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atmosfair

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atmosfair
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Rechtsform Gemeinnützige GmbH
Gründung 2005
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Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz Bonn
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Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Schwerpunkt Luftfahrt
Methode Kompensation von CO2-Emissionen
Aktionsraum Klimaschutz
Vorsitz Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Geschäftsführung Dietrich Brockhagen
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz 29,3 Mio. Euro (2022)
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte 46
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Website www.atmosfair.de

Atmosfair (Eigenschreibweise: atmosfair) ist eine Non-Profit-Organisation mit dem Ziel der Kompensation und Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgase. Kerngeschäft seit der Gründung 2005 ist das Angebot, über die Website der Organisation klimaschädliche Emissionen bei Flugreisen, Fernbusfahrten, Hotelübernachtungen oder Veranstaltungen auszugleichen (Klimakompensation). Seit 2021 stellt die Organisation auch synthetische Flugkraftstoffe her.<ref>Newsletter Oktober 2021. In: www.atmosfair.de. atmosfair, 1. Oktober 2021, abgerufen am 4. Oktober 2021.</ref><ref>Luftfahrt – Mit E-Kerosin die Klimawende im Flugverkehr einleiten. Abgerufen am 4. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Gesellschafterin ist die Stiftung Zukunftsfähigkeit, die aus einem Forschungsprojekt des Bundesumweltministeriums und von Germanwatch hervorgegangen ist. Zu den Schirmherren von atmosfair gehören Klaus Töpfer, Mojib Latif und Hartmut Graßl.

Die Organisation ist Unterzeichnerin der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.<ref name="ITZ"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.transparency.de (Memento vom 5. September 2017 im Internet Archive), abgerufen am 4. März 2014.</ref> Atmosfair wird von der Geschäftsstelle in Berlin-Kreuzberg gesteuert und hat ihren Sitz in Bonn.<ref>Signees of the Declaration against Corruption. In: www.transparency.de. Transparency International Deutschland e. V., archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Februar 2018; abgerufen am 7. März 2019.</ref>

Kompensation

Funktionsweise

Mit dem von atmosfair entwickelten Emissionsrechner können Kunden die Menge Kohlenstoffdioxid berechnen, die durch eine Reise verursacht wird, und kompensieren diese Emissionen mit einem freiwilligen Klimaschutzbeitrag. Für Flugreisen wird das emittierte CO2 anhand der Distanz zwischen Abflug- und Zielflughafen, der prognostizierten Auslastung sowie mit Hilfe des Flugzeugtyps bestimmt.<ref>Der Emissionsrechner. (PDF; 297 kB) atmosfair, 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Oktober 2016; abgerufen am 17. Oktober 2016.</ref> Für Schiffsreisen werden zur Ermittlung des CO2-Ausstoßes unter anderem die Schiffsklasse, Kabinenkategorie sowie die Reisetage und Tage auf See herangezogen.<ref>CO2 Emissionsrechner für Hochseekreuzfahrten: Dokumentation der Berechnungsmethode, Version 1.1. (PDF; 1,2 MB) atmosfair, Oktober 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Oktober 2016; abgerufen am 17. Oktober 2016.</ref> Dabei werden neben Kohlenstoffdioxid auch andere klimarelevante Emissionen wie Stickoxide und Rußpartikel berücksichtigt. Bei Flügen haben diese insbesondere in großen Flughöhen eine spürbare Auswirkung auf den Treibhauseffekt (beispielsweise durch Ozonaufbau oder Kondensstreifen). Dies führt laut einer Studie des Umweltbundesamtes zu einem Faktor von 3–5, um den ein Liter Flugtreibstoff klimaerwärmender wirkt als sein alleiniger CO2-Ausstoß.<ref name="dfld">Klimawirksamkeit des Flugverkehrs. (PDF; 214 kB) Abgerufen am 28. Dezember 2010.</ref>

Nach Durchführung der Berechnungen kann der Kunde den empfohlenen Betrag spenden, der nötig ist, um Emissionen mit Hilfe von Klimaschutzprojekten an anderer Stelle wieder einzusparen.

