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Mongolen

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Datei:Mongolian warriors 01.jpg
Mongolen in traditioneller Militär-Uniform

Mongolen (mongolische Schrift: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) mongɣol; Kyrillisch: монгол/mongol) sind im engeren Sinne die von den nordostasiatischen mongolischen Stämmen des 13. Jahrhunderts abstammenden ethnischen Gruppen. Im weiteren Sinne kann man auch andere mongolischsprachige Völker wie die Dongxiang zu den Mongolen zählen.<ref name="Weiers">Michael Weiers: Geschichte der Mongolen. (Urban-Taschenbücher, Band 603) Kohlhammer, Stuttgart 2004, S. 13.</ref>

Namensherkunft

Der Name Mongɣol wurde zunächst auf einen von mehreren kleineren Volksstämmen auf dem Gebiet der heutigen Mongolei – im Gebiet des Onon – angewandt; unter Dschingis Khan im 13. Jahrhundert wurde der Name dann zur übergreifenden Volksbezeichnung.

Heutige mongolische Ethnien

Datei:Linguistic map of the Mongolic languages.png
Verbreitung von Völkern, die eine mongolische Sprache sprechen, 2011

Überblick

Insgesamt gibt es über 11 Millionen Mongolen, von denen heute die meisten in der Volksrepublik China leben,<ref>Uradyn Erden Bulag: Nationalism and Hybridity in Mongolia. Oxford University Press, Oxford 1998, S. 183 f.</ref> gefolgt von der Mongolei, Russland und einigen zentralasiatischen Staaten.

Die verschiedenen ethnischen Gruppen der Mongolen können sprachlich grob in West- und Ostmongolen sortiert werden. Zu den Westmongolen gehören z. B. die Kalmücken (vor allem in Russland) und die Oiraten (Ööld, Torghut, Khoshut, Bayaad usw.; vor allem im Westen der Mongolei und in der Volksrepublik China). Zu den Ostmongolen gehören zum Beispiel die Burjaten (vor allem in Russland), die Chalcha (vor allem in der Mongolei) und die Tümed, Chahar, Ordos usw. (vor allem in der Inneren Mongolei).

Die Kalmücken leben als einziges mongolisches Volk in einer autonomen Republik Russlands innerhalb Europas. Weitere verstreut lebende und mongolische Sprachen sprechende Völker sind zum Beispiel die Bonan, Dongxiang, Monguor, Daur und Teile der Yugur in der Volksrepublik China. Auch die Sprache der Moghol in Afghanistan ist bzw. war eine mongolische Sprache.

Mongolei

In der Mongolei leben etwa 3,2 Millionen Mongolen, was 96 % der Bevölkerung entspricht (Stand 2013).<ref>The World Factbook – Central Intelligence Agency. In: The World Factbook. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Dezember 2010; abgerufen am 27. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Үндэсний статистикийн хороо: NSO.MN. In: Үндэсний статистикийн хороо. (nso.mn [abgerufen am 12. September 2018]).</ref>

Russland

Die Kalmücken sind das einzige buddhistische mongolischsprachige Volk innerhalb der geografischen Grenzen Europas. Sie leben überwiegend in Kalmückien an der Wolga und umfassen ca. 180.000 Personen (Zensus 2010).

Die Burjaten leben überwiegend in Burjatien, im Süden Sibiriens, an der Grenze zur Mongolei. Sie umfassen etwa 460.000 Personen (Zensus 2010)<ref name=gks><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ethnische Gruppen in Russland (Memento vom 23. Dezember 2021 im Internet Archive), Zensus 2010, Rosstat. Abgerufen am 12. November 2020.</ref>, aber nur noch wenige sprechen Mongolisch.

Volksrepublik China

Beim Zensus im Jahre 2015 wurden in der Volksrepublik China 6.487.903 Mongolen gezählt.

Mongolische Verwaltungseinheiten in der Volksrepublik China

Datei:Korla may2007panorama.jpg
Alt- und Neustadt von Korla, der Hauptstadt von Bayingolin, 2007

Neben dem Autonomen Gebiet Innere Mongolei auf Provinzebene gibt es noch weitere mongolische autonome Verwaltungsgliederungen.

