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La Mer (Chanson)

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La Mer
Charles Trenet
Veröffentlichung 1946
Länge 3:20 min
Genre(s) Chanson
Autor(en) Charles Trenet
Label Columbia Records
Coverversionen
1948 Lale Andersen
1953 Bing Crosby
1960 Bobby Darin

La Mer ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Chanson des französischen Chansonniers Charles Trenet. Es entstand im Jahr 1943 und wurde von Trenet erstmals 1946 eingespielt. Seither wurde das Lied von zahlreichen internationalen Interpreten gecovert und entwickelte sich zu einem der bekanntesten französischen Chansons.

Text und Musik

Der amerikanische Songwriter Jack Lawrence, der La Mer ins Englische übertrug, beschrieb Trenets Chanson als Tongedicht ganz im Stile von Claude Debussys gleichnamiger sinfonischen Dichtung La Mer, auf die der Titel Bezug nimmt. Trenet meditiere über die verschiedenen Stimmungen der See und wie er durch sie berührt wird. Auf den Wellen spiegeln sich Sonnenlicht und Wolken. In den Tiefen des Ozeans entdeckt er Engel, Schafe und eine azurblaue Schäferin.<ref name="friedwald">Will Friedwald: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ocean Crossing (Memento des Vorlage:IconExternal vom 8. Januar 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bobbydarin.com auf der Internetseite bobbydarin.com.</ref>

Die erste Strophe lautet: <poem lang="fr" style="margin-left:2em"> La mer Qu’on voit danser le long des golfes clairs A des reflets d’argent La mer Des reflets changeants Sous la pluie<ref>La Mer auf charles-trenet.net.</ref> </poem>

Das Lied setzt ein mit dem Spiel einer Harfe, deren Arpeggio als Untermalung der Wellenbewegung verstanden werden kann. Trenets Gesang steigert sich in einer Klimax, bis er beim Finale von einem Männerchor begleitet wird.<ref>Jordan Bhatt La Mer – Charles Trenet – 1946 im Blog themusiccriticblog.</ref> Jede Strophe wird einheitlich mit den Worten „La mer“ eingeleitet.<ref name="friedwald" />

Stefan Lüddemann beschreibt das Chanson als „so schwebend leicht wie die Reflexe des Sonnenlichts auf dem Mittelmeer, so rührselig wie eine Urlaubserinnerung“.<ref>Stefan Lüddemann: „La Mer“: Chansonier Charles Trenet vor 100 Jahren geboren. In: Neue Osnabrücker Zeitung, 17. Mai 2013.</ref> Laut Will Friedwald wird das Lied gewöhnlich mit dem Ernst und der Feierlichkeit einer Nationalhymne intoniert und ist eine Quelle gallischen Stolzes. Gerade seine Veröffentlichung unmittelbar nach der Libération, der Befreiung Frankreichs vom Nationalsozialismus, trug zu diesem Gefühl von Stolz und zur Popularität des Chansons bei.<ref name="friedwald" />

Geschichte

Trenet schrieb das Lied 1943 (nach anderen Quellen im Juli 1942)<ref name="joie">Charles Trenet: Y a d’la joie. Intégrale des chansons. Le Cherche Midi, Paris 2013, ISBN 978-2-7491-1959-5. Anmerkungen zu La Mer, ohne Seitenangabe.</ref> auf einer Zugfahrt nach Perpignan in Begleitung des Sängers Roland Gerbeau und des Pianisten Léo Chauliac.<ref name="lemonde">Véronique Mortaigne: Le siècle de Charles Trenet. In: Le Monde, 19. Februar 2001.</ref> Die Seenlandschaft, durch die die Fahrt führte, rief Trenet ein Gedicht in Erinnerung, das er bereits als Jugendlicher verfasst hatte. Chauliac hielt Trenets dazu gesummte Melodie fest<ref name="joie" /> und bearbeitete sie später noch. Meistens wird er jedoch nicht als Mitkomponist des Stückes erwähnt.<ref name="alsmann">Jazzschlager des Monats Dezember 2013 auf der Internetseite von Götz Alsmann.</ref>

Eine erste Aufführung des Chansons vor Publikum fand nur schwachen Anklang.<ref name="joie" /> Trenet selbst fand das Lied zu „solennelle et rococo“ („feierlich und Rokoko“), und es verschwand für zwei Jahre in der Schublade.<ref name="lemonde" /> Die erste Plattenveröffentlichung sang 1945 Roland Gerbeau ein, nachdem Suzy Solidor den Titel abgelehnt hatte.<ref>Dominic Daussaint: Roland Gerbeau: De Trenet à Castro. Auf charles-trenet.net, 21. Juli 2003.</ref> Trenet nahm seinen Titel erst 1946 auf Druck des Musikverlegers Raoul Breton auf.<ref name="joie" /> Die Einspielung wurde dirigiert von Albert Lasry, der in neuen Ausgaben des Liedes auch als Co-Komponist genannt wird.<ref name="friedwald" />

