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Roman Schwaller

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Datei:Roman Schwaller Unterfahrt 2008-08-19-001.jpg
Roman Schwaller im Jazzclub Unterfahrt (München 2008)

Roman Schwaller (* 18. Januar 1957 in Frauenfeld, Schweiz) ist ein Schweizer Jazzmusiker (Tenorsaxophon, Komposition). Laut Reclams Jazzführer gilt er als einer der „profiliertesten europäischen Vertreter seines Instruments“.

Biographie

Schwaller spielte ab 1967 als Klarinettist bei der Knabenmusik Frauenfeld und erhielt während der Gymnasialzeit klassischen Klarinettenunterricht am Konservatorium Winterthur. Von 1972 bis 1977 wurde er in Kreuzlingen zum Volksschullehrer ausgebildet, währenddessen studierte er Tenorsaxophon an der Swiss Jazz School in Bern.<ref name="OeML">Roman Schwaller. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 4, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2005, ISBN 3-7001-3046-5.</ref>

Schwaller hatte Ende der 1970er erste professionelle Auftritte Ende in München, etwa mit Dusko Goykovich, Frank St. Peter und Joe Haider; 1978 nahm Schwaller eine erste Schallplatte mit dem Klaus Weiss Quintet feat. Mal Waldron auf.<ref name="FNS">Schwaller, Roman. In: Schweizerische Nationalphonothek. 2026, abgerufen am 12. April 2026.</ref> 1979 folgte ein halbjähriger Aufenthalt in New York City mit der ersten Produktion unter eigenem Namen mit Don Friedman und Marc Johnson. 1979 bis 1989 war er Mitglied des Vienna Art Orchestra mit weltweiten Tourneen.<ref name="OeML" /> 1981 lud ihn Joachim E. Berendt zum New Jazz Meeting Baden-Baden ein, das unter dem Motto „We Remember Coltrane“ mit weiteren Tenorsaxophonisten aus Europa sowie mit Tomasz Stańko, Albert Mangelsdorff und Rashied Ali stattfand.<ref name="FNS" /> 1985 und 1987 war er zudem Mitglied bei „Three Generations of Tenorsaxophone“ mit den Amerikanern Johnny Griffin und Sal Nistico.<ref name="Rondo">Marcus A. Woelfle: Three Generations of Tenorsaxophone. In: Rondo. 1. September 2007, abgerufen am 4. April 2026.</ref> Von 1990 bis März 1993 war er erster Tenorsaxophonist der NDR-Bigband in Hamburg; 1999 ging er mit dem Count Basie Orchestra unter der Leitung von Grover Mitchell auf Europatournee.<ref name="OeML" />

Daneben spielte Schwaller seit 1983 in Bands unter eigenem Namen, vom Duo bis zum Nonett.<ref name="OeML" /> 1983 gründete er sein Quartett mit Paul Grabowsky, Piano, Thomas Stabenow, Bass, und Joris Dudli, Schlagzeug. Später spielte er im Quartett mit Oliver Kent, Thomas Stabenow und Mario Gonzi, das auch mit Derrick Gardner, Trompete, und Adrian Mears, Posaune, zum Sextett erweitert wurde. Weiterhin arbeitete er mit Musikern wie Dizzy Gillespie, Carla Bley, Al Porcino, Joe Pass, Franco Ambrosetti oder Paul Kuhn.<ref name="FNS" />

Als Komponist erhielt Schwaller 2000 einen Kompositionsauftrag der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia für das Nonett-Projekt „The Original Tunes“. 2005 folgte „The Thurgovian Suite“ für Sextett als Kompositionsauftrag des Kantons Thurgau.<ref name="OeML" />

Schwaller war, nach einer Tätigkeit an der Musikhochschule Hamburg von 1991 bis 1993<ref name="OeML" /> von 2008 bis 2018 Universitätsprofessor, Abteilungsvorstand und Studiengangleiter an der Konservatorium Wien Privatuniversität und, nach Umbenennung, an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) und lebt seit März 2008 in Wien. Er ist Initiator des Generations – International Jazzfestival Frauenfeld und war dessen künstlerischer Leiter und Festivaldirektor von 1998 bis 2016.

Preise und Auszeichnungen

1985 erhielt Schwaller den Kulturförderpreis der Landeshauptstadt München, 1987 den „Stern des Jahres“ der Abendzeitung München und 1990 den Kulturpreis des Kantons Thurgau.<ref name="OeML" />

Diskographie (Auswahl)

  • Child’s Prayer, Klaus Weiss Quintet, MRC/EMI (1978)
  • On Tour, Klaus Weiss Quintet, Calig (1979)
  • Roman Schwaller Quartet, Four Leaf Clover (1979)
  • Tango from Obango, Wiener Art Orchester, Art Records (1979)
  • The Bizarre Is Open, Roman Schwaller Jazzquartet, JPV/Pläne (1984)
  • Live in Vienna, Roman Schwaller Jazzquartet featuring Mel Lewis, Bassic Sound (1987)
  • Clubdate, Roman Schwaller Jazzquartet, Jazz4Ever (1990)
  • Joe Baudisch and Friends, Kagerer-Schwaller-Stabenow-Baudisch, Acoustic Music (1995)
  • Welcome Back from Outer Space, The New Roman Schwaller Jazzquartet, JHM (1995)
  • Basic Instinct, Grooveyard meets Red Holloway, Houston Person and Roman Schwaller, Organic (1997)
  • Joe Baudisch Presents The Meeting of Two Tenors, mit Johannes Enders, Acoustic (1997)
  • Three Generations of Tenorsax, Johnny Griffin-Sal Nistico-Roman Schwaller, JHM (1997), recorded 1985<ref name="Rondo" />
  • Live at the Nachtcafé Munich, Roman Schwaller Jazzquartet featuring Jimmy Cobb, Bassic Sound (1999)
  • The Original Tunes, Roman Schwaller Nonet, JHM (2002)
  • The Thurgovian Suite, Roman Schwaller Sextet, TCB (2006)
  • Further Expectations, Roman Schwaller Sextet, TCB (2008)

Literatur

Weblinks

Commons: Roman Schwaller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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