonas Beckenkamp: WM in China - "Er ist unser Lehrer". In: sueddeutsche.de. 14. September 2019, abgerufen am 28. Januar 2024.</ref> Er war der drittälteste Spieler des Turniers und gehörte zu den zehn besten Spielern.<ref name="SZ-4600948" />
Nach der Erfahrung in China kehrt er nach Europa zurück und unterschreibt im September 2019 bei Olimpia Milano in der obersten italienischen Lega Basket Serie A.<ref>[1]</ref>
Im Juli 2020 wechselt er innerhalb der Lega Basket zu Pallacanestro Varese.<ref>[2]</ref>
Erfolge und Auszeichnungen
- In der Saison 2001/02 führte er Tau Cerámica Vitoria zum Titelgewinn in der Liga ACB.
- Mit Tau Cerámica konnte er dreimal den Copa del Rey gewinnen (2002, 2004 und 2006). Außerdem gewann die Mannschaft 2006 den spanischen Supercup.
- Scola wurde zweimal zum MVP der Liga ACB gewählt (2005 und 2007).
- Mit der argentinischen Nationalmannschaft gewann Scola 2004 die Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen in Athen.
- Bei den Amerikameisterschaften 2007, 2009, 2011 und 2015 wurde Scola zum MVP gewählt.
Sonstiges
Scola gehörte Anfang 2008 zu einem Kreis von 105 Basketballspielern, die von der EuroLeague nominiert wurden, um fünfzig bedeutende Persönlichkeiten des Basketballsports in Europa bestimmen und in der Folge im Mai 2008 in Madrid (Spanien) ehren zu können. Alle nominierten Spieler haben in den Europapokal-Wettbewerben der FIBA Europa und der EuroLeague eine besonders herausragende Rolle gespielt und gehörten jeweils zu den besonders herausgehobenen „Stars“ ihrer nationalen Ligateams.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The All-Time Player Nominees ( vom 2. Januar 2015 im Internet Archive) - A bis Z. Website Euroleague Basketball. Abgerufen am 21. Oktober 2011.</ref>
Weblinks
- Luis Scola – Spielerprofil auf NBA.com (englisch)
- Luis Scola – Spielerprofil auf basketball-reference.com (englisch)
- Luis Scola – Übersicht über Teilnahmen an internationalen FIBA-Turnieren (archiviert)
- Vorlage:ULEB-Spielerprofil
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Vorlage:Klappleiste/Anfang 1991/92: Darryl Middleton | 1992/93: Darryl Middleton | 1993/94: Arvydas Sabonis | 1994/95: Arvydas Sabonis | 1995/96: Michael Anderson | 1996/97: Kenny Green | 1997/98: Dejan Bodiroga | 1998/99: Tanoka Beard | 1999/2000: Darryl Middleton | 2000/01: Lou Roe | 2001/02: Tanoka Beard | 2002/03: Wálter Herrmann | 2003/04: Andrés Nocioni | 2004/05: Luis Scola | 2005/06: Juan Carlos Navarro | 2006/07: Luis Scola | 2007/08: Marc Gasol | 2008/09: Felipe Reyes | 2009/10: Tiago Splitter | 2010/11: Fernando San Emeterio | 2011/12: Andy Panko | 2012/13: Nikola Mirotić | 2013/14: Justin Doellman | 2014/15: Felipe Reyes | 2015/16: Ioannis Bourousis | 2016/17: Sergio Llull | 2017/18: Luka Dončić | 2018/19: Nicolás Laprovíttola | 2019/20: Nikola Mirotić | 2020/21: Giorgi Schermadini | 2021/22: Džanan Musa Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 2004: Dejan Bodiroga | 2005: Tiago Splitter | 2006: Luis Scola | 2007: Tiago Splitter | 2008: Pablo Prigioni | 2009: Juan Carlos Navarro | 2010: Juan Carlos Navarro | 2011: Juan Carlos Navarro | 2012: Rudy Fernández | 2013: Sergio Rodríguez | 2014: Sergio Llull | 2015: Pau Ribas | 2016: Kyle Kuric | 2017: Erick Green | 2018: Sergio Llull | 2019: Facundo Campazzo | 2020: Facundo Campazzo | 2021: Sergio Llull | 2022: Walter Tavares Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
2004/05 | 2005/06 | 2006/07 | 2007/08 | 2008/09 | 2009/10 | 2010/11 | 2011/12 | 2012/13 | 2013/14 | 2014/15 | 2015/16 | 2016/17 | 2017/18 | 2018/19 | 2019/20 | 2020/21 | 2021/22 | 2022/23 | 2023/24 | 2024/25 | 2025/26
November: Michael Batiste |
Dezember: Luis Scola
Januar: Lazaros Papadopoulos |
Februar: Matjaž Smodiš |
März: Daniel Santiago |
April: Ramūnas Šiškauskas
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Scola, Luis |
| ALTERNATIVNAMEN | Luis Alberto Scola Balvoa (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | argentinischer Basketballspieler |
| GEBURTSDATUM | 30. April 1980 |
| GEBURTSORT | Buenos Aires, Argentinien |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Argentiniens Sportler des Jahres
- Olympiasieger (Basketball)
- Amerikameister (Basketball)
- Spanischer Meister (Basketball)
- Olympiateilnehmer (Argentinien)
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2004
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2008
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2012
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2016
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2020
- Basketballnationalspieler (Argentinien)
- Sportler (Buenos Aires)
- Argentinier
- Mann
- Geboren 1980
- Basketballspieler (Saski Baskonia)
- Basketballspieler (Gijón Baloncesto)
- Basketballspieler (Pallacanestro Varese)
- Basketballspieler (Olimpia Milano)
- Basketballspieler (Shanghai Sharks)
- Basketballspieler (Ferro Carril Oeste)
- Basketballspieler (Shanxi Loongs)