Das Unternehmen finanziert ausschließlich Klimaschutzprojekte im Rahmen des Clean Development Mechanism (CDM, Kyoto-Protokoll)<ref>United Nations Framework Convention on Climate Change: UNFCCC. Cdm.unfccc.int, 26. November 2010, abgerufen am 28. Dezember 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, die den Gold-Standard<ref>Gold Standard für Klimaschutzprojekte, cdmgoldstandard.org</ref> einhalten. Damit erzeugen die Klimaschutzprojekte Gold-Standard-CERs (Certified Emission Reductions), die auch „Emissionsgutschriften“ genannt werden und die nach Artikel 12 des Kyoto-Protokolls von atmosfair stillgelegt werden. Nach Angaben von atmosfair werden keine Verified Emission Reductions (VERs) akzeptiert, da deren Wirksamkeit nicht streng genug überprüft wird.<ref name="atmosfair2008" />

Neben Flugreisen können auch andere CO2-Emissionen kompensiert werden. So bietet atmosfair die Kompensation von Tagungen und Kongressen an.

Finanzierung

Jahr Einnahmen
Spenden Sonstige
2005 166.160 € 144 €
2006<ref name="atmosfair2006">atmosfair Jahresbericht 2006. (PDF; 1,1 MB) Abgerufen am 17. Oktober 2018.</ref> 190.113 € 4.263 €
2007<ref name="atmosfair2007">atmosfair Jahresbericht 2007. (PDF; 1,0 MB) Abgerufen am 17. Oktober 2018.</ref> 1.328.208 € 46.310 €
2008<ref name="atmosfair2008">atmosfair Jahresbericht 2008. (PDF; 2,4 MB) Abgerufen am 17. Oktober 2018.</ref> 2.036.912 € 114.198 €
2009<ref name="atmosfair2009">atmosfair Jahresbericht 2009. (PDF; 3,0 MB) Abgerufen am 17. Oktober 2018.</ref> 2.255.464 € 381.899 €
2010<ref name="atmosfair2010">atmosfair Jahresbericht 2010. (PDF; 2,6 MB) Abgerufen am 17. Oktober 2018.</ref> 2.153.162 € 978.485 €
2011<ref name="atmosfair2011">atmosfair Jahresbericht 2011. (PDF; 4,2 MB) Abgerufen am 17. Oktober 2018.</ref> 1.913.851 € 2.163.050 €
2012<ref name="atmosfair2012">atmosfair Jahresbericht 2012. (PDF; 7,8 MB) Abgerufen am 17. Oktober 2018.</ref> 1.962.374 € 1.298.283 €
2013<ref name="atmosfair2013">atmosfair Jahresbericht 2013. (PDF; 9,2 MB) Abgerufen am 17. Oktober 2018.</ref> 2.297.204 € 1.641.127 €
2014<ref name="atmosfair2014">atmosfair Jahresbericht 2014. (PDF; 8,5 MB) Abgerufen am 17. Oktober 2018.</ref> 3.657.294 € 935.657 €
2015<ref name="atmosfair2015">atmosfair Jahresbericht 2015. (PDF; 6,2 MB) Abgerufen am 17. Oktober 2018.</ref> 2.873.114 € 478.520 €
2016<ref name="atmosfair2016">atmosfair Jahresbericht 2016. (PDF; 7,2 MB) Abgerufen am 17. Oktober 2018.</ref> 3.509.649 € 675.717 €
2017<ref name="atmosfair2017">atmosfair Jahresbericht 2017. (PDF; 6,0 MB) Abgerufen am 17. Oktober 2018.</ref> 6.553.822 € 562.337 €
2018<ref name="atmosfair2018">atmosfair Jahresbericht 2018. (PDF; 8,4 MB) Abgerufen am 25. Dezember 2019.</ref> 8.342.362 € 1.597.747 €
2019<ref>atmosfair Jahresbericht 2019. (PDF; 5,5 MB) Abgerufen am 29. Oktober 2020.</ref> 19.832.745 € 1.982.201 €
2020<ref>atmosfair Jahresbericht 2020. (PDF; 7,5 MB) Abgerufen am 26. Januar 2022.</ref> 12.566.304 € 2.415.073 €
2021<ref>atmosfair Jahresbericht 2021. (PDF; 4,8 MB) Abgerufen am 31. Juli 2022.</ref> 16.257.277 € 4.613.388 €
2022<ref>atmosfair Jahresbericht 2022. (PDF; 3,5 MB) Abgerufen am 6. August 2023.</ref> 20.497.538 € 8.763.621 €
2023<ref>Atmosfair Jahresbericht 2023. (PDF) Abgerufen am 26. Oktober 2024.</ref> 23.799.149 € 9.737.234 €
2024<ref>Atmosfair Jahresbericht 2024 (PDF; 7,8 MB)

