Zum Inhalt springen

Wilhelmsdorf (Usingen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. März 2026 um 13:18 Uhr durch imported>M-Wdf (Einwohnerstatistik aktualisiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wilhelmsdorf
Stadt Usingen
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(363)&title=Wilhelmsdorf 50° 21′ N, 8° 29′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(363) 50° 21′ 3″ N, 8° 28′ 40″ O
 {{#coordinates:50,350833333333|8,4777777777778|primary
dim=10000 globe= name=Wilhelmsdorf region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 386 m ü. NN
Fläche: 2,05 km²
Einwohner: 363 (31. Dez. 2025)<ref>Einwohnerstatistik 31.12.2025.xlsx 02.02.2026 Stadtverordnetenversammlung. (PDF) Stadt Usingen, abgerufen am 14. März 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 177 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 61250
Vorwahl: 06081
Datei:Karte Usingen Wilhelmsdorf.svg
Karte
Lage von Wilhelmsdorf in Usingen
Datei:Wilhelmsdorf im Taunus.jpg
Luftbild Wilhelmsdorf

Wilhelmsdorf ist ein Stadtteil von Usingen im hessischen Hochtaunuskreis.

Geographie

Wilhelmsdorf liegt auf einer Höhe von 360 bis 400 Meter. Höchste Erhebungen bei Wilhelmsdorf sind der Galgenkopf mit 409 Metern über NN und der Hirschsteinlai mit 430 Meter über NN.

Nachbarorte sind Niederlauken (westlich), Hundstadt (nördlich), Usingen (östlich) und Merzhausen (südwestlich).

Geschichte

Datei:Wilhelmsdorf Altes Rathaus.jpg
Altes Rathaus

Auf dem Gebiet des heutigen Wilhelmsdorf wird 1280 ein Ort „Hunengesesse“ erwähnt. Im Jahr 1685 ließ Graf Walrad von Nassau-Usingen einen Jagdhof errichten.

Am 24. Juni 1707 wurde die Gründungsurkunde für die Gemeinde Wilhelmsdorf durch den Gründer, Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Usingen unterschrieben. Kern des neuen Ortes war das im Besitz des Fürsten befindliche 400 Morgen große Gut „der neue Hof“. Nach dem Willen des Fürsten wurden hier 7 ausgesuchte Familien angesiedelt, die neben dem Land auch noch kostenlos Bauholz für die Errichtung der Siedlung erhalten sollten. Um eine Zersplitterung des Landes durch Realteilung zu vermeiden, wurde am 18. Februar 1716 per Edikt die Unteilbarkeit der Anwesen festgelegt.

Da die Wilhelmsdorfer weder über eine eigene Kirche, noch eine Schule verfügten, wurden diese Gebäude im Nachbarort Merzhausen mitgenutzt. Auch heute noch besteht eine gemeinsame Kirchengemeinde.

Mit der Integration der Heimatvertriebenen 1946 verdoppelte sich die Einwohnerzahl Wilhelmsdorfs (von 133 Einwohnern im Jahre 1939). Auch das Rathaus wurde mit wohnungslosen Vertriebenen belegt.

1950 wurde eine Schule errichtet. Nachdem in Usingen Ende der 60er Jahre eine Mittelpunktgrundschule eingerichtet wurde, wurde die Schule zum heutigen Dorfgemeinschaftshaus umgebaut<ref>Gisela Ute Freisinge auf Wilhelmsdorf Online</ref>.

Zum 1. August 1972 wurde die Gemeinde Wilhelmsdorf im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz als Stadtteil nach Usingen eingemeindet.<ref>Gesetz zur Neugliederung des Obertaunuskreises und des Landkreises Usingen (GVBl. II 330-18) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 227, § 2 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 1,2 MB]).</ref><ref name=Gemeindeverzeichnis1970bis1982></ref> Für den Stadtteil Wilhelmsdorf wurde, wie für die anderen eingemeindeten ehemals eigenständigen Gemeinden von Usingen, ein Ortsbezirk eingerichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 225 kB) § 6. In: Webauftritt. Stadt Usingen, abgerufen im Februar 2024.</ref>

Politik

Für Wilhelmsdorf besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Wilhelmsdorf) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus drei Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 60,20 %. Dabei wurden gewählt: ein Mitglied der CDU, ein Mitglied der SPD und zwei Mitglieder der „Freien Wählergemeinschaft“ (FWG).<ref>Ortsbeiratswahl Wilhelmsdorf. In: Votemanager. Stadt Usingen, abgerufen im Februar 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Thomas Lotz (CDU) zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Wilhelmsdorf. In: Webauftritt. Stadt Usingen, abgerufen im Februar 2024.</ref>

Sehenswürdigkeiten

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Das unter Denkmalschutz stehende historische Rathaus ist Blickfang des Ortes. Neben dem Rathaus steht das ehemalige Backhaus (Backes).

Infrastruktur

Einrichtungen

Der Ort verfügt über ein Bürgerhaus mit Sporthalle sowie ein Feuerwehrhaus für die Freiwillige Feuerwehr.

Verkehr

Wilhelmsdorf ist durch die Bahnstrecke Friedrichsdorf–Albshausen an das Usinger Land und das Rhein-Main-Gebiet angebunden. Der Bahnhof Wilhelmsdorf (Taunus) beim Streckenkilometer 22,87 ist mit der Höhe 399,45 Meter über NN die höchstgelegene Station der Strecke.

Auf der Straße ist Usingen 5 km entfernt.

Literatur

Weblinks

Commons: Wilhelmsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende