Edingen (Ralingen)
Edingen Ortsgemeinde Ralingen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(300)&title=Edingen 49° 49′ N, 6° 29′ O
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| Höhe: | 165 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 300 (31. Jan. 2025)<ref>Gemeindebestandsstatistik - Verbandsgemeinde Trier-Land. (PDF; 49 kB) Personen mit Hauptwohnung. Verbandsgemeinde Trier-Land, abgerufen am 5. März 2025.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 17. März 1974 | |||||
| Postleitzahl: | 54310 | |||||
| Vorwahl: | 06585 | |||||
Lage von Edingen in Rheinland-Pfalz
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Edingen (, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Ortsteil und ein Ortsbezirk der Ortsgemeinde Ralingen im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz.
Geographie
Edingen liegt an der Sauer direkt an der Grenze zu Luxemburg. Am Ort vorbei verläuft die Bundesstraße 418. Die Nachbarorte von Edingen sind Minden und Steinheim im Westen und Godendorf im Osten.
Zu Edingen gehören auch die Wohnplätze Edingerberg, Klingerbach, Kömbchen, Läschhof und Muckenbach.<ref name="GV2025p123">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref>
Geschichte
Über die ersten urkundlichen Erwähnungen von Edingen sind im „Goldenen Buch der Abtei Echternach“ zwei Urkunden aus dem 9. Jahrhundert enthalten: Im Jahr 861 oder 862 (siebtes Regierungsjahr des fränkischen Königs Lothar) schenkte ein Gesramus seine Güter zu Edingen und Weis dem Kloster Echternach.<ref name="beyer1865a" /> Im Jahr 864 oder 865 schenkte der Priester Wiecmann (Wincmannus) alle seine Güter zu Edinga dem Kloster Echternach.<ref name="beyer1865b" /> Ein Schutzbrief des Papstes Viktor IV. vom 9. Juni 1161 erwähnt außer dem Dorf auch die dort befindliche Kirche.<ref name="lorenzi1887" /> In einem Weistum aus dem Jahr 1588 erkennen die Schöffen den Abt zu Echternach als Grundherren und den Landesfürsten (Luxemburg) als Hochgerichtsherren an.<ref name="lorenzi1887" />
Edingen war dem Verwaltungs- und Gerichtsbezirk der luxemburgischen Propstei Echternach zugeordnet.
Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Von 1795 bis 1814 gehörte der Ort zum französischen Kanton Echternach im Departement der Wälder.<ref name="baersch1846" />
Im Jahr 1815 wurde das ehemals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Damit kam die Gemeinde Edingen 1816 zum Landkreis Trier im Regierungsbezirk Trier in der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufging. Die Gemeinde Edingen wurde der Bürgermeisterei Ralingen unterstellt.<ref name="baersch1846" />
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Edingen innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.
Am 1. Juni 1972 wurde zunächst aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Edingen und Godendorf die neue Gemeinde Edingen gebildet. Am 17. März 1974 wurden in einem weiteren Schritt die vier bis dahin selbständigen Gemeinden Edingen, Kersch, Olk und Wintersdorf nach Ralingen eingemeindet.<ref name="GV2016p176">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref>
Politik
Ortsbezirk
Edingen ist gemäß Hauptsatzung einer von sechs Ortsbezirken der Ortsgemeinde Ralingen. Der Ortsbezirk umfasst das Gebiet der früheren Gemeinde. Die Interessen des Ortsbezirks werden durch einen Ortsbeirat und durch einen Ortsvorsteher vertreten.<ref>Hauptsatzung der Ortsgemeinde Ralingen vom 26. November 2009 in der Fassung der I. Änderungssatzung vom 13. Februar 2019. (PDF) § 2 Ortsbezirke. Verbandsgemeinde Trier-Land, abgerufen am 28. August 2024.</ref>
Ortsbeirat
Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsvorsteher als Vorsitzendem.
Die Sitzverteilung:
| Wahl | CDU | FW<templatestyles src="FN/styles.css" /> (*) | Gesamt |
|---|---|---|---|
| 2024 | 3 | 2 | 5 Sitze<ref>Ortsbeiratswahl 2024 Verhältniswahl: Edingen. Verbandsgemeinde Trier-Land, abgerufen am 23. November 2024.</ref> |
| 2019 | 3 | 2 | 5 Sitze<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Ortsbeiratswahl 2019 Edingen. Abgerufen am 1. April 2021.</ref> |
| 2014 | 3 | 2 | 5 Sitze<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Ortsbeiratswahl 2014 Edingen. Abgerufen am 1. April 2021.</ref> |
| 2009 | 3 | 2 | 5 Sitze<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Ortsbeiratswahl 2009 Edingen. Abgerufen am 1. April 2021.</ref> |
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Ortsvorsteher
Franz-Josef Kimmlingen (CDU) ist Ortsvorsteher von Edingen. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 83,02 %<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 1. April 2021 (siehe Trier-Land, Verbandsgemeinde, 20. Ergebniszeile). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> und am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 77,7 % jeweils für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.<ref>Ortsvorsteherwahl 2024: Edingen. Verbandsgemeinde Trier-Land, abgerufen am 23. November 2024.</ref>
Kultur und Sehenswürdigkeiten
In der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz werden folgende Kulturdenkmäler genannt:<ref>Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Vorlage:KulturdenkmälerRP/Trier-Saarburg</ref>
- Katholische Pfarrkirche St. Lambertus, klassizistischer Saalbau (Erweiterung 1860), romanischer Turm (frühes 12. Jahrhundert)
- Pfarrhaus, spätbarock (bezeichnet 1788)
- Hofanlage; Krüppelwalmdachbau (bezeichnet 1824)
- Zollbeamtenwohnhaus, eingeschossiger Krüppelwalmdachbau (um 1920)
- Wegekapelle, neugotisch (1884)
- zwei Schaftkreuze (16. und 17. Jahrhundert)
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Literatur
- Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 15, Abt. 2. L. Schwann, Düsseldorf 1936 (Die Kunstdenkmäler des Landkreises Trier), Nachdruck vom Verlag der Akademischen Buchhandlung Interbook, Trier 1981, S. 87–91.
Weblinks
- Edingen auf den Seiten der Ortsgemeinde Ralingen
- Ortsgeschichte Edingen. Eintrag in der Datenbank der Kulturgüter in der Region TrierVorlage:Abrufdatum.
Einzelnachweise
<references> <ref name="beyer1865a"> Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch. Band II. Hölscher, Coblenz 1865, S. 11 (dilibri.de). </ref> <ref name="beyer1865b"> Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch. Band II. Hölscher, Coblenz 1865, S. 13 (dilibri.de). </ref> <ref name="lorenzi1887"> Philipp de Lorenzi: Beiträge zur Geschichte sämtlicher Pfarreien der Diöcese Trier. Bischöfliches General-Vikariat, Trier 1887, S. 229 (dilibri.de). </ref> <ref name="baersch1846"> Georg Bärsch: Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier: nach amtlichen Quellen … Band 2. Lintz 1846, S. 123 (Google Books). </ref> </references>