Nationalpark Komodo
| Nationalpark Komodo
| |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
{{#coordinates:−8,5433333333333|119,32277777778|primary
|
dim= | globe= | name=Nationalpark Komodo | region=ID | type=forest
}} | ||
| Lage: | Indonesien | ||||||
| Fläche: | 1817 km² | ||||||
| Gründung: | 1980 Indonesien, 1991 UNESCO | ||||||
| Nationalpark Komodo | |
|---|---|
| UNESCO-Welterbe Datei:Welterbe.svg
| |
| Vertragsstaat(en): | Datei:Flag of Indonesia.svg Indonesien |
| Typ: | Natur |
| Kriterien: | (vii)(x)
|
| Fläche: | 219.322 ha |
| Referenz-Nr.: | 609
|
| UNESCO-Region: | Asien und Pazifik |
| Geschichte der Einschreibung | |
| Einschreibung: | 1991 (Sitzung 15) |
Der Nationalpark Komodo ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) befindet sich in Indonesien, im Bereich der Kleinen Sunda-Inseln im Grenzgebiet der Provinzen Ost-Nusa Tenggara und West-Nusa Tenggara.
Er umfasst die drei größeren Inseln Komodo, Rinca und Padar, sowie zahlreiche kleinere, mit einer Landfläche von insgesamt 603 km², bei einer Gesamtfläche des Nationalparks von 1817 km².
Der Park wurde 1980 gegründet, ursprünglich nur als Schutzgebiet für den Komodowaran. Später wurde er der Erhaltung der gesamten Flora und Fauna, auch im maritimen Bereich gewidmet. In den Gewässern um die Inseln leben 1000 Fischarten, 260 Arten von Riffkorallen, 70 verschiedene Schwämme, 17 Wal- und Delfinarten und zwei Arten von Meeresschildkröten. Seit Beginn der Schutzmaßnahmen wurde das Dynamitfischen eingestellt und die mit Korallen bedeckte Fläche wuchs um 60 Prozent. Bei Tauchern ist der Park beliebt wegen seiner Artenvielfalt.
Die größeren Säugetiere des Parks sind asiatischen Ursprungs. Der Mähnenhirsch stellt die Hauptbeute des Komodowarans dar. Daneben gibt es Wildschweine, Javaneraffen, Fleckenmusangs (Paradoxurus hermaphroditus lehmanni), Wasserbüffel und Pferde. Eine Besonderheit stellt die endemische Ratte Komodomys rintjanus/Rattus rintjanus dar.
Die Inseln des Nationalparks sind vulkanischen Ursprungs. In seinem Gebiet leben etwa 4000 Einwohner in vier Ansiedlungen. 1991 wurde der Nationalpark von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt.<ref>UNESCO World Heritage Centre: Komodo National Park. Abgerufen am 5. September 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Stadt Labuan Bajo auf Flores ist Ausgangspunkt für die meisten Reisenden.
Tourismus
Komodowarane sind die Hauptattraktion für Touristen im Nationalpark Komodo. Innerhalb des Nationalparks Komodo leben aktuell 3.267 Menschen in vier Dörfern und unmittelbar um den Park herum leben 16.816 Menschen (Stand 2007).<ref name="nationalparkkomodo" /> Der Tourismus begann in den 1980er Jahren mit der Gründung des Nationalparks, 1995/96 wurden rund 30.000 Touristen gezählt, davon 93 % Ausländer, größtenteils Holländer, Deutsche, Engländer, US-Amerikaner und Australier.
