Zum Inhalt springen

Cinematronics

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 7. Juli 2025 um 21:04 Uhr durch imported>Dcarrero (Geschichte).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Cinematronics

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Cinematronics logo.png
Rechtsform Incorporated
Gründung 1975
Auflösung 1987
Auflösungsgrund Übernahme durch Tradewest und Umbenennung in The Leland Corporation
Sitz El Cajon, Kalifornien Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Branche Softwareentwicklung

Cinematronics war ein innovativer US-amerikanischer Publisher von Arcade-Spielen. Bekannt ist das Unternehmen insbesondere durch das erste bekannte Laserdisc-Spiel Dragon’s Lair (1983). 1977 wurde mit Space Wars das erste Arcade-Spiel mit Vektorgrafik entwickelt. Lange Zeit wurde an der schnelleren, aber bald überholten Schwarz/Weiß-Technologie festgehalten. Mit Warrior (1979) wurde auch das allererste Kampfspiel für zwei Personen veröffentlicht.

Geschichte

1975 wurde Cinematronics Inc. von Jim Pearce, Dennis Parte und Gary Garrison in El Cajon, Kalifornien (USA) gegründet. Die ersten veröffentlichten Spiele von 1976 waren jedoch nicht erfolgreich. Der Durchbruch gelang 1977 mit dem ersten Vektor-Spiel Space Wars, das auf Spacewar! basiert.<ref>William Hunter: Space Wars and Cinematronics. In: thedoteaters.com. Abgerufen am 11. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ab 1983 folgte die Dragon’s-Lair-Serie mit der neuen Laserdisc-Technologie, welche ebenfalls sehr erfolgreich war. Hierbei handelt es sich um einen interaktiven Zeichentrickfilm mit bisher unerreichter Grafikqualität.

Gegen 1984 wurden auch Spiele mit Rastergrafik entwickelt, die aber weniger erfolgreich waren. Nach der goldenen Ära der Arcade-Spiele wurde das Unternehmen etwa 1987 von Tradewest übernommen und in Leland Corporation umbenannt. 1994 wurde Tradewest seinerseits von Williams Electronics Games gekauft.

1994 wurde die Firma Cinematronics, LLC gegründet, die jedoch nichts mit dem ursprünglichen Unternehmen zu tun hatte. Dieses wurde später von Maxis und danach von Electronic Arts übernommen.

Weitere Software

Neben der Entwicklung von Arcade-Spielen produzierte Cinematronics in den 1990er Jahren auch Dienstprogramme. Eines davon war das proprietäre Dateikomprimierungsprogramm Quantum. Die Software bestand aus einem 32-Bit-DOS-Kompressor (PAQ.EXE), einem DOS-Dekompressor (UNPAQ.EXE) sowie einem schnelleren Dekompressor für Windows (QWIN.EXE).

Quantum war auf eine möglichst hohe Komprimierungsrate ausgelegt, wobei längere Verarbeitungszeiten in Kauf genommen wurden. Es unterstützte Mehrfacharchivierung (z. B. über mehrere Disketten), Pfadspeicherung, Dateikommentare und selektive Extraktion über die grafische Oberfläche. Die generierten Dateien hatten üblicherweise die Dateiendung .q und wurden über das offizielle Cinematronics-BBS in Austin, Texas verbreitet.

Obwohl Quantum nie die Verbreitung von Formaten wie ZIP oder RAR erreichte, wurde es von einigen MS-DOS- und Windows-Anwendern intensiv genutzt. Heute gilt die Software als Abandonware. Der spanische Informatiker David Carrero konnte im Jahr 2025 einige mit Quantum komprimierte Dateien aus den 1990er Jahren mithilfe einer erhaltenen Kopie des Originalprogramms erfolgreich wiederherstellen.<ref name="Carrero2025">David Carrero: Rescatando el pasado digital: el formato de compresión Q (Quantum) en MS-DOS. Abgerufen am 8. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Spiele

Weblinks

Einzelnachweise

<references />