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Werner Mitsch

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Werner Mitsch (* 23. Februar 1936 in Stuttgart; † 26. März 2009 ebenda) war ein deutscher Aphoristiker.

Leben

Mitsch wurde 1950 Schriftsetzer.<ref name="schwaebische_ztg" /> Seit 1971<ref name="schwaebische_ztg" /> schrieb er Aphorismen und Sprüche, die in Zeitschriften<ref>Erste Veröffentlichung: 9. Oktober 1971 anonym in der Hör Zu (Mieder 1999, S. 124).</ref> und ab 1978 in selbstgesetzten Büchern (in mehreren Auflagen) erschienen. Mit rund 40.000 Aphorismen<ref>Schätzung von Christa Moll, zitante.de – Werner Mitsch. Bereits 1987 belief sich die Gesamtmenge auf 30.000 (Schwäbische Zeitung, 1987).</ref> gehörte er zu den produktivsten deutschsprachigen Autoren dieser Gattung. Auf Abwandlungen zu Redensarten oder Sprichwörtern beruht rund ein Zehntel<ref>Mieder 1999, S. 126.</ref> seines Werks, das auch Wellerismen<ref>Mieder 1999, S. 129 f.</ref> und Unsinnsprüche<ref name="schwaebische_ztg" /><ref>Spicker 2004, S. 679.</ref> umfasst. Mehrere (Sponti)sprüche-Sammlungen druckten Mitschs Texte ohne Quellenangabe und oft ohne Nennung seines Namens.<ref>Mieder 1999, S. 131–136 m.w.N.</ref>

Infolge einer starken Kurzsichtigkeit und einer Herzoperation war Mitsch seit 1985 erwerbsunfähig.<ref name="schwaebische_ztg" />

Mitsch starb unverheiratet und kinderlos. Er wurde am 8. April 2009 auf dem Bad Cannstatter Steinhaldenfriedhof beigesetzt.<ref>Christa Moll: Eintrag vom 5. April 2009 auf <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />zitante.de (Memento vom 1. Juni 2013 im Internet Archive).</ref> Sein literarischer Nachlass wird von Christa Moll, Inhaberin der Aphorismenwebsite www.zitante.de, verwaltet.

Werke

  • Spinnen, die nicht spinnen, spinnen. Letsch Verlag, Stuttgart 1978
  • Fische, die bellen, beißen nicht. Letsch Verlag, Stuttgart 1979
  • Pferde, die arbeiten, nennt man Esel. Mit Zeichnungen von Manfred Hofstetter. Letsch Verlag, Stuttgart 1980
  • Hunde, die schielen, beißen daneben. Mit Miniaturen von Manfred Hofstetter. Letsch Verlag, Stuttgart 1981
  • Bienen, die nur wohnen, heißen Drohnen. Mit 28 Miniaturen von Manfred Hofstetter. Letsch Verlag, Stuttgart 1982
  • Das Schwarze unterm Fingernagel. Mit Zeichnungen von Manfred Hofstetter. Letsch Verlag, Stuttgart 1983
  • Grund & Boden-Sätze. Letsch Verlag, Stuttgart 1986
  • Hin- und Widersprüche. Mit Zeichnungen von Ulrik Schramm. Rosenheimer Verlag, Rosenheim 1986
  • Wer den Wal hat, hat die Qual. 800 Unsinnsprüche für alle Gelegenheiten. Heyne Verlag, München 1987
  • Neue Hin- und Widersprüche. Mit Zeichnungen von Ulrik Schramm. Rosenheimer Verlag, Rosenheim 1988
  • Erik Liebermann: Bitte warten. Humor für Ungeduldige. Mit zeit-losen Sprüchen von Werner Mitsch. Rosenheimer Verlag, Rosenheim 1988
  • Reinhold Löffler: Pedalwirbel. Karikierte Rad(tor)touren. Mit zwei Texten von Karl Valentin und Sprüchen von Werner Mitsch. Rosenheimer Verlag, Rosenheim 1990
  • Beate Heinen: Leben … wie es in den Strumpf paßt. Mit Sprüchen von Werner Mitsch. Kunstverlag Maria Laach, Maria Laach 1996

Literatur

  • Wolfgang Mieder: „Wahrheiten: Phantasmen aus Logik und Alltag.“ Zu den sprichwörtlichen Aphorismen von Werner Mitsch. Essay VIII in: Wolfgang Mieder, Sprichwörtliche Aphorismen. Von Georg Christoph Lichtenberg bis Elazar Benyoëtz. Edition Praesens, Wien 1999, ISBN 3-7069-0036-X, S. 124–140
  • Friedemann Spicker: Der deutsche Aphorismus im 20. Jahrhundert. Spiel, Bild, Erkenntnis. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2004, ISBN 3-484-10859-2, insb. S. 677–680

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="schwaebische_ztg"> Den Spaß betreibt der Mann mit Ernst. In: Schwäbische Zeitung, Samstag, 21. Februar 1987. </ref> </references>

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