Bisher ist fast ausschließlich Komodo touristisch erschlossen und die meisten Gäste machen im Rahmen eines Urlaubs in Südostasien einen Tagesausflug auf die Insel. 1995/96 gaben Touristen geschätzte 1,1 Millionen US-Dollar rund um den Nationalpark Komodo aus. Kritisiert wird, dass nur etwa 1 % dieses Geldes an seine Bewohner geht – der Großteil der Summe wird in den beiden Orten umgesetzt, von denen aus man ihn erreichen kann: Labuan Bajo auf Flores und Sape auf Sumbawa.<ref name="walpole2001" /><ref name="walpolegoodwin2000" /> Dennoch waren laut einer Umfrage von 1996 der Großteil der Bevölkerung dem Tourismus zugeneigt: 92,7 % gaben an, dass sie sich freuen würden, mehr Touristen zu sehen. Dennoch wurden auch etliche Stimmen laut, dass der Tourismus die Kultur der Kleinen Sunda-Inseln beschädige, und dass Produkte und Dienstleistungen teurer wurden. 47,4 % der im Schnitt armen Bevölkerung beklagten, dass nur bereits reiche Bewohner profitieren würden, und 27,3 % gaben an, dass ihre Familie vom Tourismus nicht merklich profitieren würde.<ref name="walpolegoodwin2001" />
Umstritten ist außerdem die Praxis, die nur schwer zu beobachtenden Komodowarane mit geschlachteten Ziegen an spezielle „viewing sites“ für Touristen anzulocken. Da die Komodowarane stark an diese Stellen gebunden werden und in hohen Konzentrationen vorkommen, könnte das räumliche Verhalten erheblich beeinflusst werden und intraspezifische Aggressionen begünstigt werden, oder aber die Tiere verbinden Menschen mit Nahrung, und greifen sie in Erwartung von Nahrung an. Dem gegenüber steht, dass der Verkauf von Ziegen als Köder der lokalen Bevölkerung bis zu einem Drittel ihres Gewinns am Tourismus einbringt.<ref name="walpole2001" />
-
Komodowaran beim Fressen an einem Kadaver
-
Komodowaran nähert sich einem Mähnenhirsch
Einzelnachweise
<references> <ref name="nationalparkkomodo">The official website of Komodo National Park, Indonesia. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. September 2017; abgerufen am 1. Januar 2011. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
<ref name="walpole2001">M. J. Walpole (2001): Feeding dragons in Komodo National Park: a tourism tool with conservation complications. Animal Conservation 4, S. 67–73 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Volltext ( des Vorlage:IconExternal vom 7. Januar 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.; PDF-Datei; 293 kB)</ref>
<ref name="walpolegoodwin2001">M. J. Walpole & H. J. Goodwin (2001): Local attitudes towards conservation and tourism around Komodo National Park, Indonesia. Environmental Conservation 28(2), S. 160–166 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Volltext ( des Vorlage:IconExternal vom 9. Dezember 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref>
<ref name="walpolegoodwin2000">M. J. Walpole & H. J. Goodwin (2000): Local economic impacts of dragon tourism in Indonesia. Annals of Tourism Research 27(3), S. 559–576 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Volltext ( des Vorlage:IconExternal vom 18. April 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.; PDF; 137 kB)</ref> </references>
Siehe auch
Weblinks
- Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).
- Komodo-Nationalpark (engl.)
- The Nature Conservancy – Coral Triangle Center
- Komodo Island (engl.)
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Kulturerbe: Tempelanlagen von Borobudur (1991) | Tempelanlagen von Prambanan (1991) | Paläontologische Stätte Sangiran (1996) | Subak-System – Kulturlandschaften auf Bali (2012) | Bergbauerbe der Zeche Ombilin in Sawahlunto (2019) | Die kosmologische Achse von Yogyakarta und ihre historischen Landmarken (2023)
Naturerbe: Nationalpark Ujung Kulon mit Vulkan Anak Krakatau (1991) | Nationalpark Komodo (1991) | Lorentz-Nationalpark (1999) | Tropische Regenwälder von Sumatra (2004, R)
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
Aketajawe-Lolobata | Alas Purwo | Bali Barat | Baluran | Bantimurung-Bulusaraung | Barisan Selatan | Batang Gadis | Berbak | Betung Kerihun | Bunaken | Bogani Nani Wartabone | Bromo-Tengger-Semeru | Bukit Baka-Bukit Raya | Bukit Duabelas | Bukit Tigapuluh | Cenderawasih | Danau Sentarum | Gunung Ciremai | Gunung Gede Pangrango | Gunung Halimun | Gunung Leuser | Gunung Merapi | Gunung Merbabu | Gunung Palung | Gunung Rinjani | Karimunjawa | Kayan Mentarang | Kelimutu | Seribu-Inseln | Kerinchi-Seblat | Komodo | Kutai | Laiwangi Wanggameti | Lore Lindu | Lorentz | Manupeu Tanah Daru | Manusela | Meru Betiri | Rawa Aopa Watumohai | Sebangau | Siberut | Taka Bone Rate | Tanjung Puting | Tesso Nilo | Togianinseln | Ujung Kulon | Wakatobi | Wasur Rawa Biru | Way Kambas
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Biosphärenreservate in Indonesien
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2018-12
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2024-03
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-05
- Nationalpark in Asien
- Nationalpark in Indonesien
- Kleine Sundainseln
- Biosphärenreservat in Asien
- Meeresschutzgebiet
- Floressee
- Sawusee
- Welterbestätte in Asien
- Welterbestätte in Indonesien
- Weltnaturerbestätte
- Biosphärenreservat in Indonesien
- Schutzgebietsgründung 1980