Abgerufen am 28. Dezember 2025.</ref>

22.987.283 € 7.470.607 €

Das Unternehmen finanziert sich hauptsächlich aus Kompensationsbeiträgen und Spenden. Weitere Einnahmequellen sind Zinseinnahmen aus Rücklagen sowie Erträge aus dem Verkauf von CO2-Bilanzierungssoftware. Hinzu kommen Klimaschutzprojekte und Beratungsprojekte, die im Kundenauftrag durchgeführt wurden.

Laut Jahresberichten für die Jahre 2009 bis 2017 wurden jeweils über 90 Prozent der in diesen Jahren eingenommenen Spenden direkt an die Betreiber der Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern gezahlt. Da die Projekte langfristig angelegt sind, erfolgt die Auszahlung in der Regel nicht sofort, sondern innerhalb von zwei Jahren.<ref name="atmosfair2015" />

Auch in den Jahren davor lag laut den veröffentlichten Jahresberichten die Summe der Verwaltungskosten bei 10 Prozent oder darunter. Somit hat atmosfair seinen eigenen Anspruch erfüllt, wonach höchstens 20 Prozent der Spendeneinnahmen in Personalaufwendungen zur Betreuung von Klimaschutzprojekten und Spendern sowie in allgemeine Verwaltungsausgaben (wie Miete, IT usw.) fließen sollen.

Unterstützte Projekte

Datei:Save-80-Stove-Atmosfair.JPG
Effizienter Kochherd zur Verbrennung von Biomasse „Save-80“, dessen Verbreitung von atmosfair unterstützt wird

Bis zum Jahr 2017 finanzierte atmosfair Projekte in folgenden vier Kategorien:<ref name="atmosfair2014" />

  • Effiziente Kochherde: Verbreitung effizienter Kochherde in Zusammenarbeit mit der Global Alliance for Clean Cookstoves. Die erbrachte oder vertraglich gebundene Ersparnis betrug 763.780 Tonnen CO2 im Zeitraum 2009–2017. Laut eigener Angabe von atmosfair spare ein solcher Ofen im Schnitt drei Tonnen CO2 pro Jahr, unterstützt wurden Projekte in Nigeria, Ruanda, Kamerun, Lesotho und Indien.
  • Biogas & Biomasse: Bau von kleinen Biogasanlagen, Stromproduktion aus Ernteresten, Kompostierung von organischen Abfällen mit einer erbrachten oder vertraglich gebundenen Ersparnis von 1.459.800 Tonnen CO2 im Zeitraum 2007–2017. Laut atmosfair spare eine Biogas/Biomasse-Anlage im Schnitt pro Jahr vier Tonnen CO2, unterstützt wurden Projekte in Indien, Kenia, Thailand und Nepal.
  • Wind, Wasser & Sonne: Projekte zur Nutzung regenerativer Energien mit einer erbrachten oder vertraglich gebundenen Ersparnis von 549.900 Tonnen CO2 im Zeitraum 2007–2017. Das Wasserkraftwerkprojekt in Honduras spart ca. 73 Tonnen CO2 pro Tag, die Solar- oder Windkraftanlagen sparen pro Jahr rund 1,1 Tonnen CO2.
  • Umweltbildung: Schulprojekte an deutschen Schulen.

