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Thurniaceae

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Thurniaceae
Datei:Prionium serratum.jpg

Palmenschilf (Prionium serratum)

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Thurniaceae
Wissenschaftlicher Name
Thurniaceae
Engl.

Die Pflanzenfamilie Thurniaceae gehört zur Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Sie besitzt ein disjunktes Areal mit einer Gattung in Südamerika im nordöstlichen Brasilien sowie in Guyana und der anderen Gattung in Südafrika. Die Arten der Thurniaceae gedeihen in feuchten Gebieten.

Beschreibung und Ökologie

Datei:Prionium serratum02.jpg
Illustration des Palmenschilf (Prionium serratum) aus Curtis’s Botanical Magazine, Volume 94 (Series 3, Volume 24), 1868 Tafel 5722
Datei:Prionium serratum07.jpg
Ausschnitt eines Blütenstandes des Palmenschilf (Prionium serratum)
Datei:Prionium serratum09.jpg
Blütenstand vom Palmenschilf (Prionium serratum)

Die Arten der Thurniaceae sind große, kräftige, ausdauernde krautige Pflanzen, mit Rhizomen. Die wechselständigen, an der Pflanzenbasis konzentriert (grundständig), drei- bis vierzeilig angeordneten Laubblätter sind einfach, ungestielt, ledrig, parallelnervig und ganzrandig oder kurz gesägt.

In kopfigen Blütenständen sind viele Blüten dicht gedrängt zusammengefasst; es können ein oder mehrere Blütenköpfen an einem Stängel stehen.

Die kleinen, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig. Es sind sechs gleichgestaltige, häutige Blütenhüllblätter vorhanden. Es sind zwei Kreise mit je drei fertilen Staubblättern; sie sind immer untereinander frei, sie können aber mit den Blütenhüllblättern verwachsen sein bei manchen Arten. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Es ist ein kurzer Griffel mit drei Narben vorhanden. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind (Anemophilie).

Die dreikantigen Kapselfrüchte enthalten jeweils nur drei Samen. Die Samen sind behaart und geflügelt.

Systematik und Verbreitung

Die Familie Thurniaceae wurde 1907 durch Adolf Engler in Syllabus der Pflanzenfamilien, 5. Auflage, S. 94 aufgestellt. Typusgattung ist Thurnia <templatestyles src="Person/styles.css" />Hook. f.<ref name="Tropicos" /> Der Gattungsname ehrt den englischen Forscher und Entdecker Everard Ferdinand Im Thurn (1852–1932).<ref name="Burkhardt2018" /> Ein Synonym für Thurniaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Engl. nom. cons. ist Prioniaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />S.L.Munro & H.P.Linder.<ref name="GRIN" /> Die nächsten Verwandten sind die Juncaceae und Cyperaceae.

Die Familie Thurniaceae gedeiht in feuchten Gebieten und besitzt ein disjunktes Areal, die eine Gattung ist in der Neotropis im nordöstlichen Brasilien und in Guyana verbreitet und die andere Gattung kommt im Südlichen Afrika vor.

Es gibt nur eine oder zwei Gattungen mit etwa drei bis fünf Arten in der Familie der Thurniaceae:<ref name="GRIN" /><ref name="WCSP" />

  • Prionium <templatestyles src="Person/styles.css" />E. Mey.: Sie enthält nur noch eine Art:
    • Palmenschilf (Prionium serratum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L. f.) Drège, Syn.: Prionium palmita <templatestyles src="Person/styles.css" />E.Mey., Acorus palmita <templatestyles src="Person/styles.css" />Licht., Juncus serratus <templatestyles src="Person/styles.css" />L. f.): Sie ist in den südafrikanischen Provinzen vom West- über das Ostkap bis ins südliche KwaZulu-Natal verbreitet. Diese Art wurde verwendet, um daraus Bürsten herzustellen.
  • Thurnia <templatestyles src="Person/styles.css" />Hook. f.: Die nur drei Arten sind in Südamerika verbreitet:
    • Thurnia jenmanii <templatestyles src="Person/styles.css" />Hook. f.: Sie kommt nur in Guyana vor.<ref name="WCSP" />
    • Thurnia polycephala <templatestyles src="Person/styles.css" />Schnee: Sie kommt im südöstlichen Kolumbien, in Venezuela und im nördlichen Brasilien vor.<ref name="WCSP" />
    • Thurnia sphaerocephala <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rudge) Hook. f.: Sie kommt im nördlichen Südamerika von Kolumbien bis ins nördliche Brasilien vor.<ref name="WCSP" />

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Thurniaceae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Burkhardt2018">Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Thurniaceae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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