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Gerd Hatje

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. November 2025 um 15:36 Uhr durch imported>Heidi Czisch (Gerd Hatje war Jude und für die Alliierten deshalb unbelastet. Nur als Unbelasteter konnte er so früh eine Verlagslizenz erwerben.).
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Gerd Hatje (* 14. April 1915 in Hamburg; † 24. Juli 2007 in Stuttgart) war ein deutscher Verleger.

Leben

Gerd Hatje war der Sohn des Eisenbahngewerkschafters Johann Hatje und dessen Ehefrau Lina. Mit seiner Familie kam er als 15-Jähriger nach Stuttgart, wo er eine Lehre als Schriftsetzer absolvierte. Gerd Hatje war während des Dritten Reiches gefährdet, weil er Jude war. Mit Hilfe von Freunden konnte er sich an wechselnden Orten verstecken und überlebte. Da er als "unbelastet" eingestuft war, konnte er im November 1945 eine Lizenz zur Gründung des Humanitas Verlags von der amerikanischen wie von der französischen Militärregierung erwerben. Zum Verlagsprogramm zählten zunächst noch Novellen, Romane und Stücke der Weltliteratur. 1947 wurde das Verlagshaus in Verlag Gerd Hatje umbenannt und entwickelte sich fortan zu einem der international renommiertesten Verlagshäuser für Kunst, Fotografie und Architektur. 75-jährig verkaufte Gerd Hatje 1990 seinen Verlag an die Dr. Cantz’sche Druckerei. Der Verlag firmiert seit 1999 unter dem Namen Hatje Cantz Verlag.

Auszeichnungen

Gerd Hatje wurde 1996 die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen.<ref>Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg – Liste der Ordensträgerinnen und Ordensträger 1975–2026. (PDF; 372 kB).Staatsministerium Baden-Württemberg, 12. April 2026, S. 40.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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