Auf Bezirksebene:

  • Mongolischer Autonomer Bezirk Bayingolin
  • Mongolischer Autonomer Bezirk Bortala
  • Autonomer Bezirk Haixi der Mongolen und Tibeter

Auf Kreisebene:

Kultur

Datei:Mongolian Musician.jpg
Mongolischer Musiker mit Pferdekopfgeige

Religion

Die ursprüngliche Religion der Mongolen besteht aus mehreren schamanistischen Traditionen, die sich später auch zum Tengrismus entwickelten. Im Gegensatz zu dem türkischen Tengrismus ist die mongolische Form polytheistisch, das heißt, es werden mehrere Götter und Geistwesen verehrt. Es wird angenommen, dass der türkische Tengrismus von monotheistischen Ideen beeinflusst wurde, da die sibirischen Jakuten ebenfalls polytheistisch sind. Ahnenkult spielt wie in allen anderen ostasiatischen, sibirischen und polynesischen Religionen eine große und zentrale Rolle und ist noch heute fester Bestandteil der mongolischen Kultur.

Heute ist auch der Buddhismus unter den Mongolen weit verbreitet. Er hat sich großteils mit dem Schamanismus vermischt und bildet eine schwer zu trennende Religion. Dies ist vergleichbar mit Japan, wo Shintō und Buddhismus koexistieren.

Soziale Struktur

Die Familie spielt eine wichtige und zentrale Rolle für die Mongolen. So ist ein ehrenhaftes Verhalten und Zusammenhalt ein wichtiger Punkt in der mongolischen Kultur. Blutsverwandtschaft gilt als eines der stärksten Bande. Noch heute sind viele Mongolen stolz auf ihren Clan, den sie oft weit in die Vergangenheit zurückverfolgen können.

Nomadische Tradition

Eine nomadisierende Lebensweise hat bei den Mongolen eine lange Tradition. Die Clans leben häufig in gers (Jurten) und wechseln bei Bedarf den Standort, wenn Jahreszeiten, Wetter, der Zustand der Weiden oder andere Bedingungen dies erfordern.

Im Jahr 2024 wurde die „Mongolische Nomadenwanderung und damit verbundene Praktiken“ seitens der Mongolei in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.<ref>Mongol nomad migration and its associated practices. UNESCO Intangible Cultural Heritage, 2024, abgerufen am 29. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte

Datei:モンゴル型皮鎧.jpg
Rüstung eines mongolischen Kriegers während der Yuan-Dynastie

Die Geschichte der Mongolen reicht weit zurück, unter anderem zu den Xiongnu, den Xianbei und anderen Steppen-Nomaden, aber auch zu den sesshaften Völkern der Kitan und anderen mongolischen Stämmen in der Mandschurei und China.<ref>Juha Janhunen: The Mongolic Languages. Routledge, 2006, ISBN 978-1-135-79690-7 (google.com [abgerufen am 12. September 2018]).</ref> Einige mongolisch geführte Staaten der Antike waren die Xianbei, die Rouran, die Liao-Dynastie, die Wuhuan, die Tuoba und einige chinesische Dynastien.<ref>University of California, Berkeley. Project on Linguistic Analysis, Journal of Chinese linguistics, S. 154.</ref>

Mit dem Mongolischen Reich hatten die Mongolen das mächtigste und größte Imperium der Erde und beeinflussten damit die Zukunft vieler Menschen, auch in entferntem nicht mongolischem Terrain (Mongolensturm). Des Weiteren waren die Yuan-Dynastie und einige folgende Reiche (wie das Dsungarische Khanat) mongolischen Ursprungs. Viele Historiker vermuten, dass die Awaren in Europa ebenfalls mongolischen oder para-mongolischen Ursprungs waren.<ref>Heinz Dopsch: Steppenvölker im mittelalterlichen Osteuropa – Hunnen, Awaren, Ungarn und Mongolen (PDF) auf der Website der Universität Salzburg.</ref>

Analysen der Inschriften von Bugut und Hüis Tolgoi lassen die Vermutung zu, dass die Rouran bzw. deren Herrscherschicht Mongolisch gesprochen haben.<ref>Alexander Vovin: A Sketch of the Earliest Mongolic Language: the Brāhmī Bugut and Khüis Tolgoi Inscriptions. In: International Journal of Eurasian Linguistics. Band 1, 2019, ISSN 2589-8825, S. 162–197 (englisch).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

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