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Durchlass

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. April 2026 um 12:03 Uhr durch imported>Soeren infra (Hier wurde fälschlicherweise beschrieben, dass Wellstahl nur für kleine Rohre verwendet wird. Tatsächlich kann Wellstahl von 30 cm bis 30 m Spannweiten in diversen Querschnittsformen hergestellt werden.).
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Datei:Rohrdurchlass bei hockenheim.jpg
Wellstahl-Rohrdurchlass in einem Straßendamm

Ein Durchlass ist im Verkehrswegebau eine kleine Öffnung in einer Mauer oder einem Damm, die zur Durchleitung von Wassergräben, Bächen oder kleinen Wegen dient.

Begriff

Der Durchlass wurde früher auch als Durchlassbrücke, Brückchen<ref>Oscar Mothes: Illustrirtes Bau-Lexikon (...), Band 2: C bis G, Leipzig 1882, S. 189, Lemma „Durchlaß“. (Digitalisat, abgerufen am 23. August 2025)</ref> oder Drumme<ref>Schmidt-Darmstadt (= Eduard Schmidt): Durchlässe. In: Otto Lueger: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 3: Calciumoxyd bis Essigmutter. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1896, S. 492. (Digitalisat auf digitale-sammlungen.de, abgerufen am 23. August 2025)</ref> bezeichnet. Er unterscheidet sich allgemein von der über ein Hindernis hinwegführenden Brücke dadurch, dass er unter dem Hindernis hindurchführt. Teilweise wird heute der Begriff Durchlass an der Breite festgemacht: So hat nach DIN 1076 ein Durchlass eine lichte Weite von weniger als 2 Metern. Bei größerer Weite spricht man danach von einer Unterführung, über der sich dann eine Überführung oder Brücke befindet.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig DIN 1076 – Ingenieurbauwerke im Zuge von Straßen und Wegen - Überwachung und Prüfung.] Deutsches Institut für Normung / Beuth-Verlag Berlin, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL;.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Verwendungen

Durchlässe werden gebaut, um kleineren Bächen das Passieren eines Dammes unter einem Verkehrsweg (z. B. Bahndamm) zu ermöglichen oder um zu verhindern, dass sich das bei Niederschlägen anfallende Wasser auf einer Dammseite anstaut und den Verkehrsweg unterspült. Ein Durchlass kann auch den Durchgang von Personen ermöglichen.

Ein Durchlass zum Durchtritt von Wasser wird auch als Dole bezeichnet.<ref name=":0">Dole, Durchlass für Wasserläufe. In: uhrig-bau.eu. Abgerufen am 23. August 2025.</ref> Davon zu unterscheiden ist der Düker, bei dem ein unter Druck stehendes Kanalrohr unter einem Hindernis, wie z. B. einer Straße, hindurch verlegt wird, sodass das Wasser im Rohr erst abwärts und dann wieder aufwärts geführt wird.<ref name=":0" /> Ein Durchlass hingegen läuft leer, wenn kein Wasser nachfließt.

Ein Ökodurchlass oder Ökostollen ist ein Durchlass eines Hochwasserrückhaltebeckens, der für Fische und andere Tiere passierbar ist.

Die nach außen sichtbaren Teile eines Durchlasses nennt man am Aus- und Einlass das Haupt.<ref>Schmidt-Darmstadt (= Eduard Schmidt): Durchlässe. In: Otto Lueger: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 3: Calciumoxyd bis Essigmutter. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1896, S. 494. (Digitalisat auf digitale-sammlungen.de, abgerufen am 23. August 2025)</ref> Früher wurden Durchlässe in der Regel aus massiven Gewölben errichtet. Heute werden sie aus Wellstahl hergestellt, betoniert oder bei kleinen Querschnitten aus Rohren gebildet, die aus Betonfertigteilen bestehen.

Nach den heute gültigen Richtlinien für die Anlage von Straßen – Teil: Entwässerung (RAS-Ew) sollen Durchlässe folgende Mindestabmessungen haben:

Unter Wirtschaftswegen DN 400
Unter Straßen (außer Bundesfernstraßen) DN 500
Unter Überführungsrampen an Bundesfernstraßen DN 500
Unter Bundesfernstraßen DN 800

Weblinks

Wiktionary: Durchlass – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Literatur

  • Schmidt-Darmstadt (= Eduard Schmidt): Durchlässe. In: Otto Lueger: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 3: Calciumoxyd bis Essigmutter. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1896, S. 492–495. (Digitalisat auf digitale-sammlungen.de, abgerufen am 23. August 2025)

Einzelnachweise

<references />

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