La Mer wurde, auch dank der Performance von Trenet, zu einem Hit im Nachkriegsfrankreich. Der Erfolg machte bald auch Interpreten in anderen Ländern auf das Stück aufmerksam, die Coverversionen des Stückes aufnahmen.<ref name="friedwald" /> Im Jahr 1966 bezeichnete das amerikanische Billboard-Magazin das Lied gemeinsam mit La vie en rose als das meistverkaufte französische Lied und zählte knapp 100 Einspielungen.<ref>Trenet Returns To Paris Stage. In: Billboard, 22. Oktober 1966, S. 44.</ref> Zu Trenets Tod im Jahr 2001 war diese Zahl bereits auf über 4000 Einspielungen angewachsen.<ref>French singer Trenet dies. In: BBC News, 19. Februar 2001.</ref> Die Zahl verkaufter Tonträger des Chansons lag zu diesem Zeitpunkt bei über 70 Millionen.<ref>Patrick O’Conner: Charles Trenet. In: The Guardian, 20. Februar 2001.</ref>

Der Sänger Max Raabe ließ im Oktober 2016 auf der Webseite seines Palastorchesters sein Publikum in einer Online-Abstimmung das Repertoire für seine neue Tournee zusammenstellen. Es standen 600 Titel zur Auswahl und La Mer landete bei der Abstimmung mit großem Abstand auf Platz 1.<ref>Im Admiralspalast - Max Raabe tut's schon wieder. B.Z., 1. März 2017</ref>

Interpretationen

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found In Frankreich wurde der Chanson im Laufe der Jahre von zahlreichen Sängern und Musikern gecovert. Aber auch außerhalb von Frankreich erwies sich die französische Originalversion als populär. Trenet selbst veröffentlichte bereits 1947 eine Version in den Vereinigten Staaten. Bing Crosby nahm sie 1953 für sein Album Le Bing: Song Hits of Paris auf. Weitere Aufnahmen internationaler Künstler stammen von Cliff Richard, Julio Iglesias, Laura Fygi, Dalida, Karel Gott und Demis Roussos.

Der amerikanische Songwriter Jack Lawrence übertrug La Mer 1946 als Beyond the Sea ins Englische. Dabei handelt seine Version des Liedes von einem Liebenden, der sich nach seiner Liebe „beyond the sea“ („jenseits des Meeres“) sehnt.<ref name="schudel">Matt Schudel: Composer Jack Lawrence Dies at 96. In: The Washington Post, 18. März 2009.</ref> Für den amerikanischen Sänger Bobby Darin wurde Beyond the Sea einer seiner größten Erfolge.<ref name="schudel" /> Er erreichte mit dem Lied Rang 6 der Billboard Hot 100 und Rang 8 der UK-Singlecharts. Seine Lebensgeschichte wurde 2004 unter dem Titel Beyond the Sea – Musik war sein Leben verfilmt.

Benny Goodman kam mit einer Instrumentalfassung 1949 auf Position 26 der US-Charts. Weitere Instrumentalversionen wurden unter anderem von Ray Conniff, Richard Clayderman, Paul Mauriat, Percy Faith, Mantovani und Django Reinhardt eingespielt.

Die erste deutsche Übersetzung schrieb 1948 Hans Fritz Beckmann gemeinsam mit Lale Andersen (unter ihrem Pseudonym Nicola Wilke). Andersen sang das Lied in der Begleitung Michael Jarys und seines Orchesters. Beckmann war mit der Fassung allerdings unzufrieden und fertigte eine stark veränderte Neuübersetzung an, die 1949 in der Einspielung von Liselotte Malkowsky mit dem Orchester Adalbert Lutters populär wurde.<ref name="alsmann" /> Noch im Dezember 1948 erschien auch eine instrumentale Trompeteninterpretation von Kurt Hohenberger mit seinem Solisten-Orchester.<ref>Kurt Hohenberger mit seinem Solisten-Orchester: „La Mer“, Charles Trenet, Polydor 48122B, Matritzennummer: 884KK vom 22. Dezember 1948</ref> Der dänische Gitarrist Jørgen Ingmann hatte mit einer Instrumentalversion von La Mer 1964 ebenfalls einigen Erfolg in Deutschland. Weitere Aufnahmen der deutschen Version stammen unter anderem von Lolita, Eva Lind, Peter Alexander, Caterina Valente und Götz Alsmann.<ref>LaMr/Das Meer at secondhandsongs.com (abgerufen 2022-07-04)</ref>

Verwendung als Filmmusik

Die Originalversion von Trenet wurde in vielen Filmen benutzt, z. B.

Verwendung als Filmmusik (Coverversion)

Literatur

  • Robert Dimery: 1001 Songs: You Must Hear Before You Die. Hachette, 2011, ISBN 978-1-84403-717-9 (Auszug auf Google Books)
  • Laurent Abrial, Fabien Lecoeuvre: Petites histoires des grandes chansons: Volume 2. Editions du Rocher, 2017, ISBN 978-2-268-09139-6 (Auszug auf Google Books)

Weblinks

Musikbeispiele

Einzelnachweise

<references />

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