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Hornveilchen

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Hornveilchen
Datei:VIOLA CORNUTA - ARTIGA LIN - IB-057 (Pensament pirinenc).JPG

Horn-Veilchen (Viola cornuta) in Spanien

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Veilchengewächse (Violaceae)
Gattung: Veilchen (Viola)
Art: Hornveilchen
Wissenschaftlicher Name
Viola cornuta
L.

Das Horn-Veilchen (Viola cornuta) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Veilchen (Viola) innerhalb der Familie der Veilchengewächse (Violaceae). Viola cornuta hybridisiert mit Viola velutina, dem Garten-Stiefmütterchen (Viola ×wittrockiana) und Viola stojanowii.

Beschreibung

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Viola cornuta pineta.JPG
Blütenstiel und zygmorphe Blüte im Habitat in den Pyrenäen
Datei:VIOLA CORNUTA - ARTIGA LIN - IB-057 (Pensament pirinenc).JPG
Zygmorphe Blüten

Vegetative Merkmale

Das Horn-Veilchen ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 30 Zentimetern erreicht. Sie bildet ein Rhizom aus. Ihre Stängel sind aufrecht oder aufsteigend.<ref name="Hegi1966" />

Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von meist 2 bis 3, selten bis zu 5 Zentimetern eiförmig mit spitzem oberen Ende und gekerbten Blattrand und auf ihrer Unterseite behaart. Ihre Nebenblätter sind meist grob gezähnt, manchmal auch mehr oder minder tief eingeschnitten.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.<ref>Martin Haberer: 1200 Garten- und Zimmerpflanzen. 4. Auflage. Ulmer, ISBN 978-3-8001-0363-8, S. 482.</ref> Die Blüten befinden sich einzeln in den Blattachseln. Der Blütenstiel ist 6 bis 10 Zentimeter lang.<ref name="Hegi1966" />

Die zwittrige Blüte ist bei einer Länge von 3 bis 4 Zentimetern sowie einer Breite von 2 bis 3 Zentimetern zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Bei der Naturform sind die Kronblätter violett oder lilafarben.<ref name="Hegi1966" /> Ihr schwach gebogener Sporn ist 10 bis 15 Millimeter lang. Die Blüten sind wohlriechend.<ref name="Hegi1966" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20, 22 oder 42.<ref name="IFoNE" />

Vorkommen

Viola cornuta kommt in den Pyrenäen sowie in Nordspanien vor. Sie gedeiht auf Felsfluren und alpinen Matten in Höhenlagen von 800 bis 2300 Metern.<ref name="FloraVascular" /> Viola cornuta ist im südlichen und westlichen Mitteleuropa ein Neophyt.

Datei:Sing me the Flower Song (3492240926).jpg
Sorte ‘Callisto’
Datei:Viola cornuta 'Twix Yellow Red Wing' Fiołek rogaty 2018-04-28 01.jpg
Sorte ‘Twix Yellow Red Wing’

Nutzung

Das Horn-Veilchen ist als sehr dankbarer Dauerblüher schon seit dem 17. Jahrhundert in Kultur und wird seit 1863 in England zu Kreuzungen mit dem Gartenstiefmütterchen verwendet.<ref name="Hegi1966" /> Vorlage:Hinweisbaustein Es wird vor allem für Gräber, großflächige Pflanzungen, Beete und Balkonkästen verwendet. Es gibt zahlreiche Sorten mit unterschiedlichen Blütenfarben von Gelb über Blau und Blauviolett bis Purpurviolett, sowie rote, weiße und fast schwarze Tönungen.

Vegetativ vermehrt werden beispielsweise Sorten wie ‘Altona’, ‘Angerland’, ‘Cleo’, ‘Famos’, ‘Germania’, ‘Hansa’, ‘John Wallmark’, ‘Lady Scott’, ‘Louis’, ‘Kathrinchen’, ‘Milkmaid’, ‘Rebecca’, ‘Winona’ ‘Crawthorne’ und ‘Woodgate’.

Generativ vermehrt werden die Sorten 'Admiration' (dunkelblau), 'Blaue Schönheit' (leuchtblau), 'Blue Perfection' (hellblau). Ab Mitte Februar sind sie im Handel erhältlich, da sie auch kurze Frostphasen gut überstehen.<ref>Gartenbau Magazin, Band 2, Thalacker, 1993 [1]</ref> 'Gustav Wermig', 'Perfecta Alba' und 'Rubin' (dunkelweinrot).<ref>Gartenbau Magazin, Band 2, Thalacker, 1993 [2]</ref>

Literatur

  • Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler – Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8, S. 224.

Weblinks

Commons: Hornveilchen (Viola cornuta) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="IFoNE"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interactive Flora of Northwest Europe (Memento vom 6. Mai 2011 im Internet Archive) </ref> <ref name="Hegi1966"> </ref> <ref name="FloraVascular"> Datenblatt mit Verbreitung auf der Iberischen Halbinsel bei Flora Vascular. </ref> </references>

Vorlage:Hinweisbaustein