Zum Inhalt springen

Silber-Dattelpalme

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 11. Februar 2025 um 07:31 Uhr durch imported>Invisigoth67 (typo).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Silber-Dattelpalme
Datei:Wild Data Palm-Yucatán.jpg

Silber-Dattelpalme (Phoenix sylvestris)

Systematik
Ordnung: Palmenartige (Arecales)
Familie: Palmengewächse (Arecaceae)
Unterfamilie: Coryphoideae
Tribus: Phoeniceae
Gattung: Dattelpalmen (Phoenix)
Art: Silber-Dattelpalme
Wissenschaftlicher Name
Phoenix sylvestris
(L.) Roxb.

Die Silber-Dattelpalme, Indische Wald-Dattelpalme oder einfach Indische Waldpalme (Phoenix sylvestris) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Dattelpalmen (Phoenix).

Datei:Wild Date Palm (Phoenix sylvestris) tree with female flowers at Narendrapur W IMG 4054.jpg
Silber-Dattelpalme blühend

Beschreibung

Diese Palme erreicht Wuchshöhen 9 bis 15 m und zeichnet sich durch den typischen Schopf aus großen, graugrünen bis blaugrünen Fiederblättern aus. Diese Art ist zweihäusig getrenntgeschlechtig diözisch.

Vorkommen

Die Heimat ist Indien, Nepal, Myanmar und Pakistan. Bezüglich der Bodenart sowie der Bodenreaktion stellt diese Art keine besonderen Ansprüche, bevorzugt jedoch frische bis feuchte Standorte.

Taxonomie

Die Silber-Dattelpalme wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 2 Seite 1189 als Elate sylvestris erstbeschrieben. Die Art wurde 1832 von William Roxburgh in Flora Indica; or, Descriptions of Indian Plants Band 3 Seite 787 als Phoenix sylvestris <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Roxb. in die Gattung Phoenix gestellt.

Nutzung

Die Früchte schmecken fade und werden nur zur Vermehrung verwendet. Sie liefert Zucker, der im Stamm gewonnen wird.

Der Zuckergehalt in den Siebröhren liegt gegen Ende der Wachstumsperiode eines Jahres, in der die neuen Blätter ausgebildet sind und die Pflanze damit kräftig assimiliert bei 3 bis 6 %.

Zur Zuckergewinnung werden einige alte Blätter entfernt. Danach wird der Stamm eingeschnitten und der austretende Saft über ein Bambusrohr in ein Gefäß abgeleitet. Damit können bis zu 9 l Saft täglich gewonnen werden. Diese Menge soll über einen Zeitraum von 50 Tagen ablaufen und bis zu 14 % Zucker enthalten.

Der Saft wird anschließend erhitzt und eingedickt und zu einem bräunlichen Palmzucker (Jaggery) verarbeitet. Er kann auch zum „Lagmi“ oder Dattelwein vergoren werden.

Diese Art wird auch vielfach als Zierpflanze angeboten, da sie auch in gemäßigten Klimazonen gut überdauert und sehr standortstolerant ist.

Literatur

  • H. Brücher: Tropische Nutzpflanzen. Ursprung, Evolution und Domestikation, Springer, Berlin, 1977.
  • M. Flach, F. Rumawas: Plant yielding non-seed carbohydrates, Prosea 9. Backhuys, Leiden, 1966.
  • W. Franke: Nutzpflanzenkunde, Thieme Stuttgart, 1997.

Weblinks

Commons: Phoenix sylvestris – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien