Zum Inhalt springen

Theodor von Gosen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. Februar 2025 um 19:09 Uhr durch imported>Invisigoth67 (typo).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Fritz Erler - Bildhauer Theodor von Gosen, 1908.jpg
Theodor von Gosen (1908), gemalt von Fritz Erler
Datei:Heine-Theodor von Gosen 1913.jpg
Das Zimmerdenkmal Heinrich Heines 1913 auf der Großen Berliner Kunstausstellung
Datei:Mathesianum - von Gosen (Breslau).jpg
Das Denkmal zum Gedenken an die im 1. Weltkrieg gefallenen Lehrer und Schüler des Mathesianum. Steht im Hof des polnischen Nationalinstitus Ossolineum in Breslau.

Philipp Theodor von Gosen (* 10. Januar 1873 in Augsburg; † 30. Januar 1943 in Breslau) war ein deutscher Bildhauer und Medailleur.

Leben

Der Augsburger Theodor von Gosen studierte von 1892 bis 1899 bei Wilhelm von Rümann an der Kunstakademie in München und arbeitete danach als freier Bildhauer. Hier befreundete er sich mit dem Bildhauer Adolf von Hildebrand, unter dessen Einfluss er sich vom zeittypischen Pathos der Gründerjahre entfernte. Sein bequem sitzender Heinrich Heine ist wohl ein Ergebnis dieses Einflusses. Gosen gestaltete in dieser Zeit vor allem dekorative Kleinbronzen und Schmuckstücke und stellte seine Werke seit 1897 regelmäßig im Münchner Glaspalast und auf den Ausstellungen der Berliner Secession aus. Er schloss sich der im selben Jahr von Bernhard Pankok, Bruno Paul und Richard Riemerschmid gegründeten Bewegung zur Förderung und Erneuerung des Kunstgewerbes an.

1905 wurde er von Hans Poelzig an die Breslauer Kunst- und Gewerbeschule berufen. In Breslau leitete er als Professor die Werkstätten für Bronzegießerei sowie Ziselier- und Treibarbeit, betätigte sich verstärkt im Bereich der Großplastik und schuf unter anderem für Breslau verschiedene Denkmäler und Bauplastiken. Zeitgenössische Quellen loben an seinen Arbeiten vor allem den „stilvollen und materialgerechten Naturalismus, der besonders prägnant in seinen Bildnisbüsten zum Ausdruck kommt“ und die brillante technische Ausführung. Als frühes Mitglied des Deutschen Künstlerbundes<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />kuenstlerbund.de: Ordentliche Mitglieder des Deutschen Künstlerbundes seit der Gründung 1903 / Gosen, Theodor von (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kuenstlerbund.de (abgerufen am 27. April 2016)</ref> beteiligte sich Theodor von Gosen bereits an der ersten, 1904 im Königlichen Kunstausstellungsgebäude in München stattgefundenen Ausstellung mit einem Pokal und einem Porträtrelief aus Bronze.<ref>Ausstellungskatalog X. Ausstellung der Münchener Sezession: Der Deutsche Künstlerbund (in Verbindung mit einer Ausstellung erlesener Erzeugnisse der Kunst im Handwerk), Verlagsanstalt F. Bruckmann, München 1904 (S. 38: Gosen, Theodor von, München. Katalognr. 190/191, Flora, Ehrengeschenk; Porträtrelief, Versilberte Bronze.)</ref> 1908 wurde er zum 1. Vorsitzenden des neu gegründeten Künstlerbund Schlesien gewählt; eine Position, die er bis 1932 behielt. 1937 stellte er auf der Großen Deutschen Kunstausstellung eine Figurengruppe und 15 Medaillen aus.

Datei:GrabstätteGosen.jpg
Grabstätte Familie von Gosen, Friedhof Fraueninsel

Theodor von Gosen wurde auf der Fraueninsel neben seinem Freund, dem Maler Johann Drobek, beigesetzt. Seine Familie siedelte sich nach der Vertreibung ebenfalls am Chiemsee an.

Der Sohn Markus von Gosen (* 1913 in Breslau; † 2004 in Prien am Chiemsee) schuf Mosaiken, Drucke und Glasmalereien.

Werke

Literatur

Unveröffentlichte Quellen

  • Im Archiv der Münchner Kunstakademie hat sich ein Manuskript Gosens erhalten, in dem er sich vor allem an seine Münchner Zeit erinnert.

Weblinks

Commons: Theodor von Gosen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein