Tendenz zur Mitte
Die Tendenz zur Mitte (selten Mittelwertorientierung oder zentrale Tendenz, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist in der empirischen Sozialforschung die Tendenz von Befragten, bei mehrstufigen Skalen (z. B. Likert-Skalen) eher die mittleren Skalenpunkte auszuwählen als die Extrema. Die Tendenz zur Mitte verringert die analysierbare Varianz und schmälert so den Nutzen mehrteiliger Skalen für die Messung in den Sozialwissenschaften. Sie zählt zu den systematischen Messfehlern.<ref>Nina Baur, Jörg Blasius: Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung. Springer VS, 2014, ISBN 978-3-531-18939-0, S. 432 f.</ref>
Die Tendenz zur Mitte gehört zu den Antworttendenzen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). Ihr Ausmaß hängt von der Gestaltung des Fragebogens, dem Gegenstand der Befragung und den persönlichen Eigenschaften befragter Personen ab.<ref>Jochen Mayerl, Thomas Krause (Hrsg.): Einstellungen und Verhalten in der empirischen Sozialforschung. 1. Auflage. Springer VS, 2018, ISBN 978-3-658-16347-1, S. 163.</ref><ref>Werner Greve, Dirk Wentura: Wissenschaftliche Beobachtung: Eine Einführung. Beltz, Weinheim 1997, ISBN 978-3-621-27360-2, S. 65 f.</ref>
Eine Möglichkeit, die Tendenz zur Mitte auszuschließen, ist eine gerade Anzahl wählbarer Skalenwerte. Somit muss ein Teilnehmer, wenn auch in geringem Maße, eine Wertung hinsichtlich positiver oder negativer Richtung geben und kann nicht die absolute Mitte wählen. Es handelt sich dann um ein Forced-Choice-Format.<ref>Rainer Schnell, Paul B. Hill, Elke Esser: Methoden der empirischen Sozialforschung. 6. Auflage. Oldenbourg Verlag, München 2013, ISBN 978-3-486-72899-6, S. 330.</ref>
Siehe auch
Einzelnachweise
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