Zum Inhalt springen

Wirthsches Gesetz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. Februar 2025 um 06:26 Uhr durch imported>TaxonKatBot (Bot: Kategorie:Software umbenannt in Kategorie:Software (Thema): laut Disk).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Niklaus Wirth, UrGU.jpg
Niklaus Wirth (2005)

Als Wirthsches Gesetz ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) wird in der Informatik das Phänomen betrachtet, dass Software in kürzerer Zeit langsamer wird als Hardware schneller.

1995 stützte sich Niklaus Wirth im Artikel A Plea for Lean Software (‚Ein Plädoyer für schlanke Software‘) unter anderem auf folgende zwei Aussagen:

“Software expands to fill the available memory.”

„Software dehnt sich aus, um den verfügbaren Speicher zu füllen.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />nach Cyril Northcote Parkinson<ref>Das erste Parkinsonsche Gesetz lautet in Wirklichkeit „Work expands so as to fill the time available for its completion“.</ref>: Zitat aus A Plea for Lean Software<ref name="plea">Niklaus Wirth: A Plea for Lean Software, 1995 (PDF; 504 KiB)</ref>

“Software is getting slower more rapidly than hardware becomes faster.”

„Die Software wird schneller langsamer, als die Hardware schneller wird.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Martin Reiser: Zitat aus A Plea for Lean Software (das Wirthsche Gesetz stammt also lt. Wirth gar nicht von ihm, sondern von Martin Reiser)<ref name="plea"/>

Die Hardware wurde und wird mit der Zeit spürbar schneller. Diese rapide Entwicklung wird wiederum durch das Mooresche Gesetz beschrieben. Wirths Gesetz fügt dem hinzu, dass die schnellere Hardware dennoch keine schnellere Abarbeitung von Aufgaben bewirkt, da gleichzeitig die durch die gestiegenen Anforderungen erhöhte Komplexität der Software diesen Gewinn mehr als aufhebt.

In seinem Artikel prangert Wirth entsprechende Nachlässigkeiten an, was unnötig große Software (Bloatware, Fatware) angeht, und spricht sich für eine Rückbesinnung auf einfache Algorithmen und schlichte Werkzeuge aus.

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

<references />