Auszeichnungen

In einem Bericht vom Greenpeace Magazin, einem Spender von atmosfair, heißt es, dass atmosfair als seriös und einzig empfehlenswerter Anbieter zu bewerten sei.<ref>Klima – Schnäppchen. Greenpeace-magazin.de, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. September 2011; abgerufen am 28. Dezember 2010.</ref>

Eine Studie der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde hat deutschlandweit Kompensationsanbieter untersucht, wobei atmosfair als einziger Anbieter das Prädikat „sehr gut“ erhielt. Atmosfair wurde in den Kategorien realitätsnahe Berechnung, Qualität der Kompensation und Verbraucherkommunikation mit „sehr gut“ ausgezeichnet.<ref name="vzbv2010">Treibhausgas-Kompensationsanbieter in Deutschland. (PDF; 3,3 MB) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Oktober 2013; abgerufen am 2. Mai 2014.</ref>

Die Klimaabteilung der amerikanischen Universität Tufts hat in einer Studie 13 Organisationen untersucht, die Kompensationen für CO2-Emissionen anbieten. Kriterien waren Transparenz, Genauigkeit der Emissionsberechnungen, Preis der Kompensationen und Verwaltungskosten. Atmosfair war dabei einer von vier Anbietern, die die Note „sehr gut“ erreichten.<ref name="tufts">Voluntary Offsets For Air-Travel Carbon Emissions: Evaluations and Recommendations of Thirteen Offset Companies. (PDF; 652 kB) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Mai 2012; abgerufen am 10. Mai 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Des Weiteren belegte atmosfair in folgenden Rankings den ersten Platz:<ref name="atmosfair-tests">Testberichte und Studien. atmosfair, abgerufen am 17. Oktober 2016.</ref>

<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Etude comparative des programmes de compensation volontaire de CO2 en Belgique (Memento vom 19. Mai 2012 im Internet Archive) (PDF; 1,2 MB), Juni 2008, Kurzfassung.</ref>

In anderen Rankings war das Unternehmen in der Spitzengruppe.<ref name="tufts" /><ref>What are the Top-Rated Carbon Offset Companies? – Planet Green. Planetgreen.discovery.com, 23. Februar 2009, abgerufen am 28. Dezember 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Flugkraftstoff „atmosfair fairfuel“

Im Oktober 2021 veröffentlichte die Organisation Qualitätskriterien für die Produktion von synthetischem Flugkraftstoffen im Power-to-Liquid-Verfahren.<ref>atmosfair fairfuel – Kriterienkatalog. (PDF; 1,5 MB) Gütesiegel für grünes, synthetisches Kerosin. In: www.atmosfair.de. atmosfair, 1. Oktober 2021, S. 34, abgerufen am 4. Oktober 2021.</ref> Atmosfair bezeichnet das nach diesem Standard hergestellte E-Kerosin als „fairfuel“. Zeitgleich wurde eine Produktionsanlage in Werlte (Niedersachsen) eröffnet.<ref>Bernhard Pötter: Klimaschutz in der Luftfahrt: Nur grünes Fliegen ist schöner. An diesem Montag startet die erste Produktion von CO2-neutralem Flugbenzin in Deutschland. Zurück geht die Anlage auf eine Klimaschutzorganisation. In: taz.de. Die Tageszeitung, 3. Oktober 2021, abgerufen am 4. Oktober 2021.</ref><ref>Feststellung gemäß § 5 UVPG Solarbelt FairFuel GmbH Werlte. (PDF; 35 kB) GAA v. 13.10.2020 ― Akz.: 31.12-40211/1-4.1.1 OL 19-113-01+02―. In: uvp.niedersachsen.de. Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Referat 14: Umweltinformation, Digitalisierung, eGovernment, 16. Oktober 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Oktober 2021; abgerufen am 4. Oktober 2021.</ref> Das dort aus Strom aus erneuerbaren Quellen, Kohlendioxid aus einer benachbarten Biogasanlage und Wasser produzierte Rohkerosin wird in der Raffinerie Heide (Schleswig-Holstein) weiterverarbeitet und als Jet A-1-Kerosin an die Flugindustrie ausgeliefert.<ref>Atmosfair Fairfuel, abgerufen am 4. Oktober 2021.</ref><ref>CO₂-neutrales E-Kerosin – der Einstieg in einen klimaverträglichen Luftverkehr schon heute. In: www.atmosfair.de. atmosfair, Oktober 2021, abgerufen am 4. Oktober 2021.</ref>

