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Kaliumoxalat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Struktur von Kaiumoxalat
Allgemeines
Name Kaliumoxalat
Andere Namen
  • Dikaliumoxalat
  • Oxalsäure-Dikaliumsalz
  • Ethandisäure-Dikaliumsalz
  • neutrales Kaliumoxalat
  • Vorlage:INCI
Summenformel K2C2O4
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser Feststoff<ref name="GESTIS"/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 209-506-8
ECHA-InfoCard 100.008.644
PubChem 11413
ChemSpider 10933
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 184,23 g·mol−1 (als Monohydrat)
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,13 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

397 °C<ref name="Galwey">Mohamed, M.A.; Galwey, A.K.; Halawy, S.A.: The activities of some metal oxides in promoting the thermal decomposition of potassium oxalate in Thermochim. Acta 387 (2002) 63–74, doi:10.1016/S0040-6031(01)00830-9.</ref>

Löslichkeit

gut in Wasser (360 g·l−1 bei 20 °C, wasserfreie Substanz)<ref name="GESTIS"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.794">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS"/>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302+312
P: 280​‐​301+312+330<ref name="GESTIS"/>
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−1346,0 kJ/mol<ref name="CRC90_5_23">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-23.</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Kaliumoxalat ist eine kristalline chemische Verbindung, die in Form ihres Hydrates oder wasserfrei vorliegen kann. Oxalate sind die Salze der Oxalsäure (auch Kleesäure).

Vorkommen und Darstellung

Datei:Common wood sorrel (aka).jpg
Waldsauerklee (Oxalis acetosella L.)

Kaliumoxalat kommt in der Natur in Waldsauerklee (Oxalis acetosella L.) in gelöster Form im Pflanzensaft vor. Synthetisch kann es durch Umsetzung äquivalenter Mengen Oxalsäure und Kalilauge oder Kaliumcarbonat (Pottasche) dargestellt werden.

<math>\mathrm{2 \ KOH + H_2C_2O_4 \longrightarrow K_2C_2O_4 + \ 2 \ H_2O}</math>

Eigenschaften

Kaliumoxalat bildet als Monohydrat farblose Kristalle, die gut in Wasser löslich sind. Oberhalb von 100 °C geht die hydratisierte in die wasserfreie Form des Salzes über.<ref name="Galwey" /> Das resultierende Anhydrat zeigt einen Schmelzpunkt bei 397 °C.<ref name="Galwey" /> Bei weiterem Erhitzen erfolgt ab 500 °C eine Zersetzung unter Abspaltung von Kohlenmonoxid und Bildung von Kaliumcarbonat.<ref name="Galwey" />

<math>\mathrm{K_2C_2O_4 \longrightarrow K_2CO_3 + CO}</math>

Das Monohydrat kristallisiert in einem monoklinen Kristallgitter.<ref name="Masuda">Masuda, Y.; Ito, R.; Matsuda, T.; Ito, Y.: The thermal phase transition of anhydrous potassium oxalate in Thermochim. Acta 131 (1988) 291–296, doi:10.1016/0040-6031(88)80083-2.</ref> Für das Anhydrat sind zwei polymorphe Formen bekannt.<ref name="Masuda" /> Die bei Raumtemperatur stabile Form bildet ein orthorhombisches Kristallgitter. Die Kristallstruktur der Hochtemperaturform ist tetragonal.<ref name="Masuda" />

Verwendung

Wasserlösliche Oxalate werden in der Galvanoplastik und in der analytischen Chemie zur Calciumbestimmung eingesetzt, da Calciumoxalat als schwerlösliches Calciumsalz aus einer Lösung ausgefällt wird. Viele Mittel zur Rostentfernung enthalten Oxalsäuresalze, weil diese Schwermetallionen komplexieren und damit wasserlöslich machen.

Sicherheitshinweise

Kaliumoxalat zeigt eine Reiz- bis Ätzwirkung auf Schleimhäute und Haut. Alle Kaliumoxalate sind aufgrund der Störung des Calciumstoffwechsels und damit des Hervorrufens von Nierenfunktionsstörungen in höheren Konzentrationen giftig.<ref name="GESTIS"/> Als Gegenmittel wird wässrige Magnesiumsalzlösung verabreicht, um das Entstehen der nierenblockierenden Calciumoxalat-Kristalle zu verhindern und die bereits entstandenen Kristalle in die besser wasserlösliche Form Magnesiumoxalat umzusetzen.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />