Zum Inhalt springen

Chillon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 9. Juni 2024 um 03:09 Uhr durch imported>APPERbot (Bot: Normdaten korrigiert (Weiterleitende VIAF:757155044900272520007 durch VIAF:143739572 ersetzt), Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:CH-NB - Chillon, Schloss, von Norden - Collection Gugelmann - GS-GUGE-NÖTHIGER-F-19.tif
Kupferstich von Schloss Chillon, von Johann Ludwig Nöthiger (1744), von dem Dorf Chillon ist nichts mehr zu erkennen

Chillon war eine Ortschaft bei der Burg Chillon<ref name="bourg85">Le bourg de Chillon. S. 85.</ref> im schweizerischen Kanton Waadt.

Geschichte

Erstmals erwähnt wird der Ort 1214 bei der Gründung der Stadt Villanova Chillionis («la ville neuve de Chillon») durch Graf Thomas I. von Savoyen.<ref>Evelyne Lüthi-Graf / MF: Chillon. In: Historisches Lexikon der Schweiz.</ref> Im Jahr 1322 zählte das Dorf 62 Bewohner. Das besiedelte Gebiet dehnte sich vom Hügel am Schloss bis zum See und dem Eingang des Schlosses aus.<ref name="bourg85" /> Bis zum oberhalb des Ortes gelegenen Wald waren Palisaden errichtet worden, die den Ort schützten und die Handelnden zwangen, den Ort durch zwei Tore zu betreten. Dies waren die porta burgi chillonis a parte Cluse (1292) / a parte Viviaci (1302) in westlicher Richtung (heutiges Veytaux) und porta burgi chillonis a parte villanova (1286) in Richtung des heutigen Villeneuve.<ref>Le bourg de Chillon. S. 84f.</ref> Die Bevölkerung übernahm Arbeiten wie die des Nachtwächters am Schloss.<ref>Le bourg de Chillon. S. 89.</ref> Kirchlich gehörte Chillon zur Gemeinde von Montreux, verfügte jedoch über eine eigene Kapelle ecclesia sancti Pantaleonis, erwähnt erstmals 1278.<ref>Le bourg de Chillon. S. 89.</ref>

1471 wurde Chillon bereits der Kommune von Veytaux zugeordnet, im Jahr 1618 wird jedoch auch die commune de Chillon et Veytaux genannt.<ref>Le bourg de Chillon. S. 93f.</ref><ref>Evelyne Lüthi-Graf / AL: Veytaux. In: Historisches Lexikon der Schweiz.</ref> In Dokumenten vom Ende des 17. Jahrhunderts wird das Dorf nicht mehr erwähnt.<ref>Le bourg de Chillon. S. 94.</ref> Beim Bau der Simplonstrecke um 1850 wurden Mauerreste entdeckt.<ref>Le bourg de Chillon. S. 85.</ref> Heute ist von dem Flecken nichts mehr zu sehen.

Neben dem Schloss tragen auch der Haltepunkt Veytaux-Chillon an der Simplonlinie sowie das Chillon-Viadukt den Namen des Ortes.

Literatur

Weblinks

Commons: Chillon – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 46° 25′ N, 6° 56′ O; CH1903: 560827 / 140404

 {{#coordinates:46,413839|6,929149|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=CH-VD
   |type=city
  }}

Vorlage:Hinweisbaustein