Umweltintegrität

Der Beirat, besetzt u. a. mit Vertretern des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), überwacht atmosfair bei der Einhaltung von Standards, die im Jahresbericht wiedergegeben sind.<ref>Gesellschaftsvertrag der atmosfair gGmbH. atmosfair, abgerufen am 17. Oktober 2016.</ref> Dazu gehören u. a. keine Annahme von Spendengeldern von Spendern, die sich bei der CO2-Berechnung nicht an die atmosfair-Standards halten: den CDM-Gold-Standard für alle Kompensationsprojekte, die CO2-Berechnung der Klimawirkung von Flugreisen nach dem Stand der Wissenschaft und keine Verwendung des Begriffes „klimaneutral“ oder ähnlicher verharmlosender Begriffe.

So führte die Einbeziehung weiterer Schadstoffe in die Emissionsberechnung zusätzlich zum CO2 2008 dazu, dass atmosfair nicht mit der Lufthansa kooperieren konnte.<ref>Benjamin Hammer: Lufthansa bietet Kunden freiwillige Klimaabgabe an. In: Berliner Zeitung. 18. September 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Juni 2015; abgerufen am 12. Juni 2015.</ref> Die Haltung von atmosfair wurde im Kreise von Wissenschaftlern und Klimaschützern sowie in den Medien begrüßt.<ref>Video Fliegen mit reinem Umwelt-Gewissen in der ZDFmediathekVorlage:Abrufdatum (offline)</ref>

Kritik an atmosfair

Im Mai 2019 erhob ein Beitrag von Report Mainz Kritik an atmosfair und der CO2-Kompensation allgemein.<ref>Monika Anthes, Ulrich Neumann, Marius Meyer, Philipp Reichert: Freiwillig zahlen fürs Klima. Gutes Geschäft mit dem schlechten Gewissen. In: DasErste.de/Report Mainz. Bayerischer Rundfunk BR/Ulrich Wilhelm, 7. Mai 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Juli 2019; abgerufen am 31. Juli 2019.</ref> Er legte nahe, dass Projekte wenig zur Emissionsminderung beitrügen. Im Beitrag äußerten sich die Biologin Jutta Kill, die nach eigenen Angaben die Verwendung nicht-emissionsneutraler Brennstoffe in einem Kompensationsprojekt beobachtet hatte,<ref>Brigitta Weber: Antwortschreiben an atmosfair vom 23. Mai 2019. (PDF) In: atmosfair. 23. Mai 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Juli 2019; abgerufen am 31. Juli 2019.</ref> sowie der Soziologe Andreas Knie, der von „Ablasshandel“ sprach. Obwohl der Bericht nahelegte, dass Kompensation kaum eine Wirkung zeige, wurde das nicht mit konkreten Zahlen untermauert. Dementsprechend widersprachen die atmosfair-Schirmherren und brachten Überprüfungen ihrer Projekte und einen anderen Beitrag vor: Die Kompensation sei immer nur eine ergänzende Maßnahme, wenn sich CO2 nicht vermeiden oder reduzieren lasse.<ref>Report Mainz. In: atmosfair. atmosfair gGmbH, 18. Mai 2019, abgerufen am 31. Juli 2019.</ref> Eine Übersichtsarbeit in Nature Communications stellte 2024 fest, dass Kompensationsprojekte im Schnitt nur 16 % der versprochenen Emissionsreduktion erreichen, der Einsatz von effizienten Kochherden 11 %; die Angaben beziehen sich auf Klimakompensation allgemein, nicht konkret auf Projekte von atmosfair.<ref>Benedict S. Probst, Malte Toetzke, Andreas Kontoleon, Laura Díaz Anadón, Jan C. Minx, Barbara K. Haya, Lambert Schneider, Philipp A. Trotter, Thales A. P. West, Annelise Gill-Wiehl, Volker H. Hoffmann: Systematic assessment of the achieved emission reductions of carbon crediting projects. In: Nature Communications. Band 15, Nr. 1, 14. November 2024, ISSN 2041-1723, doi:10.1038/s41467-024-53645-z.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

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